Produktinformation
|
Tags(Was ist das?)Bei einem Tag handelt es sich um ein Schlagwort, das zum Produkt passt.
Tags erleichtern allen Kunden die Suche und die Sortierung ihrer Lieblingsprodukte. |
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Rezension,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Evangelium der Naturwissenschaften (Unbekannter Einband)
Dieses Buch handelt über die Eingliederung allen Wissens in ein umfangreiches Konzept.Der Autor beschreibt mit durchaus interessanten Daten und Anekdoten alle wissenswerte Bereiche der Physik, Biologie, Erdgeschichte etc., um sie dann in Physik, Evolution, Emergenz und Transzendenz einzugliedern. Danach kommt sozusagen die geistliche Ebene (Exegese), in der u. A. geschildert wird, wie der Mensch in Zukunft mit Robotern evolutiv auskommen wird. Im 1. Buch - Physik - werden u. A. das wichtige „anthropische Prinzip“ in seiner schwachen und seiner starken Form erklärt. Demnach ist die Welt „wie für uns geschaffen“, was uns natürlich vor der großen Frage stellt - warum eigentlich? Sind wir also doch so einzigartig? Im 2. Buch - Evolution - beginnt der Autor mit der Idee der Gaia-Theorie, der nach, die gesamte Erde ein sogenannter „Supraorganismus“ ist, das sich selber fördert indem es seine eigene Atmosphäre durch Lebewesen unterhalb der Menschebene kontrolliert. Ein Gänseblümchen wäre u. U. imstande die gesamte Erde zu bevölkern und sie bewohnbar oder nicht zu machen. Der Mensch ist dem Autor nach eher ein letzteres Glied im Rahmes des Wichtigen auf der Erde, ist jedoch auch Anfangspunkt für eine neuartige Art der Evolution - nämlich derjenigen der Moral und der Gesellschaft. Im 3. Buch - Emergenz - wird dieser menschliche Eingriff in die Schöpfung noch viel deutlicher, da der Mensch Technologie produziert, die sich gewissermaßen verselbstständigen und eine Evolution der sogenannten „Technea“ initiieren kann. Dennoch sind Roboter nicht geisteslos und wir werden von ihnen lernen, genauso wie sie von uns. Im 4. Buch - Transzendenz - geht es um die Weiterführung des Lebens im gesamten Universum. Vermutlich sind bereits von anderen Zivilisationen getragen, Technea in Raumschiffen auf dem Weg in alle nur erdenklichen Orte des Universums, um sie zu kolonisieren. Der Mensch tritt in den Hintergrund. Alles in einem handelt es sich um ein ganzheitliches Buch, in dem der Autor uns offenbar mitteilen möchte, dass alles zusammengehört und wir mit unserem handeln und auch selbst durch unsere eigenen Existenz das Universum nachhaltig verändern werden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass durch die Erforschung, etwa des Vakuums, Technologien gefunden werden, die das Universum überhaupt in Frage stellen - so wie wir es heute kennen. Ein interessantes Buch für wissenschaftliche Einsteiger und für alle diejenigen, die konkrete Daten über spannende Themen erhalten wollen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein moderner Gottesbeweis?,
Von Klaus Windhöfel (Wetzlar Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Das Evangelium der Naturwissenschaften (Unbekannter Einband)
Der Untertitel des Buches verrät die Intention des Autors: Eine naturwissenschaftlich begründete Theorie über Gott. Es geht demnach nicht um den Glauben an Gott, sondern um das, was man rational, mit den Methoden wissenschaftlicher Theoriebildung und Welterklärung empirisch und nachvollziehbar von Gott aussagen kann. Hier redet er ganz als Wissenschaftler. Er spart nicht mit Kritik an der kirchlichen Glaubenspraxis: <Die meisten von uns leben mit der festen inneren Überzeugung, dass unser Dasein einen transzendenten Sinn erfüllt. Aber die Kirchen sind offenbar nicht willens oder fähig, sich den modernen Herausforderungen des Seins anzupassen und büßen damit im wahrsten Sinne des Wortes ihre "Glaubwürdigkeit" ein.> S. 302 Darin liegt zweifellos eine Stärke seines Versuchs, Gott als existenznotwendig zu erweisen, Gott, den er keineswegs als physikalisches Prinzip betrachtet, wie man es von einem Wissenschaftler erwarten könnte, sondern ganz bibelgetreu als Person: sich den Herausforderungen zu stellen und das heißt konkret, das naturwissenschaftliche Weltverständnis, das wir alle mit der Muttermilch in uns aufgenommen haben, ernst zu nehmen und in seinem Kontext Gott zu begründen. Der Zentralbegriff, der sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht, ist die Evolution, die bereits im Urknall begann, von der Biosphäre in die Kultur-und Geistesgeschichte der Menschheit und von dort in die Sphäre der Technik übergeht (Technaea). Damit ist eine entscheidende neue Stufe in der Entwicklung erreicht. Der Autor nennt solche im Laufe der Evolution auftretenden Qualitätssprünge "Emergenz" als Beweis dafür, dass immer wieder völlig neue Eigenschaften und Möglichkeiten entstehen, die sich aus der Summe ihrer vorausgehenden Teile nicht erklären lassen. Die Technaea wird die Biosphäre allmählich ablösen, weil das irdische Leben auf Dauer aus physikalischen Gründen zum Untergang verurteilt ist und kaum geeignet wäre, sich im Weltall auszubreiten. Damit ist das Leben jedoch keineswegs zu Ende. Computer gesteuerte Maschinen sind nach der Definition des Autors ebenfalls lebende Wesen und sie werden schließlich in der Lage sein, das gesamte Universum zu besiedeln. Schließlich gipfelt alles am Ende in einem Megacomputer, der in der Lage sein wird, uns einfache und arme Menschen zu emulieren, d.h. als digitale Wesen in einem virtuellen Raum auferstehen zu lassen. Dieses komplexe Gebilde am Ende der Entwicklung nennt er Gott, der allwissend sein wird, da er alle im Laufe der langen kosmischen Evolution erworbenen Informationen gespeichert haben wird. Nur er vermag dann den Kosmos nach Erreichen seiner maximalen Ausdehnung gezielt in sgn. Taub-Kollapsen implodieren zu lassen, was dann dazu führt, dass das Leben (genauer: das virtuelle Äquivalent von Leben) bis in alle Ewigkeit weiter existieren wird. Dabei nimmt der Autor eine Teleologie der Evolution an, d.h. sie verläuft zielbestimmt auf den Endzustand Gott hinaus als Stufe der höchsten Komplexität. Alles entwickelt sich zwangsläufig, so z.B. die Computertechnologie, die ja die Voraussetzung für das Auftreten intelligenter, sich selbst reproduzierender Maschinen ist, so z.B. das Internet, das eine Art höheres Weltbewusstsein schafft. Auch die Abenteuerlust des Menschen, in den Weltraum vorzudringen, erklärt der Autor mit den Gesetzen der Evolution. Der Autor bezieht sich auf ein sogenanntes kosmologisches Schleifenmodell, das auf John Wheeler zurück geht, von dem er sich meines Wissens später wieder distanziert hat. Es besagt, dass der Kosmos sich selbst erschafft, indem er sich durch nachträgliche Beobachtung (in der Quantentheorie, der Lehre von den subatomaren Teilchen, ist der Beobachter von entscheidender Bedeutung) realisiert. Dr. Manzel greift diese Spekulation auf und überträgt sie auf Gott. Gott ist der komplexe Endzustand der kosmischen Evolution. "Alles hängt von der Beobachtung Gottes ab, dessen Teil wir sind" S.299 Ich halte dieses Buch für lesenswert. Es bietet einen leicht verständlichen Einblick in das Anthropische Prinzip, einen umfangreichen Überblick über die kosmische, biologische und technische Evolution. Es ist lebendig geschrieben, enthält zahlreiche Beispiele, greift auch Inhalte aus der Spieltheorie auf - und vor allem kommt es im Gegensatz zu Tipler, dessen Theorie der Autor aufgreift, ohne langwierige physikalisch-mathematische Ausführungen aus. Ein bisschen Wissen und Interesse für Kosmologie und Natur vorausgesetzt, wird kein Leser beim Verstehen der Hauptgedanken des Autors Schwierigkeiten haben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
|