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Das Ende der Illusion. Politische Einmischungen
 
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Das Ende der Illusion. Politische Einmischungen [Gebundene Ausgabe]

Arundhati Roy
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 157 Seiten
  • Verlag: Blessing (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896671383
  • ISBN-13: 978-3896671387
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 605.324 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Dann ertrinken wir eben": Schon seit Monaten gehen Bilder von zurlumpten, bis an die Hüften im Wasser stehenden Menschen durch die weltpresse - Menschen, die auch zum letzten entschlossen sind, wenn es gilt, den Bau des großen Narmada - Staudamms in ihrem indischen Heimatstaat Gujarat zu verhindern. Arundhati Roy hat sich dem verzweifelten Kampf dieser Menschen verschrieben, und die erste Streitschrift dieses Buches ist ihre ebenso leidenschaftliche wie überaus fundierte Abrechnung mit dem Projekt, das über 4000 Quadratkilometer Land unter Wasser setzen und zerstören wird und die Zwangsumsiedelung von mindestens 200000 Menschen nötig macht. Gerade auch in der Darstellung des beachtlichen Widerstandes der Bevölkerung, der immer wieder in Selbstmordaktionen mündet und mehrfach zu Baustopps führte, erkennt man deutlich die poetische Handschrift der Autorin und ihr Eintreten für "die kleinen Leute". Auch im zweiten Essay des Buches, "Das Ende der Illusion", einer flammenden Polemik gegen die indische Atompolitik seit den Atombombenversuchen in der Wüste Thar vom Mai 1998, verleiht Roy ihrem Engagement mit der Sprache einer großen Schriftstellerin Ausdruck: "Wenn es einen Atomkrieg gibt, heißt unser Gegner nicht China oder Amerika oder Pakistan & Unser Gegner ist dann der ganze Planet. Die Elemente selbst - der Himmel, die Luft, die Erde, der Wind und das Wasser - werden sich gegen uns wenden. Und ihr Zorn wird furchtbar sein."

Umschlagtext

"Vielleicht haben wir als Nation unser Kontingent an Helden für dieses Jahrhundert erschöpft. Aber während wir auf neue, strahlende Helden warten, müssen wir den Schaden begrenzen. Wir müssen unsere kleinen Helden fördern. (Davon haben wir viele. Viele.) Wer weiß, vielleicht ist es das, was das 21. Jahrhundert für uns auf Lager hat: die Demontage des Großen. Großer Bomben, großer Staudämme, großer Ideologien, großer Widersprüche, großer Länder, großer Kriege, großer Helden, großer Fehler. Vielleicht wird es das Jahrhundert der kleinen Dinge sein. Vielleicht macht sich gerade jetzt, in diesem Augenblick, droben im Himmel ein kleiner Gott für uns bereit." Nach ihrem vielbeachteten Romandebüt Der Gott der kleinen Dinge widmet sich Arundhati Roy zwei Themen der Politik, die ihr als engagierter Autorin am Herzen liegen: dem unstrittenen Narmada - Staudamm im indischen Bundesstaat Gujarat, einem gigantischen Projekt mit verheerenden humanitären und ökologischen Folgen, und den indischen Atombombenversuchen des letzten Jahres, die zu einer neuen Eskalation im Grenzkonflikt mit Pakistan geführt haben.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Mit ihrem Erstlingsroman "Der Gott der kleinen Dinge" kam die Inderin Arundhati Roy vor zwei Jahren weltweit in die Bestsellerlisten. Fragen nach weiteren literarischen Ambitionen hat sie seither gerne mit dem Verweis beantortet, "falls ich etwas zu sagen habe". Nicht nur etwas, sondern sehr viel und äußerst Polemisches hat Roy indes zu zwei hochbrisanten Themen in ihrer Heimat zu sagen gehabt: den Atomtests 1998 und den anhaltenden Auseinandersetzungen um den Bau des Narmada-Staudammes, der Zwangsumsiedlung von mindestens 200.000 Menschen nötig macht. Die beiden bereits in indischen und internationalen Medien abgedruckten Streitschriften - die genauester Recherche nicht entbehren - sind im vorliegenden Buch erschienen. Wie, fragt Roy in ihrer Polemik gegen die großen Staudämme, "kann man Fortschritt messen, wenn man nicht weiß, was er kostet und wer ihn bezahlt hat?" Der indische Staat kann jedenfalls weder die Zahl der Menschen beziffern, die durch Dämme heimatlos gemacht wurden, noch was aus ihnen wurde. Solche Statistiken muss man sich mühevoll zusammensuchen und dann hochrechnen. Roy kommt auf mindestens 33 Millionen Vertriebene, zumeist aus den am schlechtesten gestellten Schichten. Anhand dieser Staudämme und der Atompolitik zeichnet Roy ein Bild des modernen Indien. Zentrale Aspekte sind dabei die geltenden Entwicklungs- und Fortschrittsparadigmen, wodurch die Texte weit über ihren Anlassfall hinaus von Interesse sind - schon weil, so Roy, "wir wie der Tiger im Belgrader Zoo währenden der Nato-Luftangriffe begonnen haben, uns selbst aufzufressen."

Brigitte Voykowitsch in "Der Standard", 10. 12. 99

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Manifest der Menschenrechts- und Umweltaktivistin Arundhati Roy strotzt nur so voller Kraft und Willen die Welt zum besseren zu verändern. Das Buch wäre auch gut geeignet als Pflichtlektüre in der Oberstufe um die Jugend zu sensibilisieren. Leider gibt es viel zu wenige Arundhati Roys.
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