81 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Immer noch ohne Konkurrenz!, 31. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Das Enneagramm: Die 9 Gesichter der Seele (Taschenbuch)
Viele Jahre arbeite ich bereits mit dem Enneagramm. Nach vielen anderen Typologien und dem Versuch, im Umgang mit Mitmenschen Strukturen erkennen und beschreiben zu können, die hilreich sind, habe ich im Enneagrammbuch von Richard Rohr und Andreas Ebert ein Buch gefunden, dass noch heute einen Ehrenplatz im Regal hat.
Ich habe nie davor oder danach erlebt, dass so viele Menschen bis in ihr Innerstes berührt wurden, weil sie sich im Enneagramm so treffsicher wiederentdeckt haben. Kein Buch von dem ich wüßte, bei dem mehr Menschen geweint haben, weil sie sich erkannt, ja manchmal auch ertappt gefühlt haben.
In dieser Prägnanz und Klarheit kenne ich nichts vergleichbares!
Dabei gibt es m.E. nach ein deutliches Gefälle zwischen dem Hauptteil mit den 9 Typenbeschreibungen und dem folgenden Teilen. Der Hauptteil hat eine Dichte, der man anmerkt, dass hier etwas über Jahrzehnte in seelsorgerlicher Arbeit verdichtet und dann nieder geschrieben wurde. Da kommen die folgende Abschnitte nicht mehr annähernd heran.
In der Folge habe ich eine Vielzahl anderer Enneagrammbücher gelesen. Aber nie wieder eine so dichte, intensive Erfahrung gemacht, wie bei Rohr.
Wichtig: das Enneagramm ist in erster Linie ein Buch zur SELBST-Entdeckung! Dafür ist es enorm wertvoll. Und es hilft Zusammenhänge im mitmenschlichen Geschehen zu verstehen, die mir und vielen Freunden zuvor verschlossen geblieben waren.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Guter Ansatz, aber nicht der Weisheit letzter Schluss, 21. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Das Enneagramm: Die 9 Gesichter der Seele (Taschenbuch)
Ich kenne das Enneagramm schon seit ca. 10 Jahren, aber aus einer weniger detaillierten Quelle. Dieses Buch dagegen hat meine Lebenseinstellung ziemlich verändert und die Art, wie ich meine Mitmenschen einschätze, stark beeinflusst und auch erleichtert. Trotzdem einige Kritikpunkte:
1) Rohr und Ebert nennen zur besseren Erläuterung zu jedem Charaktertyp einige Beispiele, zum Teil Menschen, die selbst gekannt haben. Ich halte es aber für zweifelhaft, das auch zu tun mit Personen, die man NICHT persönlich gekannt hat. Man kann sich nun darüber streiten, ob z.B. Marilyn Monroe eine Vier mit starkem Dreier-Flügel war oder eine Sechs in der Dreier-Falle; das könnte sie am ehesten beurteilen, kann es aber nicht mehr. Ähnliches gilt für Mutter Teresa; ob Zwei oder Acht, das kann man nach ihrem Tod kaum noch beurteilen. Und Shakespeare eine Vier...? Dafür hatte er manchmal eine ziemlich deftige Sprache. ;-)
2) Ähnliches gilt für die genannten Symboltiere, Symbolländer oder Heilige bzw. Schutzpatrone. Sie sollen bei der Typerklärung helfen, aber sie sind subjektiv ausgesucht und nicht jeder Typ wird sich damit identifizieren können.
3) Einige Statements grenzen an Beleidigung. Welche Sechs lässt sich wohl gerne sagen, dass es ihre Lebensaufgabe sein soll, "Hilfsarbeiten" auszuführen? Oder welche Vier wird sich gern sagen lassen, dass es ihre Aufgabe sei, die Welt zu "dekorieren"?
4) Alles in allem merkt man recht deutlich, dass Rohr und Ebert eine Eins bzw. eine Zwei sind. Sie kennen ihren eigenen Enneagramm-Typus sehr gut, können sich aber in die anderen manchmal nicht so gut einfühlen und neigen eher dazu, diese zu unter- als zu überschätzen. (Als Symbol-Heilige" für die Eins darf interessanterweise sogar die Muttergottes Maria herhalten... Nun gut, von der Idee, bei Jesus Christus habe es sich um eine "erlöste Zwei" gehandelt, sei man inzwischen abgekommen ;-)
Es gibt zwei auffallende Seltsamkeiten bzw. Widersprüche: der Stresspunkt des einen Typs ist gleichzeitig der Trostpunkt seines Stresspunkts (z.B. ist die Eins der Stresspunkt der Sieben, aber Sieben ist der Trostpunkt der Eins!) und die größte Schwäche der einen Zahl ist in der nächsten mit auffallender Intensität aufgehoben (Hauptfehler der Neun ist z.B. die Faulheit, und die Eins ist die fleißigste von allen). Das mag seine Gründe haben, aber sie werden leider nicht erklärt.
Man sollte nicht vergessen, dass es sich beim Enneagramm um eine Erfahrungstypologie handelt. Es kann auch dazu verleiten, falsche Schlüsse zu ziehen oder bei seinen Mitmenschen Dinge vorauszusetzen, die der Praxis nicht standhalten. Am besten, man liest dieses Buch und geht dann davon als Basis aus, um mit eigenen Erfahrungen und Beobachtungen mehr zu verstehen und seine Menschenkenntnis weiter zu vertiefen.
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51 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Muss man gelesen haben!, 26. August 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Enneagramm: Die 9 Gesichter der Seele (Taschenbuch)
Ich möchte vorrauschicken, dass es sich hier weder um ein hochintelektuelles "Standardwerk", noch um ein esoterisch- verbrämtes Buch voller leerer Anmaßungen handelt. Dieses Buch hält sich sehr am praktischen Leben und ist trotzdem kein "Kochbuch". ;-) Aber in einer Rezension kann man den Inhalt des Buches sowieso nur schwer rüberbringen'. Das Enneagramm ist eine von der Religionsgemeinschaft der Sufis entwickelte Seelenlehre. Hier wird es von dem Franziskaner Rohr und dem lutherischen Pfarrer Ebert erklärt. Das Enneagramm will uns zur Selbsterkenntnis verhelfen. Gleichzeitig sollen wir unser falsches selbst durchdringen und uns verbessern. Die Leistung dieses Buches ist es, in einer undogmatischen Darstellung Christentum, Enneagramm und gesunden Menschenverstand zu versöhnen. Dabei bekommt diesem Buch gut, was vielen anderen Büchern schlecht bekommt, nämlich eine gewisse Weitschweifigkeit. Es nimmt viele Dinge, die wir kennen oder noch nicht kannten in die Darstellung mit auf. So nimmt das Buch beispielsweise einen Peanuts- strip mit in die Darstellung auf. Es ist wunderbar gelungen, dieses Buch mit weiteren Gedanken, aber auch Alltagserlebnissen zu bereichern. Wer nach diesem Buch Lust auf mehr hat, der soll doch den Nachfolgeband "Erfahrungen mit dem Enneagramm" kaufen.
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