Stehen wir nun vor einem dramatischen Wandel oder haben wir noch Zeit bis 2100, wenn der Meeresspiegel um 1,40 angestiegen ist und die Deutschen Nordseeinseln überspült hat? Im Buch DAS ENDE DER WELT, SO WIE WIR SIE KANNTEN von Claus Leggewie & Harald Welzer stellen sich die Autoren den aktuellen Fragen nach weltweiten Ressourcen, Klimawandel und sozialem Sprengstoff. Werden sich die Krisen zu einer Katastrophe auftürmen oder ist alles bloß Meinungsmache oder vielmehr Panikmache? Das Plädoyer für eine neue Art und Form des Wirtschaftens, auch innerhalb der kleinsten Zelle, der Familie, halte ich für sinnvoll, doch es wird ebenso schwer umzusetzen sein, wie eine Erneuerung der Demokratie von unten, so wie es die Autoren ebenfalls propagieren.
Das Buch DAS ENDE DER WELT, SO WIE WIR SIE KANNTEN von Claus Leggewie & Harald Welzer ist ein weiteres Indiz dafür, dass die Diskussion um Umwelt, Globalisierung und Klimaerwärmung in einen breiten Kontext gefasst werden muss. Gerade diese aktuellen Themen sind es die mehr und mehr auch die Demokratie in Europa und der Welt bedrohen und es sind wieder einmal wir selbst, welche sich den Ast auf dem sie sitzen, absägen.
Es wird dafür und dagegen argumentiert, die einen sagen, die Energiereserven reichen noch für Jahrhunderte, andere argumentieren die Pole schmelzen ab und das Ende der Welt ist nahe. Also entweder sind wir im Endzeitszenario oder es wird schon nicht so schlimm.
Das allerdings insbesondere Politiker sehr ratlos reagieren, wenn man sie zu ihren Entscheidungen befragt und das sie maßgeblich daran mitarbeiten die Erde für die nachfolgenden Generationen unbewohnbar zu machen - herrscht leider nur eins vor - Schweigen.
Die finanziellen Gegenüberstellungen im Buch DAS ENDE DER WELT, SO WIE WIR SIE KANNTEN von Claus Leggewie & Harald Welzer auf Basis von Investments und Rettungspaketen verdeutlichen ganz schnell das wir in einer Katastrophe stecken und es nicht merken!
Wie viele hundert Milliarden Euro wurden für die Rettung von Hypo Real Estate ausgegeben? Es war zuviel und anscheinend doch notwenig, denn ich denke das ansonsten das gesamte deutsche Finanzsystem geplatzt wäre...
Dennoch müssen unsere nachfolgenden Generationen dafür abzahlen, bei einem durchschnittlichem Abtrag wäre unsere derzeitige Krise in 138 Jahren abbezahlt - aber nicht von uns sondern von den Kindern unserer Enkel - vielen Dank dafür!
Das Buch ist ein guter Indikator für die aktuelle Diskussion um Klima, Zukunft und die Chancen einer restrukturierten Demokratie in den nächsten Jahrzehnten und eine gute Grundlage sich weiter in dieses Thema einzulesen.
Empfehlenswert!