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Das Ende des Menschen
 
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Das Ende des Menschen [Taschenbuch]

Francis Fukuyama , Klaus Kochmann
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Februar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423340703
  • ISBN-13: 978-3423340700
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 669.665 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Francis Fukuyama
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Ist das Ebenbild Gottes nur Geschöpf oder auch Schöpfer? Diese Frage ist nicht nur theologisch relevant. Auch evolutionstheoretisch erscheint es plausibel, dass der Mensch an einem Punkt angelangt ist, an dem er seine weitere Entwicklung nicht mehr der natürlichen Selektion überlässt, sondern selbst in die Hand nimmt. Nachdem er etwas vorschnell Das Ende der Geschichte verkündete, hat der amerikanische Ökonomie- und Kulturtheoretiker Francis Fukuyama ein bemerkenswertes Buch mit dem Titel Our Posthuman Future. Consequences of the Biotechnology Revolution vorgelegt. Darin stellt er sich dem ungebrochenen Fortschritt der Historie auf dem Felde der Naturwissenschaft und setzt sich mit den ethischen wie soziopolitischen Implikationen künstlicher Menschenoptimierung auseinander. Eine deutsche Übersetzung mit dem albernen Titel Das Ende des Menschen ist bei der DVA erschienen.

"Es gibt keine ein für allemal festgelegten menschlichen Eigenschaften, sieht man von der grundlegenden Fähigkeit ab, selbst zu entscheiden, was wir sein wollen", räumt der derzeitige bioethische Berater der Bush-Administration ein. Doch Agitation, Propaganda, Arbeitslager, Umerziehung, Freud'sche Psychoanalyse, frühkindliche Konditionierung, Behaviourismus -- all das mutet Fukuyama geradezu primitiv an verglichen mit den subtilen Methoden der Biotechnologie. Beispiel Neuropharmakologie: Die forcierte Verabreichung "kosmetischer Psychopharmaka" wie Prozac oder Ritalin zur Emotions- und Verhaltenssteuerung mit ihren begleitenden Begehrlichkeiten der Konsumenten und Wirtschaftsinteressen gäben einen deutlichen Vorgeschmack auf die fatalen Folgen von Eingriffsmöglichkeiten in die Keimbahn. Doch auch ohne Genmanipulation und Menschenklone stellten die ersten drei Stufen der Biotechnologie -- Neuropharmakologie, Wissen um genetische Ursachenketten und Lebensverlängerung -- die menschliche Gleichheit bedenklich in Frage, gesellschaftliche Hierarchien auf den Kopf und eröffneten völlig neue Möglichkeiten zur sozialen Kontrolle. Was erst, wenn wir Menschen mit Sätteln auf dem Rücken oder mit Stiefeln und Sporen an den Füßen züchten können?

Francis Fukuyama warnt vor Defätismus gegenüber der Technik. Seine Mahnungen, Appelle und Vorschläge nationaler und internationaler Überwachungsgremien zeugen freilich von Ohnmacht. Aber immerhin sind sie nicht selbstverständlich für den Berater einer Regierung, die sich aus Wirtschaftsräson für gewöhnlich überhaupt nicht um Multilateralismus schert. --Roland Detsch -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Perlentaucher.de


Buchnotiz zu : Die Zeit, 23.05.2002
Von wegen Ende der Geschichte! Thomas Assheuer folgt in seiner ausführlichen Besprechung dem beunruhigten Blick des Autors in die gentechnisch veränderte Zukunft des Menschen. Mit Respekt konstatiert er die Offenheit, mit der Fukuyama seinen Bedenken Ausdruck verleiht, etwa, wenn er das "Schreckgespenst der Eugenik" an die Wand malt. Fukuyama sei ein "Alarmist aus guten Gründen" und zeige eine für amerikanische Verhältnisse erstaunliche Skepsis gegenüber den Heilversprechen der Biotechnologie. Dem allerdings steht sowohl Fukuyamas Besinnung auf den naturhaften Wesenskern des Menschen entgegen, als auch sein "wetterfester Optimismus", was die Chancen einer rechtlichen Normierung angeht. "Einigermaßen blauäugig", meint Assheuer. Und eine Kampfschrift sei "dieses nüchtern und sehr lesbar geschriebene Buch" auch nicht, spüre man auch das fassungslose Erstaunen des Autors darüber, wie viel menschliche Energie für die Genforschung verausgabt werde.

© Perlentaucher Medien GmbH

Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.05.2002
Zehn Jahre nach seinem Werk "Das Ende der Geschichte" wartet Francis Fukuyama nun mit dem "Ende des Menschen" auf, von dem sich Rezensent Christian Geyer ziemlich genervt zeigt. Das Herzstück des Buchs ist laut Geyer Fukuyamas Definition der Essenz des Menschseins, das er durch die biotechnologische Revolution bedroht sieht. Das Problem für Geyer ist dabei nur, dass Fukuyama mit dieser Definition erst mal nicht herausrückt, sondern den Leser von Kapitel zu Kapitel vertröstet. Stattdessen verliert er sich nach Auskunft des Rezenten quer durch alle Kapitel in dem Versuch, das Naturrecht zu rehabilitieren. Das ist natürlich ein legitimes Anliegen, findet Geyer. Er kritisiert allerdings, dass Fukuyama dabei die hochkomplexe aktuelle Diskussion über diese Thematik weitgehend ignoriert und alles in einer simplen Mixtur vermengt, was die Philosophie hier mühevoll an Differenzierungsarbeit geleistet hat. Dass er dabei zum Beispiel Immanuel Kant "laufend flott und falsch zitiert", ist nur ein Punkt, über den sich Geyer ärgert. Fukuyamas Bestimmung der menschlichen Natur, die er schließlich doch noch gibt, hält Geyer für eine "Nullaussage", aus der sich für das biotechnologische Sollen und Dürfen nichts ableiten lässt. Letztlich soll nach Fukuyama außer Klonen und dem Herstellen von Mischwesen im Grunde alles möglich sein, wenn es nur "kontrolliert" und zu "therapeutischen Zwecken" erfolgt, wozu man "Institutionen mit wirklichen Durchsetzungskompetenzen" benötigt, referiert Geyer das Fazit von Fukuyamas Arbeit und stöhnt am Ende: "Hätte man dieses winzig kleine Ergebnis nicht auch preiswerter haben können? O menschliche Natur, geschundene!"

© Perlentaucher Medien GmbH

Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 27.05.2002
Eines wird schnell klar: Auf irgendeine Weise Ernst nehmen will und kann die Rezensentin Hilal Sezgin dieses Buch nicht. Fukuyama, immerhin Berater George W. Bushs in Sachen Bioethik, so der Grundtenor der Rezension, hat nicht nur nicht die mindeste Neuigkeit zur Debatte beizutragen, ist nicht nur ein Verfechter windigster, weil in jede beliebige Richtung zu drehender und zu wendender Soziobiologie, nein, das läuft alles auch noch auf einen "reaktionären Humanismus" hinaus, der mit wissenschaftlich nur dünn bemäntelten Argumenten hinter alles zurückfällt, was die letzten Jahrzehnte an feministischer Grundlagenarbeit gebracht haben. Im flapsigen Ton, in der Sache aber bitter zitiert Sezgin eindrucksvolle Beispiele aus dem schlichten Weltbild Fukuyamas herbei und erinnert an die so ganz anders, weil differenziert und "skrupulös" gearteten Interventionen von Jürgen Habermas zum Thema. Am Ende, meint Sezgin, nachdem er sich seine "Privatschneise" durch den Dschungel der Probleme geschlagen hat, steht Fukuyama mit "stolz erhobener Machete" da. Dass irgendjemand durch dieses Buch klüger wird, steht, wenn wir die Rezensentin recht verstehen, nicht zu vermuten.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Etwas zufällig bin ich über Fukuyama gestolpert und war überrascht, daß ich vorher nix von ihm gehört habe.
Jeder, der dieses Buch liest, wird ganz sicher ebenso überrascht sein über die scharfsinnigen Thesen.

Wer sich mal ein paar tiefere Gedanken machen möchte, wenn er wieder inrgendwas über Klonbabies der Raélianer hört, wer endlich mal über das Stammtischniveau hinauskommen will, wenn es um Gentechnik, Überbevölkerung, Stammzellforschung und andere Biotechniken geht, sollte sich das Buch unbedingt anschaffen.
Es ist absolut leicht lesbar, auch wenn man sich an kompliziertere Gedankengänge sonst nicht herantraut.
Ich bin in vielem nicht Fukuyamas Meinung, aber ich hätte niemals einen so differenzierten Standpunkt einnehmen können ohne seine Thesen.

Nachteil: Wer sich sehr gut mit Philosophie auskennt, ist sicherlich hin und wieder genervt, wie leichtfertig er Nietzsche, Hegel, Hume und andere auf den einen oder anderen Standpunkt reduziert. Manches kann man einfach nicht so sagen, wie Fukuyama meint, aber er liegt da in bester amerikanischer Tradition. Dafür gibts nen Stern Abzug, aber wer so intelligent provozieren kann, hat von mir sonst die volle Punktzahl verdient.

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6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Abwertung des Menschlichen 11. Oktober 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Hirnforschung, gentechnische Medizin sowie neue Medikamente zur Behandlung von Depressionen und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern erweitern unsere Möglichkeiten, auf Persönlichkeitsmerkmale Einfluss zu nehmen. Was gestern noch als pädagogische oder soziale Herausforderung galt, wird heute als medizinisches Problem auf der Ebene des "Gehirnstoffwechsels" angesehen. Der konservative amerikanische Historiker, Philosoph und Präsidentenberater Francis Fukuyama belässt es nicht beim Lamentieren über den allgemeinen Wertverfall oder einseitigen Schuldzuweisungen, etwa an "die Konzerne", sondern stellt die schleichende Umwertung aller Werte, wie sie vor einem Jahrhundert schon Nietzsche vorausgesehen hatte, als Konsequenz der wissenschaftlichen und kulturellen Entwicklung des 20. Jahrhunderts dar. Eine brillante Analyse der Abwertung des Menschlichen, die mit der rasanten Entwicklung der Biowissenschaften und der Verengung des Blickwinkels auf molekulare Vorgänge als angeblicher Grundlage unseres Denkens, Fühlens und Handelns einher geht. Dass die Lösungsmöglichkeiten nur durch ein neues Denken über den Menschen gefunden werden können, liegt auf der Hand. In dieser Hinsicht enttäuscht das Buch ein wenig - aber vielleicht folgt ja demnächst eine Fortsetzung, in der Erfolg versprechende neue Denkansätze vorgestellt und weiterentwickelt werden.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Die Möglichkeiten der Humanbiotechnologie, die sich in Zeiten der vollständigen Entschlüsselung des menschlichen Genoms abzeichnen, gehen weit über das Szenario hinaus, das Aldous Huxley in Schöne neue Welt" erschreckend hinstellte. Der Roman handelte von einer Welt, in der, basierend auf einer sanften Tyrannei mittels eugenischer und psychopharmakologischer Praktiken, jedermann glücklich und gesund zu sein schien. Kämpfe um Selbstbestimmung und Emanzipation, Furcht oder Hoffnung aber hatten in dieser Welt keinen Platz mehr. Jede Frage nach dem Sinn der eigenen Existenz erübrigte sich.

Seitdem in den 80er Jahren biotechnologische Fragestellungen im Bereich der landwirtschaftlichen Produktion ins öffentliche Bewusstsein traten (genveränderter Mais usw.), hat die fortgesetzte bioethische Debatte bis heute zu keinem endgültigen Ergebnis geführt. Fortschrittsgläubige Wissenschaftler, fasziniert von neuen Machbarkeiten, und religiös orientierte Fundamentalisten, die die gottgewollte Ordnung bedroht sehen, die erbitterten Kontrahenten in diesem Kampf, haben längst alle Argumente ausgetauscht. Bioethik-Kommissionen und wissenschaftliche Räte sind zusammengetreten, um das Für und Wider auszuleuchten und den politischen Entscheidungsträgern Parameter, denkbare Kontrollmechanismen für die Zukunftsgestaltung an die Hand zu geben. Die Komplexität dieser Debatte lässt manchen allerdings resignieren oder gar zynisch werden. Manche Bioethiker sind heute nur noch geschickte Rechtfertiger dessen, was Wissenschaftler tun möchten, ausgestattet mit genügend Kenntnissen in katholischer Theologie oder Kantscher Metaphysik, um Kritiker und Gegner der Biotechnologie argumentativ lässig abwehren zu können.

Und dennoch oder umso mehr gehen die Forschungen mit großen Schritten voran, verbunden mit einem mancherorts unbändigen Umsetzungswillen. Für die Jahre 2002, 2003 wurde das Klonen eines menschlichen Wesens angekündigt. Unabsehbar finanzstarke, global operierende Gruppierungen reizen alle bestehenden, über die Staatengemeinschaft hinweg außerordentlich uneinheitlichen, gesetzlichen Normen aus und arbeiten daran, gewaltige Zukunftsmärkte zu kreieren, die das gesellschaftliche Zusammenleben so tiefgreifend verändern werden, dass Huxley's Vision sich dagegen wie allenfalls ein Präludium ausnimmt.

Francis Fukuyama, Autor des vorliegenden Buches, lehrt Politische Ökonomie in Baltimore. Er gehört zum Beraterstab des amerikanischen Präsidenten und ist zuständig für die Fragen der Bioethik. Von daher werden seine Warnungen von vielen gehört werden, und vielen Verfechtern eines globalen Neoliberalismus, die Hand in Hand arbeiten mit den Vertretern des humanbiotechnologischen Projekts, wird dies ein Dorn im Auge sein. Er stellt durchaus keine bequemen Fragen.

Denn, so Fukuyama, wir müssen uns heute fragen, ob wir in Zukunft statt zu therapieren den Menschen perfektionieren wollen? Ob wir künftig Familien wollen, deren Kind leibliches (geklontes) Kind und 25 Jahre jüngerer Zwilling des Vaters oder der Mutter zugleich ist? Ob wir das Designerbaby wollen, ob wir es in Zukunft zulassen wollen, dass Eltern Embryonen auf der Basis von Geschlecht, Intelligenz, Aussehen, Augen- oder Haarfarbe und der sexuellen Orientierung sowie anderer Eigenschaften genetisch überprüfen und für die Implantation auswählen können (Präimplantationsdiagnostik und genetisches Screening)? Ob wir es zulassen wollen, dass manipulativ in die Keimbahn eingegriffen und so den veranlagten Erbmerkmalen jedes beliebige genetische Merkmal hinzugefügt werden kann, auch Merkmale anderer Gattungen als der Gattung Mensch? Ob wir es zulassen wollen, dass es unter der Verwendung menschlicher Gene zur Schaffung von Chimären kommt, von Mischwesen also?

Fukuyama bringt mit Blick auf diese Fragen zuverlässiges Material bei. So zitiert er etwa hinsichtlich der zuletzt genannten Frage Geoffrey Bourne mit den Worten: Es wäre wissenschaftlich betrachtet außerordentlich wichtig, den Versuch zu unternehmen, Menschenaffen und Menschen zu kreuzen." Bourne ist ehemaliger Direktor eines Zentrums für Primatenforschung in Atlanta.

In dieser Situation stellt sich also, wie Fukuyama aufzeigt, nichts Geringeres als das Problem, ob das Ende des Menschen" in Sicht ist. Treten wir ein in eine posthumane Welt", in der bis dahin selbstverständliche menschliche Gemeinsamkeiten verloren gegangen sein werden, allein schon, weil die menschlichen Gene mit jenen etlicher anderer Gattungen vermischt sind, so dass gar keine klare Vorstellung davon mehr möglich ist, was ein menschliches Wesen eigentlich ausmacht?

Seine ernsten Warnungen vor äußerst gefährlichen Entwicklungen in Folge des humanbiotechnologischen Projekts, sein Plädoyer für stringente politische Kontrollverfahren auf dem gesamten Feld der Gen- und Embryonenforschung sowie für die Schaffung neuer durchsetzungsfähiger Instanzen demokratischer Gesellschaften - über die Grenzen der Nationalstaaten hinweg - stützt Fukuyama im Wesentlichen auf naturrechtlich orientierte Darlegungen zu der Frage nach der Natur, der Würde und dem Recht des Menschen. Die menschliche Natur, eingebunden in eine genetisch unangetastete und insofern intakte natürliche Umwelt, in ihrer universellen Würde und ihren angeborenen Rechten zu schützen ist ihm unverrückbares, hohes Ziel demokratischer Gesellschaften. Um die sich ihm dabei ergebende Sonderstellung des Menschen", wie er sie postuliert, zu begründen, bewegt Fukuyama sich allerdings im Wesentlichen auf eingeschränktem, biowissenschaftlichem und soziologischem Gebiet. Nicht zuletzt für ihn selbst wäre es aber mehr als reizvoll, nämlich hilfreich und notwendig, zu ihrer Begründung außerdem auch nach der geistigen Dimension des Menschseins zu fragen. Sie spielt für ihn offenbar nur insofern eine Rolle, als die überlieferten Religionen über sie Auskunft geben. Da handelte es sich dann aber um reine Glaubensfragen, die das Gegenüber in der Debatte nicht erreichen, sondern als Irrationalismus zurückgewiesen werden. Deshalb fragt der Autor auch immer wieder nach den weltlichen Gründen" für die Eingrenzung des humanbiotechnologischen Projekts, ja für die Umkehr, die ihm notwendig erscheint. Dennoch, jeder, der die Frage nach menschlicher Selbstbestimmung auch aus der Perspektive der geistigen Existenz des menschlichen Wesens stellt, wird in der fundierten Arbeit Fukuyamas eine Fülle weiterführender Argumente finden und aus ihr großen Gewinn ziehen können.

© NOVALIS - 2002
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