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Das Familientreffen: Roman
 
 
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Das Familientreffen: Roman [Taschenbuch]

Anne Enright , Hans-Christian Oeser
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (2. November 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442740045
  • ISBN-13: 978-3442740048
  • Originaltitel: The Gathering
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 46.253 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Anne Enright
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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Veronica hat alles: wunderbare Töchter und ein schön eingerichtetes Haus, einen "wartungsaufwändigen Mann", einen toten Bruder, ein Geheimnis. Veronica ist 39 und erwachsen, zugleich aber immer noch eines der vielen Kinder ihrer konturlosen irischen Mutter. Der Tod ihres Bruders Liam reißt sie in einen Strudel aus echten und falschen Erinnerungen, aus Dichtung, Wunsch, Alptraum und Wahrheit. Mit Hilfe von Familiengeschichte und -geschichten fängt Veronica die Mischung aus Liebe, Hass und Gleichgültigkeit ein, die in ihr brodelt. In einer Sprache, die scharf und schön ist wie zerbrochenes Glas, führt Anne Enright im Laufe des Romans in hunderte kleiner Sackgassen, illustriert das Gefühl der Ausweglosigkeit. Mit einer Lösung für die Probleme der Heldin wartet "Das Familientreffen" nicht auf; was goldrichtig ist. Das hat auch die Jury des Booker-Preises 2007 erkannt und gewürdigt. (kab) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

"Eine glitzernde, dunkle Perle von einem Buch."

(Brigitte )

"Tatsächlich könnte Anne Enright für diesen Roman einen Waffenschein brauchen. Als Schriftstellerin ist sie schlicht ein großes Kaliber."



(Die Welt )

"Seine beunruhigende Kraft verdankt Enrights Roman der Stimme einer Erzählerin, die uns immer wieder aus den Routinen des nostalgischen Kunsthandwerks vieler gegenwärtig erfolgreicher Familienromane herauszukatapultieren vermag. Man mag dieser Stimme Anklänge an John Banville und A.L. Kennedy finden; ihr ganz eigenes, häufig auch hochkomisches Talent, die Verflechtungen von Erinnerung und Vergessen auf zugleich sezierende und ergreifende Weise zu erkunden, hat Anne Enright mit ihrem Familientreffen eindrucksvoll unter Beweis gestellt."

(Frankfurter Rundschau )

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75 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Anne Enright Das Familientreffen DVA
ISBN 3421043701

Als Veronica ihrer alten und vergesslichen Mutter die Todesnachricht von Liam, ihrem Bruder, überbringen muss, überfallen sie Erinnerungen an ihre Kindheit mit aller Gewalt. Liam hat sich Steine in die Hosentaschen gefüllt, ist ins Meer gewatet und ertrunken. Sein Tod rührt weit zurück liegende Kindheitserinnerungen auf, und Veronica wird von den Gedanken an Vergangenes und Zukünftiges überschwemmt. Aus der Ferne steigen Ereignisse hoch, die allmählich die ganze Familiengeschichte auf den Plan rufen. Irland und Dublin bilden die Orte der Handlung und mit ihnen die irische Lebensart, zu der die Trinkfestigkeit gehört.

Da war Ada, die schöne und sinnliche Großmutter. Wen wollte sie wirklich zum Ehemann: Nugent oder Charlie Spillane? Woher kam sie überhaupt? Wer war Veronicas Mutter, die ein Kind nach dem anderen auf die Welt brachte, ergeben und mit Hingabe aber wenig liebesfähig, denn sie kannte nicht einmal alle Namen der großen Kinderschar. Die erzkatholischen Eltern boten mit ihrer unermüdlichen Fruchtbarkeit einen Widerspruch in sich, und die Würde des Vaters ging darüber verloren. Zwölf Kinder und sieben Fehlgeburten waren das Ergebnis.
Veronica, die Icherzählerin, lebt mit ihrem flotten Ehemann und zwei Töchtern in einem adretten Reihenhaus. Durch die Familienereignisse gerät sie in eine schwere Lebenskrise.
Liam und Veronica schlossen sich einst eng zusammen und teilten Freude und Leid mit einander. Einer fühlte sich für den anderen verantwortlich, und Veronica stellt sich die Frage, ob sie diesem Anspruch wirklich gerecht geworden ist. Es gab da ein verdrängtes und bedrückendes Erlebnis für Liam anlässlich eines Besuchs bei ihrer Großmutter Ada.

Anne Enright schreibt meisterhaft und bedingungslos über die Gedanken, Gefühle und Erinnerungen ihrer Protagonistin. Unerbittlich gräbt sie in den tiefsten Tiefen der Seele und fördert geheime Gedanken zutage, die erschreckend sind, tragisch und wahrhaftig. Über Sex, den Tod, die Liebe, das Sterben und den Hass gehen die Reflexionen weit über das hinaus, worüber Menschen sich auslassen. Anlässlich der Trauerfeier für Liam findet noch einmal ein Familientreffen statt, und hier trifft man diejenigen, die übrig geblieben sind. Man lernt sie kennen, die Psychotiker, die Schüchternen, die Besonnenen und sieht, was aus den einzelnen geworden ist und wo sie geblieben sind.
Sie schreibt fast meditierend - nachdenklich, teilweise sarkastisch und ironisch, immer aber in einem hoch reflektierten Stil über Familienleben und Kindheit. Dabei vermischen sich in der Rückschau kindliche Fantasien mit den möglichen Varianten, wie alles gewesen sein könnte. Die persönliche Note erhält das Buch durch die besondere Art der Reflexion, in der sich gute und negative Erinnerungen begegnen und Vergangenes und Gegenwärtiges in einander verschwimmen.

Mit der ausgezeichneten Fähigkeit, sich realistisch und kritisch, bedauernd und zweifelnd der Gegenwart und Vergangenheit zu stellen und alles zu hinterfragen, steht Anne Enright in der Tradition so bedeutender Autoren wie James Joyce, Jonathan Swift, Samuel Beckett, G. Bernard Shaw und anderer. Dieser Roman gehört zu den Meisterwerken aktueller Neuerscheinungen und wird sicher viele Leser begeistern.
Die hervorragende Übersetzung von Hans-Christian Oeser ist ausdrücklich zu erwähnen!
Anne Enright wurde mit dem englischen Booker-Preis 2007 für ihren neuen Roman ausgezeichnet.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Meine Güte! 3. Oktober 2011
Von Lilalu
Format:Taschenbuch
Der Klappentext las sich gut und ließ auf Großes hoffen. Auch den Beginn des Buches fand ich nicht schlecht. Aber dann... Das ist mir alles zu wirr - ich gebe es zu. Vielleicht bin ich nicht intellektuell genug, um dieses preisgekrönte Buch entsprechend zu würdigen, aber ich komme bis zum Schluss nicht dahinter, um was es in dieser Geschichte denn eigentlich geht.
Meines Erachtens hat sich die Autorin etwas übernommen: Sie möchte den großen Bogen einer Familienchronik spannen und beginnt mit der Großmutter der Ich-Erzählerin. Das ist ja auch ein guter Faden, um eine spannende Geschichte zu spinnen, aber irgendwie verheddert sich Anne Enright dann plötzlich und springt zwischen Personen, Orten, Zeiten, Traumwelten und Realitäten hin und her, so dass ich die meiste Zeit beim Lesen gar nicht wusste, wo ich mich jetzt gerade befinde. Letztlich - und das ist das Traurige an diesem Buch - erzählt die Autorin - statt der gewollten Familiensaga - die Geschichte einer mittelalten Frau, die auf dem besten Weg in eine Depression ist. Und allein diese Story hätte gereicht, mehr hätte sie gar nicht erzählen müssen - das hätte durchaus sehr spannend werden können. Sie hätte als Gründe für die Traurigkeit ihrer Protagonistin durchaus deren familiäre Hypotheken anführen und erzählen können, sie hätte jedoch nicht jeweils immer ein anderes Familienmitglied derart in den Fokus ihres Erzählens stellen dürfen, so dass der Leser annehmen muss, genau jenes Familienmitglied sei jetzt die Hauptperson. Die Hauptperson ist und bleibt jene Veronica, allerdings gerät ihr Leben eher in den Hintergrund, weil die Autorin sich in den Lebensgeschichten so vieler anderer Personen regelrecht verliert.
Die Sprache der Autorin variiert ebenfalls zwischen anspruchsvoll und nahezu lyrisch, um dann wieder grundlos ins Eklige und Pornografische abzudriften. Warum die Autorin das Thema "Sex" oder "Nicht-Sex" überhaupt so vehement in den Vordergrund stellt, bleibt ihr Geheimnis - letztlich hat sie über dieses Thema nämlich nicht sonderlich viel zu erzählen. Auch den Missbrauch an ihrem Bruder, der in Veronicas Augen eventuell mit ein Grund dafür sein könnte, dass Liam Selbstmord begangen hat, und den sie selbst im Alter von 8 Jahren vielleicht hätte verhindern können, schildert die Autorin eigenartig verschwurbelt, und im Vergleich zu ihren sonst eher unnötig deftigen sexuellen Schilderungen muss man an dieser Stelle dann schon genau lesen, um dieses eventuell auslösende Moment nicht zu verpassen, da man ohnehin schon geneigt ist, nicht mehr allzu aufmerksam und eher genervt die ständigen und übergangslosen Perspektivenwechsel der Autorin zu verfolgen.
Insgesamt erschließt sich mir das Werk der Autorin nicht. Mir ist nicht klar, was sie eigentlich erzählen will. Teilweise mutet es auch wie eine Abrechnung mit der gesamten irischen katholischen und trinkfreudigen Mentalität an, so wütend, gnadenlos aggressiv und zugleich depressiv wie Anne Enright hier mit ihren Protagonisten umgeht. Dem Buch fehlt jegliche Wärme, den Protagonisten fehlt es an Empathie und überhaupt an selbstlosen Empfindungen - alle sind völlig egozentrisch in ihrem eigenen Tunnel gefangen. Und weil jeder Protagonist auf seinem eigenen eingefahrenen Gleis bleibt, gelingt der Autorin eben das nicht, was sie vielleicht wollte: Einen Erzählbogen zwischen verschiedenen Jahrzehnten, verschiedenen Generationen und verschiedenen Personen spannen. Das ist ihr völlig misslungen.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Während die 'Brigitte' die "hinreißend gnadenlose Sprache" lobt, hebt das Feuilleton der renommierten FAZ die "atemberaubende Erzählkunst" der Autorin hervor. Verstehen kann man allerdings auch Positionen, die Anne Enrights Sprachstil zugegebenermaßen als gekonnt und künstlerisch wertvoll erachten, aber eben auch als langatmig, einschläfernd und gekünstelt empfinden. Selbst der geübte Leser kann sich zu Beginn des Romans dem Ausdrucksvermögen Enrights nicht entziehen, doch die Betonung liegt auf "zu Beginn", denn irgendwann kommt die Frage auf, wozu das alles? Ist die Sprache Trägermedium für eine narrative Botschaft oder wird sie hier doch nur als Selbstzweck verwendet?

Nach zähen und mitunter inhaltsarmen 190 Seiten entscheidet sich die Ich-Erzählerin, dass es Zeit ist "keine weiteren Geschichten mehr zur erzählen", sondern "endlich auszusprechen, was in dem Jahr, als ich acht war und mein Bruder Liam gerade neun, in Adas Haus geschah." Bis zu dieser grandiosen Erkenntnis muss man sich allerdings durch teilweise amüsante, erotische, tragische und leider auch weitestgehend belanglose Anekdoten der Ich-Erzählerin Veronica mühen, die nicht selten in keinem direkt erkennbaren Zusammenhang stehen. Und bei dieser langwierigen Aufgabe passiert es dann irgendwann, dass die wortgewaltige und bildreiche Sprache der Booker-Preisträgerin nicht mehr faszinierend, glaubwürdig und angemessen erscheint, sondern einfach nur aufgeblasen, ein Vehikel, welches die dürftigen Handlungsstränge versucht zu stützen oder gar zu tragen. Die hin und wieder eingepflegten Ausflüge ins Vulgäre wirken dabei eher unfreiwillig komisch, nimmt man sie der sich ansonsten so gewählt und differenziert ausdrückenden Veronica einfach nicht ab.

Verkopft ist wahrscheinlich die passende umgangssprachliche Bezeichnung für Enrights Werk, das zwar intime Einblicke in das geschundene Familienleben des Hegarty-Clans zulässt, dabei aber auf eigentümliche Art nicht zu fesseln vermag. Zu flach und farblos bleiben Enrights Charaktere und das trotz der ausufernden und ausschmückenden Sprachbemühungen - viel Lärm um nichts bzw. nicht viel könnte man zusammenfassend feststellen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Super
Also stillistisch und sprachlich nicht einfach zu lesen, aber trotzdem hatte ich Spass beim lesen, habe es sogar zwei Mal durchgelesen. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Stella Power veröffentlicht
Gemischte Gefühle...
...bei der Lektüre dieses Buches.

Es ist in der Tat ein Bad der Gefühle und es ist treffend wiedergegeben, wie sich eine solche Familie entwickeln kann. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von B. Preuschoff veröffentlicht
Trostlose Familie
Eine große Familie bedeutet nicht zwangsläufig, dass ihre Mitglieder sich nahe sind oder sich lieben. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Nachteule veröffentlicht
Was war denn das?
Ratlos läßt mich dieses Hörbuch, das ich nur widerwillig bis zum Ende gehört habe, zurück. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von audiobookfan H. veröffentlicht
Das Familientreffen - Psycholet einer verlorenen Existenz in Bildern...
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Veröffentlicht am 18. April 2010 von buechermaxe
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Dieses Buch setzt sich mit den Auswirkungen eines Familiengeheimnises auf eine Familie von 12 Kindern, deren Eltern und Großelterngeneration auseinander. Lesen Sie weiter...
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Veröffentlicht am 17. Januar 2010 von Cl.Borries
Drama ohne Ende
Ich konnte dieses Hörbuch nicht zu Ende hören. Anna Thalbach liest wirklich sehr gut, das tröstet aber über das Buch nicht hinweg. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Oktober 2009 von Alexandra Meister
Stilistisch und sprachlich nicht zu empfehlen
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Veröffentlicht am 29. Juli 2009 von Pia Albers
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Ich wurde auf dies Buch durch ein Bücherjournal aufmerksam, nur durch einen einzigen Satz, der mir sagte, dass ich es unbedingt lesen musste. Es hat sich gelohnt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Juli 2009 von Kerschtl
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