"Das Erbe der Kaffeeprinzessin" hat mir fast noch besser gefallen als Frau Engels Erstling:
Obwohl es sich in der Synopsis so anhört als ob sich der Hauptteil der Fortsetzung um Teresa Andreesen dreht, geht die Geschichte nach einem kurzen Prolog im Jahre 1956 zurück in die Zeit von 1934 - 1948 und etwa die Hälfte des Buches dreht sich zunächst in erster Linie um Felicitas Andreesen, die "Kaffeeprinzessin", in zweiter Linie um die gesamte Familie Andressen während des Dritten Reiches und nur rudimentär um Teresa Andreesen. Durch politische Umtriebe ihres zweiten Ehemannes gerät Felicitas in die Fänge der Nationalsozialisten. Sie begibt sich auf eine Gratwanderung als sie versucht, ihre Lieben und die Firma vor den Auswirkungen des Hitlerregimes so gut wie möglich zu schützen....Ihre jüngste Tochter Teresa tritt nach dem Krieg Felicitas Erbe an und muss dabei nicht nur um die Firma, sondern auch um ihre grosse Liebe kämpfen....
"Das Erbe der Kaffeeprinzessin" ist wohl in erster Linie ein Roman für Frauen, denn es geht auch hier wieder hauptsächlich um Frauen, die sehr stark und für ihre Zeit erstaunlich emanzipiert sind und dennoch ihren Weg finden müssen - sei es in Bremen, Berlin, Paris oder in Brasilien. Ich denke, mich hat die Lektüre aber nicht nur *deswegen* so bewegt, sondern auch weil die Autorin wieder einmal brilliant recherchiert und die Familiengeschichte der Andreesens äusserst geschickt mit der Zeit des Dritten Reiches verknüpft hat. Teils zwar sehr bedrückend, aber ich konnte mich sehr gut mit den Protagonistinnen identifizieren.
Fazit: Für mich ein sehr gelungenes Leseerlebnis, das ich sehr gern weiter empfehle! Dürfen wir hoffentlich noch mit einem dritten Band um die Familie Andreesen rechnen?