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Das Ende der Gleichheit
 
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Das Ende der Gleichheit [Gebundene Ausgabe]

Rainer Hank
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Fischer (S.), Frankfurt (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100300556
  • ISBN-13: 978-3100300553
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 822.772 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Den hässlichen Amerikaner gibt es immer noch. Aber heute ist er so, wie der Rest der Welt gerne wäre." So brachte es Josef Joffe 1997 in einem Special der New York Times über das Bild der Vereinigten Staaten in der Welt auf den Punkt. Und in Ehrfurcht vor dem transatlantischen Wachstums- und Beschäftigungswunder haben inzwischen selbst die einstigen Sprachrohre des Antiamerikanismus und Linksliberalismus wie Der Spiegel und Die Zeit in ungewohnter Eintracht mit Olaf Henkel und Konsorten ihr Faible für den American way of business entdeckt.

Vorbei sind die Zeiten, in denen das Bekenntnis zum "Kapitalismus pur" als unanständig galt. Ein schlagenden Beweis liefert der Wirtschaftsressortleiter des Berliner Tagesspiegel. Unter dem provokanten Titel Das Ende der Gleichheit macht Rainer Hank in schonungslosem Affront gegen die Gralshüter des deutschen Sozialstaates von Oskar Lafontaine bis Heiner Geißler keinen Hehl aus seiner Sympathie für die amerikanische Spielart des Kapitalismus und bricht eine Lanze für den als Perversion der Marktwirtschaft gescholtenen Manchester-Liberalismus -- "und zwar aus moralischen und sozialen Gründen". Verglichen nämlich mit der Ungleichheit, die hierzulande aus der längst akzeptierten Teilung der Erwerbsbevölkerung in Beschäftigte und Arbeitslose erwachsen sei, hält er die aus dem radikalen Wettbewerbsmodell resultierende "Spreizung der Einkommen und Lebenslagen" für ungleich humaner. "Dessen Verteilung von Ungleichheit gehorcht den Regeln der Fairness und honoriert Bildung, Fähigkeiten und Wissen."

Hank will eingreifen in die aktuelle Kapitalismusdebatte, die mit den Büchern von John Gray: Die falsche Verheißung. Der globale Kapitalismus und seine Folgen, Edward Luttwak: Turbo-Kapitalismus. Gewinner und Verlierer der Globalisierung und Ottfried Höffe: Demokratie im Zeitalter der Globalisierung einen vorläufigen Höhepunkt erreicht hat. Trotz seiner betont radikalen Attitüde beweist er dabei durchaus analytische Kompetenz: etwa beim Vergleich der verschiedenen kapitalistischen Modelle oder bei der Betrachtung des einst von Konservativen wie Margaret Thatcher und Ronald Reagan eingeleiteten fundamentalen Paradigmenwechsels zu mehr Markt und Wettbewerb, dem nun Sozialdemokraten von Tony Blair bis Gerhard Schröder endgültig zum Durchbruch zu verhelfen trachten.--Roland Detsch

Neue Zürcher Zeitung

Der Bruch

mit überholten Tabus

Akzente für die Globalisierungsdebatte

In der seit etlichen Jahren intensiv gepflegten Diskussion über die Globalisierung, so könnte man meinen, sei bereits jedes Wort gesagt worden – und zwar bis zum Überdruss. Eigentlich sollte man nicht glauben, dass es dabei noch neue Akzentsetzungen geben könnte. Dem Wirtschaftspublizisten Rainer Hank ist mit seinem Buch «Das Ende der Gleichheit» dieses Kunststück dennoch gelungen, weshalb man hoffen muss, dass dies nun wirklich das letzte und abschliessende Wort zur Debatte ist. Dazu eignet es sich schon deshalb, weil es den antiliberalen Horrorszenarien von vermeintlichen «Globalisierungsfallen» und dem «Terror der Ökonomie», welche die Bestsellerlisten füllen, energisch entgegentritt. Hank ist mit diesem Bestreben zwar nicht der Einzige; sein Buch fällt aber deshalb aus der Reihe, weil es zum eigentlichen Kern der Sache vordringt.

Plädoyer für das «amerikanische Modell»

Die heutige Debatte ist kaum mehr von der Frage nach der Effizienz von Wirtschaftsmodellen geprägt. Diese Frage wird seit dem Niedergang des sowjetischen Imperiums selbst von zahlreichen ihrer schärfsten Kritiker als zugunsten der Marktwirtschaft entschieden betrachtet. Heute kommt die Kritik vielmehr im moralisierenden Gewande daher; man denke in diesem Zusammenhang etwa an den Kommunitarismus. Natürlich geht Hank auch auf die rein ökonomischen Aspekte ein. Dazu gehört etwa der Vergleich der verschiedenen Kapitalismus-Modelle, die zurzeit kursieren – vom «rheinischen» zum «amerikanischen» Ansatz. Dabei weist der Autor auf die Überlegenheit des «amerikanischen Modells» hin; aber nicht ohne zu betonen, dass dieses Modell keineswegs regellos daherkommt, sondern im Wesentlichen dem Imperativ des Ordoliberalismus der Freiburger Schule (etwa im Sinne Walter Euckens) gehorcht. Dies ist nicht unwichtig in einem Land, in dem die geistigen Väter der «sozialen Marktwirtschaft» gerne gegen jeden liberalen Reformansatz angeführt werden. Das einst liberale Ideal ist in Deutschland zur Metapher für beliebige Sozialpolitik und verkrusteten Korporatismus geworden, und es sei keineswegs mehr moralisch überlegen.

Was heisst Gerechtigkeit?

Gerade mit Blick auf die moralischen Grundlagen, so Hank, sei der amerikanische Kapitalismus besonders ansprechend. Dazu gehörten Demokratie, Wettbewerbsföderalismus und ein fest verankerter Glaube, dass der Bürger seine Verantwortung selbst tragen könne und müsse. Wenn die Spreizung von Einkommen im freien Wettbewerb pauschal als Gerechtigkeitslücke diffamiert werde, dann vernachlässige dies nicht nur, dass damit weniger Arbeitslosigkeit und mehr Aufstiegschancen einhergehen; es zeige auch ein unreflektiertes Verhältnis zum Gerechtigkeitsbegriff. Auf Hayeks Kritik des bedeutungsleeren Begriffs der «sozialen Gerechtigkeit» aufbauend, lehnt Hank eine auf Umverteilung basierende Gerechtigkeit als chancenmindernd und nichtfördernd ab.

Der weit gespannte Bogen des mit schwungvoller Feder geschriebenen Buches wird durch die historische Dimension bereichert. Den alten Mythen über die Verelendung des Proletariats wird mit einem Plädoyer für die Rehabilitierung des «Manchester-Liberalismus» als ein Modell für das 21. Jahrhundert begegnet. Damit wird manches überholte Tabu gebrochen. Dass Hank in seinem Buch auch davor nicht zurückschreckt, zeigt intellektuellen Mut.

Detmar Doering


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Rainer Hanks Buch legt in aller Deutlichkeit die Prinzipien den "neuen", in Wahrheit uralten Turbokapitalismus dar. In erfrischend ehrlicher Weise macht er kein Hehl aus seiner Vorliebe für das US-Modell, das die kapitalistischen Ideale am geradlinigsten zum Ausdruck bringt. Wettbewerb, Wettbewerb, Wettbewerb, das ist sein Credo, nur Wettbewerb macht innovativ, nur Wettbewerb schafft Prosperität, nur Wettbewerb hält den Menschen auf Trab. Der ist nämlich, alter Adam, der er ist, eigentlich träge, und braucht die ständige Peitsche der Konkurrenz. Und wer dem Wettbewerb nicht gewachsen ist, der hat eben Pech gehabt. So weit, so gut. Hank verdient ein dickes Lob dafür, daß er die Ideologie des Kapitalismus nicht hinter Floskeln verschleiert, nein, er sagt knallhart, was Sache ist. Dafür 5 Sterne! Die Kehrseite der Medaille ist, daß Hank keine Spur einer Begründung dafür liefert, warum die Profitmaximierung höchstes Ziel des Menschen sein soll, warum Wirtschaftswachstum als abstrakte Größe ein Wert an sich sein soll, warum immaterielle Werte überhaupt nicht zählen. Wozu der Autor Philosophie und Theologie studiert hat, die sich ja eben mit solchen Fragen beschäftigen, ist mir schleierhaft. Aber der Mensch neigt ja nun einmal zum Vergessen...Für Sozialdarwinismus pur, Sklaventreibermentalität und konsequente Verleugnung so ziemlich sämtlicher moralphilosophischer und-theologischer Traditionen: 1 Stern. Macht summa summarum 3 Sterne. Fazit: Für Jungdynamiker ohne soziales Empfinden ein Kultbuch. Für Andersgesinnte ein -allerdings notwendiges- Ärgernis, Abteilung Feindaufklärung.
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