... der seine gruseligsten Stellen diesmal aus H. P. Lovecrafts Fantasy-Erzählungen schöpft, dann aber auch wieder ein herrlich komisch und voller Parodien auf das Genre steckt. Ein Buch, das außerdem noch philosophisch ist und nützliche Ratschläge zum Großziehen von Kindern bereithält. Außerdem setzt sich dieser Roman für die Emanzipation und gegen verknöcherte Gesellschaftsstrukturen ein. Und die Handlung ist richtig spannend. Also weg mit den Vorurteilen gegen die angeblich seichte Fantasy-Literatur! Pratchett ist ein gebildeter Autor und schafft auch Lesevergnügen für den geistig Anspruchsvollen. Daher eignet sich das Buch für ein besonders breites Publikum und ich empfehle es besonders für Jugendliche ab zwölf.
Komisch und voller Humor wird die alte Oma Wetterwachs beschrieben, die in weiteren Pratchett-Romanen vorkommt: Ihre Altjungfernhaftigkeit in Verbindung mit ihren Schwierigkeiten, als Hexe vom Lande in einer Großstadt zurechtzukommen, schaffen viele witzige Dialoge und wunderbare Slapstick-Komik. Aber auch viele andere Figuren in diesem Scheibenwelt-Roman sind so lebendig, farbenfroh und auch wieder lebensecht geraten, dass man glaubt, sie aus der Nachbarschaft zu kennen.
Ich freue mich schon auf den nächsten Band von Pratchett - Es gibt ja noch so herrlich viele!