Dave Kansas, ehemaliger Mitarbeiter des Wall Street Journals und Chefredakteur von TheStreet.com, erklärt in seinem Buch "Das Ende der Wall Street" den Lesern ausführlich, wie es zur Finanzkrise gekommen ist und welche Lehren die Anleger daraus ziehen sollten.
"Das Ende der Wall Street" ist ein hervorragendes Buch, für alle, die sich nicht erklären konnten, wie Immobilien-Spekulationen in den USA das weltweite Finanzsystem beinahe zum Umsturz bringen konnte. Dave Kansas erklärt sämtliche Voraussetzungen hierfür sehr ausführlich. Anschließend beschreibt Kansas detailliert die Vorgänge kurz vor, während und nach der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers, die die Finanzwelt fast in den Abgrund stürzte. Kansas zeigt zudem auch auf, wie Regierungen und Notenbanken dies verhindern konnten. Abschließend erklärt Kansas noch, wie sich Hausbesitzer, Schuldner und Anleger in den USA nun verhalten sollten, was aber auch für uns Europäer mitunter sehr interessant ist.
Das wohl Bemerkenswerteste an "Das Ende der Wall Street" ist die Tatsache, dass es Kansas gelingt, die durchaus komplexen Vorgänge, die zur Finanzkrise geführt haben, so zu beschreiben, dass es auch für fachfremde Leser verständlich ist. Denn das Buch ist gespickt mit zahlreichen Boxen, in denen erklärt wird, was etwa Ratingagenturen oder Private-Equity-Fonds sind und wie sie arbeiten, welche wichtige Rolle Finanzriesen wie AIG, Fannie Mae oder Goldman Sachs gespielt haben oder noch spielen. Zudem enthält es auch kurze Portraits von Personen wie Alan Greenspan, Ben Bernanke oder Timothy Geithner.
Meiner Meinung nach zählt Das Ende der Wall Street" zu den interessantesten Finanzbüchern, die ich bisher gelesen habe.