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33 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
ein wahrer Leckerbissen, 10. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Das Experiment. (Taschenbuch)
Den Roman "Das Experiment" der Gebrüder Strugatzki sollte mein vorerst letztes Werk von ihnen sein sein, nach 18 Romanen wollte ich mal wieder was anderes lesen. Da ich viele Erwartungen an "Das Experiment" hatte wollte ich dieses als krönenden Abschluss zu Gemüte führen. Und siehe da- ich wurde nicht enttäuscht. Hier liegt ein ausserordentlich interessantes Gedankenexperiment vor, in dem Menschen aus unterschiedlichen Zeiten und Ländern (also unterschiedlicher Ideologien) in eine fremde Stadt untergebracht werden und sich auf ein gemeinsames Zusammenleben einigen sollen. Interessent ist mitzuverfolgen wie sich die verschiednen Charaktere entwickeln und Nutzen aus der gegenwärtigen Situation ziehen. Da ist zum Beispiel der Fritz Geiger, ein unverbessericher Alt-Nazi der am Anfang von allen als Faschisten-Schwein verachtet wird, ihm aber schon bald ein "ordentliches Arbeiten" eingestanden wird... Immer wieder auftretende Mentoren "bewandern" ;-) die Bewohner mit neuen Denkansätzen und leiten sie in eine neue Zukunft. Ein wahnsinnig intelligentes und anspruchsvolles Buch, was trotzdem leicht und unterhaltsam zu lesen ist. Ein Vorwort und ein Nachwort von den Gebrüdern Strugatzki runden das Werk ab.
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30 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Das System beherrscht die Welt, 10. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Das Experiment. (Taschenbuch)
"Das Experiment ist das Experiment": Irgendwo im hinteren Russland leben Menschen in einer künstlichen Stadt, die von einer riesigen gelben Wand eingeschlossen ist. Morgens wird die 'Sonne' eingeschaltet, abends wieder aus. Die Menschen wissen, dass sie irgendwie Teil eines Experiments sind, sie werden auch durch geheimnisvolle Mentoren angeworben und betreut, aber sie wissen nicht, was das Ziel des Experiments ist. Sie leben vor sich hin, bekommen durch Computer immer wieder Jobs zugeteilt, und sie arbeiten als Rädchen mit oft sinnlosen Tätigkeiten in einem System, das niemand versteht. Ein unbestimmtes Gefühl der Angst besteht, die Stimmung ist eher depressiv bis düster, die Ereignisse zuweilen surrealistisch. Kafkaeske Zustände. Die Geschichte erzählt von dem Protagonisten Andrej Woronin, der vom Müllfahrer bis zum Stadtrat verschiedene Bereiche der Gesellschaft kennen lernt und beschreibt. Er leitet schließlich eine Expedition, die die Hintergründe des Experiments erkunden soll. Die Strugatzki-Brüder zählen zu den größten Science Fiction-Autoren der Welt, das "Experiment" ist ein Höhepunkt ihres Schaffenswerks. Das Buch wurde bereits 1977 geschrieben, durfte aber in der Sowjetunion erst 1989 nach der Perestroika veröffentlicht werden. Die Autoren schreiben selbst, dass es für einen heutigen Westeuropäer nicht leicht ist, die Subversivität dieses Werks zu erkennen. Es sind teilweise Nebensätze, die berühmte Zitate kritischer russischer Autoren darstellen und die unter der damaligen sowjetischen Zensur bereits zu gewagt waren. Beschrieben wird ein System mit totaler, aber versteckter Kontrolle, die der Einzelne nur indirekt spürt. Abgesehen von der Stadtmauer sind die Menschen nicht physisch gefangen, aber ihr Leben ist fremd gesteuert. Die Zustände erinnern etwas an Orwells "1984", oder umgekehrt, Winston Smith könnte auch in einer Behörde dieser Stadt gearbeitet haben. Es ist ein interessantes Buch, das allerdings seine Längen hat und mehr von der Stimmung lebt - am Ende bleibt vieles einfach offen.
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30 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Irrwitzig, 5. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Das Experiment. (Taschenbuch)
In diesem Buch geht es um eine Stadt die Bestandteil eines obskuren Experiments ist. Andrej, ein freiwilliger Teilnehmer dieses Experiments, lebt dort und versucht verzeifelt einen Sinn zu entdecken. Das ist an diesem Ort aber gar nicht so leicht, denn das Experiment ist das Experiment und ist die einzige Begründung für die vielen seltsamen Dinge. So wird z.B. die Stadt von Pavianen gestürmt; die Sonne wird ein und ausgeschalten; Häuser tauchen irgendwo auf und verschwinden nach einer Schachpartie wieder; usw.. Am Anfang des Buches ist Andrej noch Müllfahrer von wo aus er sich stetig hinaufdient. Bis eine Expedition gebildet wird und er die Grenzen des Experiments erforschen soll... "Das Experiment" ist ein ein sehr hochgeistiges Buch, daß sich die meiste Zeit mit den verschiedenen politisch/moralischen Gedanken von Andrej beschäftigt. Trotzdem wird die Handlung vorangetrieben. Fazit: Ein tolles Werk mit extrem vielen guten Einfällen. Ein Buch das zwar ein hohes Niveau hat, aber deshalb noch lange nicht langweilig ist. P.S.: Leider habe ich den Schluß nicht verstanden.
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