Trotz des sehr veralteten und sehr einfachen Stils vermögen die Romane Dominiks immer noch fesselnd zu unterhalten. Dies liegt nicht zuletzt an den in fast jeden Buch auftauchenden internationalen Intrigenspielchen, aus denen fast immer der (meist deutsche) Held als Sieger hervorgeht. Ein Strickmuster, von dem Dominik fast nie abweicht, das er aber auch immer wieder gekonnt variiert. Handlungsmäßig sind deshalb die Werke Dominiks, hat man sich erst einmal an den eigenwilligen Stil gewöhnt (Dominik bringt es zum Beispiel ohne Probleme fertig, mitten im Satz die Zeit zu wechseln), allererste Sahne, was man von seinen Charakterbeschreibungen keinesfalls behaupten kann. Dies verwundert allerdings kaum, war Dominik doch gelernter Ingenieur (und Inhaber mehrerer Patente), so daß es leicht erklärlich ist, daß die technischen Beschreibungen wesentlich besser gelungen sind als die Charaktere. Hat man allerdings keine Probleme, sich an den eigenwilligen Stil Dominiks zu gewöhnen, wird man sehr schnell, besonders wenn technisch interessiert, zu einem Fan. Und mit dieser Edition tut Heyne jedem Dominikfan einen großen Gefallen: Neben einer (sehr) behutsamen Anpassung der alten Texte enthält auch dieser Band Fußnoten zu Fachbegriffen, mehrere Farbfotografien von Covern älterer Ausgaben des Romans, einen Überblick über Leben und Schaffen Dominiks und auch einige von diesem verfaßte Essays über zukünftige technische Möglichkeiten.
Fazit: Für den Dominikfan ein wahrer Born, für Otto Normalleser allerdings, gerade wegen Dominiks mehr technikorientiertem Stil, nur bedingt geeignet. Wer allerdings trotzdem zugreift, wird mit einer mehr als opulenten Ausstattung belohnt. Als Dominikfan von mir natürlich (auch wegen der Ausstattung)