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Das Eva-Prinzip: Für eine neue Weiblichkeit
 
 
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Das Eva-Prinzip: Für eine neue Weiblichkeit [Taschenbuch]

Eva Herman
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Goldmann TB (1. Dezember 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442154626
  • ISBN-13: 978-3442154623
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 12,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (131 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 10.916 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Eva Herman
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Herman präsentierte ihr Gedankengut über die Folgen der Emanzipation bei Johannes B. Kerner und Frank Plasberg [Hart aber fair]. Laut dem Marktforschungsinstitut Media Control stößt sie vor allem beim weiblichen Publikum auf großes Interesse." (Focus )

Kurzbeschreibung

Mutig, engagiert, provokant: das Buch, das in Deutschland eine Debatte über Mutterschaft und Emanzipation auslöste

Karriere? Familie? Heimchen oder Rabenmutter? Deutschland diskutiert hitzig über die Rolle der Frau: Ist der wirtschaftliche und gesellschaftliche Druck stärker als das Glück des Mutterseins und die Freude am Frausein? Eva Herman, ehemalige Tagesschausprecherin und Mutter, plädiert für die Rückbesinnung auf weibliche Stärken. Mit ihrer Streitschrift hat sie einen empfindlichen Nerv unserer Gesellschaft getroffen.


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167 von 186 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Zugegeben: Die Namen der schönen Blondinen, die mir die abendlichen TV-Nachrichten vorlesen, waren mir stets schnuppe, und es gibt unterhaltsameren Show-Bizz als unsere Talk-Shows. Ich bekenne, vor dem Rauswurf von der spätbraun gescholtenen Eva ebensowenig wie vom mutig-coolen Johannes nie etwas gehört oder gelesen zu haben. Auch der nachfolgende Medienknall ließ mich unberührt. Erst das Ergebnis zweier auffällig einander widersprechender "repräsentativer Umfragen" im Magazin der Süddeutschen Zeitung weckte mein Interesse: Weit mehr als 50 % der Bundesbürger meinten, die wichtigste gesellschaftliche Rolle der Frau liege in ihrer Verantwortung für Kinder, Familie und ein harmonisches Heim. In offensichtlichem Widerspruch dazu verurteilten aber ganze 75 % der Bundesbürger Hermans "Eva-Prinzip" als "falsch und überholt" - und applaudierten sogar der fristlosen Kündigung ihres Arbeitsverhältnisses beim NDR:
Was bedeutet überhaupt ihr "Eva-Prinzip", was macht es so brisant? Und: Wie steht es mit dem Grundrecht der freien Meinungsäußerung, wie mit unserer Pressefreiheit, die - so unser höchstes deutsches Gericht - auch überzeichnete, gar extreme Äußerungen ermöglicht und vor obrigkeitlicher Maßregelung schützt, wie steht es mit dem arbeitsrechtlichen Kündigungsschutz angesichts eines fast 20-jährigen Dienstverhältnisses, kurzum: das Buch mußte her und war sogleich gelesen.
Bereits während der Lektüre trafen mich zahlreiche ablehnende, von Männern auch über das weibliche Geschlecht witzelnde, selten neugierige Kommentare meiner Mitmenschen,. Gelesen hatte das Buch niemand, wenige hatten die Hinauswurf-Show gesehen. Nach einigen Kapiteln konnte ich mich zum Inhalt äußern und befand mich unversehens immer wieder in einer Debatte über Emanzipation, Karriere, Mutterschaft, Kinder und Lebensglück - das Thema ist virulent wie selten zuvor. Meinem dann aufkeimenden Gedanken, der Hinauswurf könnte nur ein PR-Gag für die Verkaufszahlen des Buches gewesen sein, machte die weitere Lektüre alsbald ein schnelles Ende.

Ich erkannte: Hier schreibt ein Mensch in der Mitte seines Lebens sehr subjektiv, aber ehrlich bemüht. Ein Mensch, der auf dem Gipfel einer langen Traumkarriere steht, der viele Jahre Arbeit rund um die Uhr hinter sich hat, sich bislang ausschließlich über seinen Beruf definiert hat, dort allseits uneingeschränkt Anerkenung gefunden hat, ja, vom Publikum mehrmals zur beliebtesten Moderatorin Deutschlands gekürt worden war. Dieser Mensch stellt nun die Fragen, die er bislang nicht stellen konnte, etwa nach dem gesellschaftlichen Sinn seines Lebens oder der Bedeutung privaten Lebensglücks. Dieser ein halbes Jahrhundert auf diesem Planeten lebende Mensch - das Geschlecht ist zunächst gar nicht relevant - fragt rückblickend kritisch, ob er heute hinter seinem bisherigen Leben stehen kann, das beruflich ohne jeden Misserfolg, privat allerdings nicht so erfüllend verlaufen ist. Letztere Erkenntnis macht ihn unzufrieden, frustriert ihn. Er versucht, anders als viele in ähnlicher Erkenntnissituation, Ursachen herauszufinden, analysiert eigene und fremde Erfahrungen, fragt anerkannte (namentlich bezeichnete) Wissenschaftler und plädiert schließlich für eine Verhaltensüberprüfung und -änderung in allen gesellschaftlichen Institutionen. Das beste ist, er will eine breite Öffentlichkeit an den Erfahrungen seines herausragenden Lebens teilhaben lassen. Er will die Öffentlichkeit damit konfrontieren, zur Diskussion anregen, ja möglichst im Interesse seiner Mitmenschen, gleich welchen Geschlechts, erreichen, dass diese das, was ihn unglücklich macht, was er retrospektiv anders gemacht hätte, nicht unreflektiert wiederholen bzw. erleiden müssen.
An manchen Stellen könnte zwischen den Zeilen auch eine Entschuldigung für vergangenes eigenes Fehlverhalten oder ein Hilfeschrei stehen. Dieser Mensch ist nun zufällig eine Frau, und ihre Lebenserfahrungen und Erkenntnisse stellen die herrschenden Thesen der Emanzipation, angefangen vom "nur kleinen Unterschied" über den "anerzogenen Zwang zur Heterosexualität" bis hin zur "frühestmöglichen Säuglingsabgabe im Berufsinteresse" kritisch in Frage. Ihre Argumentation ist sachlich, wird an vielen Stellen wissenschaftlich gestützt und belegt - menschlich, natürlich, vorurteilsfrei, modern und gesellschaftlich zukunftsorientiert. Es wird auf keiner Seite des Buches die Rückkehr des Heimchens an den Herd oder die Gebärmaschine propagiert. Sie schreibt dem Frauenbild im Nationalsozialismus seitenlang ein vernichtendes Urteil (S.134 - 139), aber auch der Kleinstkinderaufzucht in der DDR.
Zitat: "Was viele nicht wissen: Unsere distanzierte Haltung zu unseren Kindern steht auch in einem direkten Zusammenhang mit einem der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte, dem Dritten Reich. Die Theoretiker des Nationalsozialismus erkannten früh, dass die Frage der Kindererziehung höchste politische Relevanz hatte. Das beschränkte sich nicht auf die erwünschte Steigerung der Geburtenrate, die sich in der Auszeichnung mit dem "Mutterkreuz-Orden" für Frauen mit vielen Kindern ausdrückte. Es traf vielmehr die konsequente Einflussnahme auf den vormals privaten, familiären Bereich von Geburt, Mutterschaft und Säuglingspflege. Es ging nicht nur darum, "dem Führer Kinder zu schenken", sondern die Kinder so früh wie möglich nach den Maßgaben des nationalsozialistischen Menschenbildes zu formen. Betrachtet man diese ideologischen Grundlagen, wird schnell klar, dass der Hitler-Staat alles daransetzte, jeden gesellschaftlichen Bereich zu kontrollieren und jede private Nische zu vernichten, in der sich individuelle Lebensformen entwickeln konnten. Verwirklichen ließ sich das nur, indem die Gruppe, das Kollektiv, die "Volksgemeinschaft" über den einzelnen Menschen gestellt wurde, eine Ideologie, die wir auch im DDR-Sozialismus immer wieder beobachten konnten. Damit wurden Kinder zum Politikum. Um ihre Erziehung zu nationalsozialistischen Bürgern zu gewährleisten, solten sie der elterlichen Fürsorge so früh wie möglich entzogen werden. Es gab nur ein Problem: die emotionale Bindung der Eltern an ihre Kinder. "
Sie setzt dann fort, wie perfide der Nazi-Staat versuchte, diese Bindung systematisch zu zerstören.
"All das klingt heute erschreckend, die politischen Folgen sind bekannt." (S.144).

Jeder, der Eva Herman die sachliche Diskussion verweigert und sich auf das braune Totschlagargument, das ihre öffentliche Hinrichtung durch Kerner zur Folge hatte, beschränkt, hat das Buch nicht gelesen und hat fairen Widerspruch verwirkt, er argumentiert auf der Ebene von Goebbels und von Schnitzler.

Eva Hermans im einzelnen belegte Erlebnisse und Folgerungen daraus - das Eva-Prinzip genannt - lauten sehr verkürzt: Der Feminismus beruht ideologisch auf der Marxschen These, Menschsein definiere sich ausschließlich aus Arbeit und Beruf Eine These, die sich zwischenzeitlich als überholt erwiesen habe. Männer und Frauen sind gleichwertig, aber nicht gleich. Partnerschaft soll die Vorgaben der Natur nicht unterdrücken, sondern darauf aufbauen. Mancherlei Dinge kann Frau eben besser als Mann, bei anderen ist es umgekehrt. Jeder Mensch soll herausfinden dürfen, welche Lebensform er für sich wünscht und diese auch frei von staatlichen oder gesellschaftspolitischen Vorgaben leben dürfen, ohne diskrimiert oder lächerlich gemacht zu werden. Gefordert wird mehr staatliche und gesellschaftliche Toleranz gegenüber solchen Lebensentscheidungen, weg von gesellschaftlichem Einheitsdenken. Jede Frau soll ohne feministische Denkvorgaben aus Schule, Medien oder Politik ihre eigene Lebensplanung unbeeinflußt, ggfs. in Abstimmung mit ihrem Partner, entscheiden, egal ob sie kinderlos Karriere und Unabhängigkeit bevorzugt, ausschließlich in ihrer Familie ihr Glück, Lebensfreude und -erfüllung findet oder beides kombinieren will. Für die Zukunft unserer Gesellschaft hält sie persönlich aufgrund einer detaillierten Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben allerdings eine Entscheidung der Frau zugunsten der Familie für vorteilhafter, zumal sie dies aufgrund ihrer biologischen Vorgaben besser als ein Mann kann.

Das Buch stellt diese Thesen argumentativ nachvollziehbar dar. Es ist der ernsthafte Versuch einer Problemlösung, die Schäden von unseren Nachkommen abwenden will, indem sie die bestausgebildete Frauengeneration aller Zeiten zu Kritikfähigkeit gegenüber eigenem Verhalten auffordert. Ihre Thesen finden schließlich sachlich breite Zustimmung im Volke (zum Unwort des Jahres 2007 ist soeben mit großer Mehrheit der Begriff "Herdprämie" gewählt worden, mit dem Frauen diskriminiert werden, die ihre Kinder zu Hause aufziehen wollen und einen Krippenplatz ablehnen). Gleichwohl hat die Verfechterin solcher Ansichten den Zorn aller Nur-Karrierefrauen und Emanzen, die im Volke gerade nicht zur schweigenden Mehrheit zählen, auf sich gezogen. Alice Schwarzer, Thea Dorn, Desiree Nick, Iris Radisch und unsere ideologischen Meinungswächter beiderlei Geschlechts haben prompt reagiert. Sie tun ihrer Geschlechtsgenossin bitter Unrecht: Denn diese hat in bester Absicht für die Zukunft unserer Menschen unter höchstpersönlicher Lebenskritik zum Nachdenken aufgefordert - nicht mehr und nicht weniger - und ohne Nazipropaganda. Lesen Sie weiter... ›
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244 von 281 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Um die Diskussion mal auf eine sachliche Ebene zu bringen, möchte ich hier mal für alle, die das Buch noch nicht kennen, zitieren, was Eva Herman über die Zeit des Nationalsozialismus schreibt:
"Was viele nicht wissen: Unsere distanzierte Haltung zu unseren Kindern steht auch in einem direkten Zusammenhang mi einem der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte, dem Dritten Reich. Die Theoretiker des Nationalsozialismus erkannten früh, dass die Frage der KIndererziehung höchste politische Relevanz hatte. Das beschränkte sich nicht auf die erwünschte Steigerung der Geburtenrate, die sich in der Auszeichnung mit dem "Mutterkreuz-Orden" für Frauen mit vielen Kindern ausdrückte. Es traf vielmehr die konsequente Einflussnahme auf den vormals privaten, familiären Bereich von Geburt, Mutterschaft und Säuglingspflege. Es ging nicht nur darum, "dem Führer Kinder zu schenken", sondern die Kinder so früh wie möglich nach den Maßgaben des nationalsozialistischen Menschenbildes zu formen. Betrachtet man diese ideologischen Grundlagen, wird schnell klar, dass der Hilter-Staat alles daransetzte, jeden gesellschaftlichen Bereich zu kontrollieren und jede private Nische zu vernichten, in der sich individuelle Lebensformen entwickeln konnten. Verwirklichen ließ sich das nur, in dem die Gruppe, das Kollektiv, die "Volksgemeinschaft" über den einzelnen Menschen gestellt wurde, eine Ideologie, die wir auch im DDR-Sozialismus immer wieder beobachten konnten. damit wurden Kinder zum Politikum. Um ihre Erziehung zu nationalsozialistischen Bürgern zu gewährleisten, solten sie der elterlichen Fürsorge so früh wie möglich entzogen werden..." S. 140/141

Soweit das Zitat. Im weiteren Verlauf des Textes wird dieser Zusammenhang noch näher ausgeführt. Ihr Resümee dieses Themas lautet:

"All das klingt heute erschreckend, die politischen Folgen sind bekannt."
S.144

Ich würde all jenen, die Eva Herman in die Nähe des braunen Sumpfes rücken möchten, empfehlen, doch erst mal ihre Bücher zu lesen, aber offenbar ist das sogar bei bisher als seriös eingeschätzen Journalisten (z.B. J.Kerner)
zu viel verlangt. Ich habe die Sendung gestern gesehen und kann nur sagen, wer in dieser Manier Gäste vorführt und an den Pranger stellt, sollte mal darüber nachdenken, ob er mit seinem Job nicht überfordert ist.
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99 von 119 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Eva-Wahrheit 21. Oktober 2007
Von schneckle
Format:Gebundene Ausgabe
Nachdem Eva Herman seit Wochen unter Beschuss steht, habe ich mir das Buch nun auch besorgt und von vorne bis hinten durchgelesen - und muss sagen, dass ich den Wirbel um ihre Person absolut nicht verstehe.
Ich denke, dass viele ihrer Kritiker, die den Inhalt ihres Buches auf "Frauen zurück an den Herd" und "Emanzipation ist Mist" reduzieren, ihr Anliegen nicht begriffen oder das Buch schlicht und ergreifend nicht gelesen und sich der Einfachheit halber gleich dem immer größer werdenden Motzer-Mob angeschlossen haben.
Sicher ist das Buch keine literarische Bestleistung, liest sich stellenweise etwas holprig und wiederholt sich oft, aber Fakt ist, dass am Inhalt viel Wahres dran ist. Auch ich frage mich oft, warum sehr viele Mütter, die aus rein finanziellen Aspekten betrachtet nicht arbeiten müssten, sich im Alltagswahnsinn zwischen Haus, Kinderkrippe/Kindergarten und Büro aufreiben, oft genervt sind und eigentlich nur noch herumhetzen - und sogar selber zugeben, dass sie mit ihren Leben überfordert sind. Viele dieser Frauen werden Eva Herman sicher absolut recht geben. Aber was treibt sie? Ist es wirklich nur das Mutter- und Hausfrauendasein, das ihnen auf den Kopf fällt? Oder ist es nicht vielmehr die fordernde und immer kritisscher werdende und sich in alles einmischende Gesellschaft, die ihnen nicht (mehr) zugesteht, einfach "nur" Hausfrau und Mutter zu sein? Wie kann es denn angehen, dass Moderatoren wie Günther Jauch eine dreifache Mutter fragen, was sie beruflich macht? HALLO?
Eva Herman stellt genau das in Frage, nicht mehr und nicht weniger, und ich finde, dass das ihr gutes Recht ist. Sie spricht das aus, das Viele denken - es ist nur schade, dass ihr derart über den Mund gefahren wird.
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Veröffentlicht am 11. März 2010 von verena
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