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Das Familientreffen [Gebundene Ausgabe]

Anne Enright , Hans-Christian Oeser
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

6. September 2008
Die Gewinnerin des Booker-Preises 2007!

Der Hegarty-Clan versammelt sich in Dublin, um Liam, das schwarze Schaf der Familie, zu Grabe zu tragen – doch schnell gerät der Anlass zur Nebensache. Nur Veronica wagt es, nach den Umständen zu fragen, die ihren Bruder in den Tod getrieben haben mögen. Ein beeindruckend intensiver Roman über die Frage nach Schuld und Verantwortung, nach der Liebe und ihren Folgen.

Als Kinder haben sie sich stets alle Geheimnisse anvertraut, und auch als Erwachsene sind Veronica und ihr Bruder Liam noch immer aufs Engste miteinander verbunden. Doch dann stürzt Liam sich mit Steinen in den Hosentaschen ins Meer, und Veronica bleibt allein zurück mit der Frage nach dem Warum. Während sie im Dubliner Elternhaus die Beerdigung vorbereitet, überwältigen sie die Erinnerungen an ihre Kindheit, an ihre Großmutter, die aus Vernunftgründen auf die Liebe ihres Lebens verzichtete, an ihre Mutter, die sich nach den vielen Geburten und Fehlgeburten nicht einmal die Namen all ihrer Kinder merken konnte. Und an jenen Tag, an dem ihrem Bruder Liam, gerade neun Jahre alt, etwas angetan wurde, vor dem sie ihn hätte beschützen müssen.

Ein bewegender Roman, dessen sprachliche Finesse und eindrucksvolle Bildlichkeit einen bisher ungekannten Blick auf das verletzliche Wesen der menschlichen Seele zu werfen vermag.


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt; Auflage: 5 (6. September 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3421043701
  • ISBN-13: 978-3421043702
  • Originaltitel: The Gathering
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,4 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 318.025 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Und so ist Das Familientreffen, last, not least, auch ein Buch über das Spektrum der Liebe, die ein Geschenk sein kann - und eine Unfreiheit. Zugegeben: Mitunter tönt Veronicas Stimme, Veronicas Wut schrill in den Ohren. Mitunter verwackeln der Erzählerin im hohen Ton aufgewühlter Emotionen die Sprachbilder. Und doch ist es Anne Enright - und auch ihrem Übersetzer Hans-Christian Oeser - gelungen, das ganze Gewicht einer Lebenskrise einer leichten Sprache von hoher Assoziationskraft anzuvertrauen.« (Die ZEIT)

»Ein starkes, unbequemes und zuweilen sogar wütendes Buch… Ein schonungsloser Blick auf eine trauernde Familie in harter, beeindruckender Sprache… Ein sehr lesbarer Roman.« (Aus der Jury-Begründung des Man Booker Prize)

»Anne Enrights Erzählerin redet viel, aber meistens konzentriert und intelligent. Sie enthüllt eine Menge unerfreulicher Umstände und Zusammenhänge, verliert jedoch nur selten ihren schwarzen Humor. Gegen Kitsch und Klischees ist auch diese Familiengeschichte nicht völlig gefeit, was vermutlich in der Natur des Genres liegt. Das gute alte Irland grüßt mit Alkohol, Gewalt, unglücklichem Sex und repressivem Katholizismus, und doch hat es wieder eine neue, vitale Stimme gefunden. Mehr kann man von einem Buch, das mit dem wichtigsten Literaturpreis Großbritanniens ausgezeichnet wurde, heutzutage kaum verlangen.« (Süddeutsche Zeitung)

Klappentext

»Anne Enright gehört dieser bemerkenswerten Generation irischer Schriftsteller an, die es geschafft hat, die Literatur ihres Landes ähnlich umfassend zu verändern, wie es die Globalisierung mit ihrer Wirtschaft getan hat.«
Los Angeles Times

»Und so ist Das Familientreffen, last, not least, auch ein Buch über das Spektrum der Liebe, die ein Geschenk sein kann - und eine Unfreiheit. Zugegeben: Mitunter tönt Veronicas Stimme, Veronicas Wut schrill in den Ohren. Mitunter verwackeln der Erzählerin im hohen Ton aufgewühlter Emotionen die Sprachbilder. Und doch ist es Anne Enright - und auch ihrem Übersetzer Hans-Christian Oeser - gelungen, das ganze Gewicht einer Lebenskrise einer leichten Sprache von hoher Assoziationskraft anzuvertrauen.«
Die ZEIT

»Tatsächlich könnte Anne Enright für diesen Roman einen Waffenschein brauchen. Als Schriftstellerin ist sie schlicht ein großes Kaliber.«
Die Welt


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Meine Güte! 3. Oktober 2011
Von Lilalu
Format:Taschenbuch
Der Klappentext las sich gut und ließ auf Großes hoffen. Auch den Beginn des Buches fand ich nicht schlecht. Aber dann... Das ist mir alles zu wirr - ich gebe es zu. Vielleicht bin ich nicht intellektuell genug, um dieses preisgekrönte Buch entsprechend zu würdigen, aber ich komme bis zum Schluss nicht dahinter, um was es in dieser Geschichte denn eigentlich geht.
Meines Erachtens hat sich die Autorin etwas übernommen: Sie möchte den großen Bogen einer Familienchronik spannen und beginnt mit der Großmutter der Ich-Erzählerin. Das ist ja auch ein guter Faden, um eine spannende Geschichte zu spinnen, aber irgendwie verheddert sich Anne Enright dann plötzlich und springt zwischen Personen, Orten, Zeiten, Traumwelten und Realitäten hin und her, so dass ich die meiste Zeit beim Lesen gar nicht wusste, wo ich mich jetzt gerade befinde. Letztlich - und das ist das Traurige an diesem Buch - erzählt die Autorin - statt der gewollten Familiensaga - die Geschichte einer mittelalten Frau, die auf dem besten Weg in eine Depression ist. Und allein diese Story hätte gereicht, mehr hätte sie gar nicht erzählen müssen - das hätte durchaus sehr spannend werden können. Sie hätte als Gründe für die Traurigkeit ihrer Protagonistin durchaus deren familiäre Hypotheken anführen und erzählen können, sie hätte jedoch nicht jeweils immer ein anderes Familienmitglied derart in den Fokus ihres Erzählens stellen dürfen, so dass der Leser annehmen muss, genau jenes Familienmitglied sei jetzt die Hauptperson. Die Hauptperson ist und bleibt jene Veronica, allerdings gerät ihr Leben eher in den Hintergrund, weil die Autorin sich in den Lebensgeschichten so vieler anderer Personen regelrecht verliert.
Die Sprache der Autorin variiert ebenfalls zwischen anspruchsvoll und nahezu lyrisch, um dann wieder grundlos ins Eklige und Pornografische abzudriften. Warum die Autorin das Thema "Sex" oder "Nicht-Sex" überhaupt so vehement in den Vordergrund stellt, bleibt ihr Geheimnis - letztlich hat sie über dieses Thema nämlich nicht sonderlich viel zu erzählen. Auch den Missbrauch an ihrem Bruder, der in Veronicas Augen eventuell mit ein Grund dafür sein könnte, dass Liam Selbstmord begangen hat, und den sie selbst im Alter von 8 Jahren vielleicht hätte verhindern können, schildert die Autorin eigenartig verschwurbelt, und im Vergleich zu ihren sonst eher unnötig deftigen sexuellen Schilderungen muss man an dieser Stelle dann schon genau lesen, um dieses eventuell auslösende Moment nicht zu verpassen, da man ohnehin schon geneigt ist, nicht mehr allzu aufmerksam und eher genervt die ständigen und übergangslosen Perspektivenwechsel der Autorin zu verfolgen.
Insgesamt erschließt sich mir das Werk der Autorin nicht. Mir ist nicht klar, was sie eigentlich erzählen will. Teilweise mutet es auch wie eine Abrechnung mit der gesamten irischen katholischen und trinkfreudigen Mentalität an, so wütend, gnadenlos aggressiv und zugleich depressiv wie Anne Enright hier mit ihren Protagonisten umgeht. Dem Buch fehlt jegliche Wärme, den Protagonisten fehlt es an Empathie und überhaupt an selbstlosen Empfindungen - alle sind völlig egozentrisch in ihrem eigenen Tunnel gefangen. Und weil jeder Protagonist auf seinem eigenen eingefahrenen Gleis bleibt, gelingt der Autorin eben das nicht, was sie vielleicht wollte: Einen Erzählbogen zwischen verschiedenen Jahrzehnten, verschiedenen Generationen und verschiedenen Personen spannen. Das ist ihr völlig misslungen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
79 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine differenzierte Tiefenschau auf das Familienleben 29. September 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Anne Enright Das Familientreffen DVA
ISBN 3421043701

Als Veronica ihrer alten und vergesslichen Mutter die Todesnachricht von Liam, ihrem Bruder, überbringen muss, überfallen sie Erinnerungen an ihre Kindheit mit aller Gewalt. Liam hat sich Steine in die Hosentaschen gefüllt, ist ins Meer gewatet und ertrunken. Sein Tod rührt weit zurück liegende Kindheitserinnerungen auf, und Veronica wird von den Gedanken an Vergangenes und Zukünftiges überschwemmt. Aus der Ferne steigen Ereignisse hoch, die allmählich die ganze Familiengeschichte auf den Plan rufen. Irland und Dublin bilden die Orte der Handlung und mit ihnen die irische Lebensart, zu der die Trinkfestigkeit gehört.

Da war Ada, die schöne und sinnliche Großmutter. Wen wollte sie wirklich zum Ehemann: Nugent oder Charlie Spillane? Woher kam sie überhaupt? Wer war Veronicas Mutter, die ein Kind nach dem anderen auf die Welt brachte, ergeben und mit Hingabe aber wenig liebesfähig, denn sie kannte nicht einmal alle Namen der großen Kinderschar. Die erzkatholischen Eltern boten mit ihrer unermüdlichen Fruchtbarkeit einen Widerspruch in sich, und die Würde des Vaters ging darüber verloren. Zwölf Kinder und sieben Fehlgeburten waren das Ergebnis.
Veronica, die Icherzählerin, lebt mit ihrem flotten Ehemann und zwei Töchtern in einem adretten Reihenhaus. Durch die Familienereignisse gerät sie in eine schwere Lebenskrise.
Liam und Veronica schlossen sich einst eng zusammen und teilten Freude und Leid mit einander. Einer fühlte sich für den anderen verantwortlich, und Veronica stellt sich die Frage, ob sie diesem Anspruch wirklich gerecht geworden ist. Es gab da ein verdrängtes und bedrückendes Erlebnis für Liam anlässlich eines Besuchs bei ihrer Großmutter Ada.

Anne Enright schreibt meisterhaft und bedingungslos über die Gedanken, Gefühle und Erinnerungen ihrer Protagonistin. Unerbittlich gräbt sie in den tiefsten Tiefen der Seele und fördert geheime Gedanken zutage, die erschreckend sind, tragisch und wahrhaftig. Über Sex, den Tod, die Liebe, das Sterben und den Hass gehen die Reflexionen weit über das hinaus, worüber Menschen sich auslassen. Anlässlich der Trauerfeier für Liam findet noch einmal ein Familientreffen statt, und hier trifft man diejenigen, die übrig geblieben sind. Man lernt sie kennen, die Psychotiker, die Schüchternen, die Besonnenen und sieht, was aus den einzelnen geworden ist und wo sie geblieben sind.
Sie schreibt fast meditierend - nachdenklich, teilweise sarkastisch und ironisch, immer aber in einem hoch reflektierten Stil über Familienleben und Kindheit. Dabei vermischen sich in der Rückschau kindliche Fantasien mit den möglichen Varianten, wie alles gewesen sein könnte. Die persönliche Note erhält das Buch durch die besondere Art der Reflexion, in der sich gute und negative Erinnerungen begegnen und Vergangenes und Gegenwärtiges in einander verschwimmen.

Mit der ausgezeichneten Fähigkeit, sich realistisch und kritisch, bedauernd und zweifelnd der Gegenwart und Vergangenheit zu stellen und alles zu hinterfragen, steht Anne Enright in der Tradition so bedeutender Autoren wie James Joyce, Jonathan Swift, Samuel Beckett, G. Bernard Shaw und anderer. Dieser Roman gehört zu den Meisterwerken aktueller Neuerscheinungen und wird sicher viele Leser begeistern.
Die hervorragende Übersetzung von Hans-Christian Oeser ist ausdrücklich zu erwähnen!
Anne Enright wurde mit dem englischen Booker-Preis 2007 für ihren neuen Roman ausgezeichnet.
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Während die 'Brigitte' die "hinreißend gnadenlose Sprache" lobt, hebt das Feuilleton der renommierten FAZ die "atemberaubende Erzählkunst" der Autorin hervor. Verstehen kann man allerdings auch Positionen, die Anne Enrights Sprachstil zugegebenermaßen als gekonnt und künstlerisch wertvoll erachten, aber eben auch als langatmig, einschläfernd und gekünstelt empfinden. Selbst der geübte Leser kann sich zu Beginn des Romans dem Ausdrucksvermögen Enrights nicht entziehen, doch die Betonung liegt auf "zu Beginn", denn irgendwann kommt die Frage auf, wozu das alles? Ist die Sprache Trägermedium für eine narrative Botschaft oder wird sie hier doch nur als Selbstzweck verwendet?

Nach zähen und mitunter inhaltsarmen 190 Seiten entscheidet sich die Ich-Erzählerin, dass es Zeit ist "keine weiteren Geschichten mehr zur erzählen", sondern "endlich auszusprechen, was in dem Jahr, als ich acht war und mein Bruder Liam gerade neun, in Adas Haus geschah." Bis zu dieser grandiosen Erkenntnis muss man sich allerdings durch teilweise amüsante, erotische, tragische und leider auch weitestgehend belanglose Anekdoten der Ich-Erzählerin Veronica mühen, die nicht selten in keinem direkt erkennbaren Zusammenhang stehen. Und bei dieser langwierigen Aufgabe passiert es dann irgendwann, dass die wortgewaltige und bildreiche Sprache der Booker-Preisträgerin nicht mehr faszinierend, glaubwürdig und angemessen erscheint, sondern einfach nur aufgeblasen, ein Vehikel, welches die dürftigen Handlungsstränge versucht zu stützen oder gar zu tragen. Die hin und wieder eingepflegten Ausflüge ins Vulgäre wirken dabei eher unfreiwillig komisch, nimmt man sie der sich ansonsten so gewählt und differenziert ausdrückenden Veronica einfach nicht ab.

Verkopft ist wahrscheinlich die passende umgangssprachliche Bezeichnung für Enrights Werk, das zwar intime Einblicke in das geschundene Familienleben des Hegarty-Clans zulässt, dabei aber auf eigentümliche Art nicht zu fesseln vermag. Zu flach und farblos bleiben Enrights Charaktere und das trotz der ausufernden und ausschmückenden Sprachbemühungen - viel Lärm um nichts bzw. nicht viel könnte man zusammenfassend feststellen.
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4.0 von 5 Sternen Lesenswert
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Vor 5 Monaten von Karin veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Leider kein Lesevergnügen
Es gibt Bücher, die einen in ihren Bann ziehen und es gibt Bücher, die einen in die Flucht schlagen. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Froschkoenigin Coach veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen unangenehm (aber) tiefgehend
Den Enthusiasmus des Begleittextes und mancher Rezensionen kann ich nach der - vollständigen -Lektüre dieses Buches nicht teilen. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von V. Bracke veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Super
Also stillistisch und sprachlich nicht einfach zu lesen, aber trotzdem hatte ich Spass beim lesen, habe es sogar zwei Mal durchgelesen. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Stella Power veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Gemischte Gefühle...
...bei der Lektüre dieses Buches.

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