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Jedem Ende wohnt ein Anfang inne, 22. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Ende der Wall Street wie wir sie kennen (Gebundene Ausgabe)
Gerade mal 17 Monate sind vergangen, da stürzte die US-Investmentbank Lehman Brothers wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Heute sucht man vergebens nach Hinweisen auf die Existenz dieses traditionsreichen Geldhauses - es ist nicht mehr da. Das Gebäude am Times Square - es hat einen neuen Mieter gefunden. So wie Lehman Brothers droht nun auch die Finanzkrise, ihre Ursachen, nicht aber ihre Folgen in Vergessenheit zu geraten. Wobei Vergessenheit womöglich der falsche Ausdruck ist, vielmehr könnte es sich um Verdrängen handeln. Wie soll man auch als Otto-Normal-Verbraucher mit Summen mit zwölf Nullen umgehen. Billionen Dollar wurden vernichtet. Unser eins ist froh, wenn sein Konto mal vierstellig im Plus ist.
Autor Dave Kansas - Chefredakteur von TheStreet.com - versteht es wie kein zweiter, diese Summen zu veranschaulichen. Er ergründet die Ursachen und gibt die Erkenntnisse in leicht verdaulicher Sprache an die Leser weiter. Wie ist es zur Eskalation gekommen? Wie haben Notenbanken und Regierungen den Kollaps verhindert? Auf welche Folgen müssen wir uns einstellen? Denn eines ist klar: Auch wenn die Finanzkrise allmählich in Vergessenheit gerät, ausgestanden ist sie noch lange nicht.
Wer verstehen will, warum die Finanzkrise uns überhaupt beschäftigt, wie sie entstanden ist, wer die Protagonisten - ob Greenspan, Bernanke oder Geithner - sind, sollte dieses Buch lesen.
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Sehr lesenswert, 18. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Das Ende der Wall Street wie wir sie kennen (Gebundene Ausgabe)
Dave Kansas, ehemaliger Mitarbeiter des Wall Street Journals und Chefredakteur von TheStreet.com, erklärt in seinem Buch "Das Ende der Wall Street" den Lesern ausführlich, wie es zur Finanzkrise gekommen ist und welche Lehren die Anleger daraus ziehen sollten.
"Das Ende der Wall Street" ist ein hervorragendes Buch, für alle, die sich nicht erklären konnten, wie Immobilien-Spekulationen in den USA das weltweite Finanzsystem beinahe zum Umsturz bringen konnte. Dave Kansas erklärt sämtliche Voraussetzungen hierfür sehr ausführlich. Anschließend beschreibt Kansas detailliert die Vorgänge kurz vor, während und nach der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers, die die Finanzwelt fast in den Abgrund stürzte. Kansas zeigt zudem auch auf, wie Regierungen und Notenbanken dies verhindern konnten. Abschließend erklärt Kansas noch, wie sich Hausbesitzer, Schuldner und Anleger in den USA nun verhalten sollten, was aber auch für uns Europäer mitunter sehr interessant ist.
Das wohl Bemerkenswerteste an "Das Ende der Wall Street" ist die Tatsache, dass es Kansas gelingt, die durchaus komplexen Vorgänge, die zur Finanzkrise geführt haben, so zu beschreiben, dass es auch für fachfremde Leser verständlich ist. Denn das Buch ist gespickt mit zahlreichen Boxen, in denen erklärt wird, was etwa Ratingagenturen oder Private-Equity-Fonds sind und wie sie arbeiten, welche wichtige Rolle Finanzriesen wie AIG, Fannie Mae oder Goldman Sachs gespielt haben oder noch spielen. Zudem enthält es auch kurze Portraits von Personen wie Alan Greenspan, Ben Bernanke oder Timothy Geithner.
Meiner Meinung nach zählt Das Ende der Wall Street" zu den interessantesten Finanzbüchern, die ich bisher gelesen habe.
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