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Das Ende des Vandalismus
 
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Das Ende des Vandalismus [Gebundene Ausgabe]

Tom Drury , Gerhard Falkner , Nora Matocza
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 399 Seiten
  • Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 1., Aufl. (Februar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 360893703X
  • ISBN-13: 978-3608937039
  • Originaltitel: The End of Vandalism
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 501.475 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Tom Drury
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Die Zärtlichkeit der Worte, die Drury für seine Figuren findet, hallt weit über die letzte Seite hinaus im Leser nach." (F.A.Z.)

Kurzbeschreibung

»Die Zärtlichkeit der Worte, die Drury für seine Figuren findet, hallt weit über die letzte Seite hinaus im Leser nach.« Felicitas von Lovenberg, F.A.Z.

Ein Dieb, der in der Kirche staubsaugt, bevor er den Messkelch stiehlt ... Eine einsame Frau, die sich die Zehennägel in einem zugigen Schuppen lackiert ... Ein schlafloser Mann, der zuschaut, wie seine aufgebrachte Braut unbezahlte Rechnungen unter dem Sternenhimmel verstreut ... Willkommen in Grouse County!


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Grouse County "live" 4. Juni 2010
Von Wolf Books TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Es gibt immer wieder Bücher, die begegnem einen einfach so. Dieses Buch, war ein spontaner Impuls. Vielleicht lag es am Klappentext. Dieser klingt stark nach einer Komödie, zumindest nach etwas witzigem. Doch, was sollte ich nun, nach meiner Lektüre zu diesem Buch sagen?

Das Cover trifft den Inhalt eigentlich ganz gut. Wir lernen eine kleine Stadt kennen, die nicht mehr als 300 Einwohner hat. Wir lernen viele Menschen nach und nach kennen, Polizisten, Tänzerinnen, Fotografen, Bibelfeste Frauen, einen Dieb und einfach nur Menschen, deren Namen man schnell vergisst. Im Anhang aber gibt es noch eine kleine Auflistung der Personen, so ganz kann man sie also nicht vergessen. Im Mittelpunkt dieses Buches, wenn es denn überhaupt einen wirklichen Mittelpunkt gibt, stehen Dan, Tiny und Louise. Tiny ist ein kleiner Dieb und Tagelöhner, seine Frau Louise ist Fotografin und arbeitet im wahrscheinlich einzigsten Fotoladen der Stadt. Dan ist der gewählte Sherrif und wenn er sich nicht gerade um Findelkinder kümmert, Prügelein stoppt oder seinen Wahlkampf betreibt, lebt er in einem Wohnwagen.

Interessant wird die Geschichte, als Louise sich von Tiny trennt und sich in Dan verliebt. Dieser muss fortan mit ihrer Mutter auskommen, die ebenfalls einen "großen" Teil des Buches einnimmt und wie fast jeder in dieser Stadt schräg wirkt. Tiny reist fortan durch die Städte und sucht einen neuen Sinn, während Dan und Louise ihr eigenes Leben leben, das manchmal durch Trauer und manchmal mit Glück gesegnet ist.

Das Buch ist ohne Spannung und man möchte fast sagen ohne Handlung. Es ist einfach eine Aufzeichnung zu einer Stadt, die sehr liebevoll und gleichzeitig distanziert geschrieben ist. An der Schreibweise erinnert es fast an Mankell und von der Thematik an die Bücher von Willy Vlautin. Während alle Personen manchmal merkwürdig wirken und auch deren Leben manchmal merkwürdig scheint, ist es eigentlich ein ganz normales Leben. Das ganze Buch ist normal und beschreibt ein kleines verschlafenes Nest in den USA. Aber so weit ist die Nicht-Handlung eigentlich nicht fern. Jedes Dorf und jede kleine Stadt wird ähnlich ticken.

Was dieses Buch besonders macht, und warum man es lesen sollte, ist, dass es das Leben beschreibt. Man braucht nicht immer Vampire, Bomben, Attentate, erotische Liebeleien, Morde oder andere Dinge, um einen Roman lesenswert zu machen. Das Ende des Vandalismus ist fast philosophisch zu sehen. Vieles lässt Platz für Spekulationen, anderes lässt einen auch schmunzeln. Und obwohl es eigentlich keine "wirkliche" Handlung gibt, weil es keine Attentate, Morde und anderen Bim Bam hat, ist es ein schönes Buch, das man weiterlesen will. Denn nach und nach wird man Teil von Grouse County und die Personen beginnen Farbe anzunehmen und ja, ich habe mich auch dabei erwischt, auf der Karte einen Platz für mein Häuschen zu suchen. All das Alltagsleben wird einfach zu dem Leben "meiner Nachbarn". Und gleichzeitig würde man selber gerne in einer solchen Stadt leben. Jeder kennt jeden, jeder ist für jeden da. Sobald ein Findelkind gefunden wird, schwärmen die Leute herbei um zu helfen und wenn etwas trauriges passiert, sind ebenfalls die Nachbarn da und packen mit an. Zusammenhalt wird dort noch großgeschrieben und selbst der Wahlkampf für die Wahl des Sherrifs kann dies nicht unbedingt zerstören. Lediglich ein einzelner bissiger Hund sorgt vielleicht auf einer Stadtversammlung für Stress. . .

Wer dieses Buch liest, sollte nicht zu große Erwartungen haben, denn dann kann man diesem Zauber nicht von Anfang an erliegen und daswäre wirklich schade...
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Dieser Roman ist nicht neu. Vor 16 Jahren ist er in New York zum ersten mal erschienen. Dieser Roman bietet nicht einmal Sensationen oder geheime Enthüllungen.

Der großartige Erzähler Tom Drury schafft es aus lauter Alltagsszenen einen großartigen Roman zu schreiben. Es ist der Roman der vielen Figuren, über 70 an der Zahl. Dabei ist es für den Leser nicht schlimm einen wieder aus den Augen zu verlieren. Im Leben ist es doch genau so, man trifft jemanden und verliert sich wieder . . .

Drury entführt uns nach Grouse County. Wir lernen Witwen und Findelkinder, Feuerwehrleute und Polizisten, Farmer und ganz unscheinbare Leute kennen. Und doch stehen Dan der Sheriff und Louise im Vordergrund. Sie arbeitet in einem Fotostudio. Beide verlieben sich ineinander, heiraten und teilen Freud und Leid miteinander. Nichts weltbewegendes.

Da ist auch Helen Plum, die mit einem Auflauf aus Rindfleisch und Makkaroni auf der Polizeistation erscheint, weil sie hörte, dass der Sheriff ein Findelkind geborgen habe, während Joan Gower mit der Bibel herbeieilt, um dem Säugling gleich daraus vorzulesen.

Der Autor hat mit seinem Buch das Leben in all seinen Alltäglichkeiten eingefangen. Er präsentiert es uns in sprachlicher Schönheit. Vielleicht muss man dieses Buch lesen um den Alltag neu zu erkennen, selbst die Schönheit des Alltags muss erkannt werden.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bleisatz
Format:Gebundene Ausgabe
Mit "Das Ende des Vandalismus" hatte ich ein Buch in den Händen, das mir ausgesprochen gut gefallen hat - und wo ich dennoch keinen außergewöhnlichen Aufhänger habe, um zu sagen, warum. Denn um ehrlich zu sein: Grouse County ist eine verschlafene Ecke und in Grafton, wo Louise und Dan wohnen, leben gerade einmal ungefähr 300 Menschen. Es passiert nichts Aufsehenerregendes, nichts Besonderes; Grouse County lebt, liebt, bastelt, stimmt ab, berät, organisiert und arbeitet einfach jeden Tag, wie man es an den anderen Tagen im Groben und Ganzen auch tut. Darauf muss man sich einlassen können, dass die Zeit in Grouse County irgendwie anders zu ticken scheint. Am Ende des Buchs hat man nicht einmal eine Ahnung davon, wieviel Zeit die Erzählung eigentlich überspannt.
Was das Buch zu etwas Besonderem gemacht hat, waren eindeutig die Auswahl der Personen und die Sprache.

Bei Drury kommen nur ganz alltägliche Dinge vor und weil er sich darauf beschränkt, bekommen diese vermeintlichen Belanglosigkeiten die Hauptrolle. Eine Scheune brennt ab, Dan pinselt sich für die Wahl seine Plakate selbst, für Veranstaltungen werden Unmengen an Kuchen herangekarrt und eine Tänzerin träumt von Kalifornien. Für ein Findelkind wird eine Sammelaktion gestartet, Louise trägt Zeitungen aus, man geht Enten schießen und irgendwer klaut Ackergerätschaften. Bei einer Abstimmung im Gemeindessal kann man gleich noch über selbstgebastelte Futterspender informieren und selbst Strafen für Schäden am Wasserturm werden günstiger, wenn auf beiden Seiten richtig verhandelt wird.

Man kennt sich im County und bei einem Verkehrsunfall, zu dem Dan gerufen wird, tauschen er und die Polizistin der Nachbarstadt erst einmal die persönlichen Informationen aus. Sheila gratuliert zur Hochzeit, erinnert sich daran, dass es bereits Louises zweite Hochzeit ist und dass das Unfallopfer Kleeborg die Fotos für das Jahrbuch an der Highschool gemacht hat. Erst pflegt man die Bekanntschaft und danach widmet man sich dem auswärtigen, nicht geständigen Unfallfahrer, der es gewagt hat, eine lokale Bekanntheit anzufahren. Das pralle Leben findet woanders statt; in Grouse County zentrieren sich die Höhepunkte des Jahres um die Theateraufführungen der Schule oder die Blutspendetermine.

Dröge aber wird es auf keiner Seite, weil Drury die Kunst beherrscht, nur soviele Worte zu benutzen, die für die Personen oder Ereignisse auch wirklich nötig sind. Genau das macht den Charme aus. Dabei kommt so manches unfreiwillig schräg an, weil Drury ganz lakonisch und schlicht erzählt, was seine Protagonisten treiben und diese selbst für Komik sorgen. Sie reden aneinander vorbei oder kommentieren ihre Ideen in völlig unpassenden Momenten. Mehr Aberwitz steckt auch in einer Komödie nicht, dafür berührt und bewegt die Geschichte aber auch viel stärker. Ein bisschen Grouse County erkennt der eine oder andere vielleicht wieder.
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