Das Buch ist schon spannend, da man als Leser wissen will, ob Laura sich an den Mord erinnern kann und sie wirklich schuldig ist. Diese Spannung wird v.a. durch Erinnerungsfetzen von Laura aufrecht erhalten.
Gestört hat mich jedoch dieses "Wie der Zufall es will..."-Prinzip, das auch bei Daily Soaps passiert: Immer im entscheidenden Moment kommt der Daily Soap Darsteller natürlich nicht zu der Situation, obwohl er nur eine Tür weiter steht und nur durch "Zufall" (um alles ein bisschen spannender zu machen) wird er aufgehalten.
Genauso ist das Verhalten der anderen Charaktere:
- Der Dottore, der ein Gutachten schreibt, ohne den Hintergrund zu erfragen.
- Die Nonne in der psychiatrischen Anstalt, die sich in einer patientenlosen Anstalt um Laura kümmert (Toilettengänge, Duschen etc.)
- Lauras Ehemann, der angeblich langfristig (länger als 20 Jahre) planen kann
Dann kommt dann auch noch dazu, dass die Psychiatrische Klinik in ein Luxushotel umfunktioniert, Laura jedoch dort trotzdem als einziger Patient einquartiert werden soll, und zufälligerweise der Dottore und die Nonne da noch "arbeiten".
Am meisten hat mich dann die Naivität von Laura geärgert, als sie hinter der abgeschlossenen Tür saß und eine Vollmacht ausstellte. Und noch schlimmer, als sie sich abservieren ließ, à la: Ich hol dich morgen um 9 Uhr ab, du musst heute hier drin bleiben.... Alles klar!
Als ich dann fertig war mit dem Buch dachte ich mir nur: So ein Zufall, dass das alles so passiert!