Dieser Roman ist die Fortsetzung von Sybille Schröders Die Lebküchnerin" und er steht dem 1. Teil an Spannung in nichts nach. Schon zu Beginn wird man gefangen genommen von den Geschehnissen und wird davon nicht mehr losgelassen.
Die Erfinderin des Benedictenlebkuchens Benedicta von Ehrenreit, die wir auch schon aus der 1. Folge kennen, ist nach einem mysteriösen Treppensturz schwer verletzt und kann nur noch kurz vor ihrem Tod ihrem Mündel Bianca, der Braut ihres Enkels Andreas, das geheime Lebkuchenrezept verraten. Andreas ist in dieser Zeit über die Alpen auf dem Weg nach Venedig, um Pfeffer zu kaufen. Sie hat in ihrem Testament verfügt, dass Andreas ihr Erbe sein wird, mit der Unterstützung von Bianca.
Doch sie hat nicht mit der Verruchtheit ihres Bruders Artur und dessen Sohn Bruno gerechnet, die nicht nur das echte Testament stehlen und mit Unterstützung eines angesehenen Stadtrats sich selbst als Erbe einsetzen, sondern auch nicht vor Mord und größter Brutalität zurückschrecken. Sie schaffen es das Ganze so hinzustellen, dass Bianca das alles zur Last gelegt und sie zum Tode verurteil wird.
Da sie jedoch das Lebkuchenrezept brauchen, das nirgends niedergeschrieben ist und Bianca es auch unter Folter nicht verrät, wird sie begnadigt und aus Nürnberg verbannt. Sie begibt sich auf den Weg Richtung Venedig, um ihren geliebten Andreas zu treffen und zu warnen und ahnt nicht, dass man sie auf Schritt und Tritt verfolgt. Eine beschwerliche, aufregende und gefährliche Reise beginnt.
Ich kann diesen historischen Roman nur empfehlen, und für den Leser des 1. Teils sollte er ein muss sein.