Sie sind beide keine Menschen, die Luftschlösser bauen oder schnelle Thesen unter die Leute bringen ohne fundierte Kenntnisse, die beiden Autoren des vorliegenden Buches "Das Ende des Geldes", der Wirtschaftswissenschaftler Franz Hörmann von der Universität Wien und er Ökonom und Unternehmensberater Otmar Pregeter.
Und dennoch trägt ihr Buch alle Züge einer echten Utopie. (Über die Geschichte der Sozialutopien vgl. das gerade erschienene Buch von Gregroy Claeys, Ideale Welten. Die Geschichte der Utopie, Theiss 2011).
Das gegenwärtige Finanzsystem als ein reines Betrugsmodell entlarvend, in dem die Banken Geld erfinden und es dann auf Kosten von Millionen für sich und ihre Anteilseigner vermehren, fordern die beiden Autoren "grundlegende Veränderungen der Gesellschaft". Sie haben einen "Wegweiser in eine ökosoziale Gesellschaft" geschrieben, indem sie anhand von vielen Beispielen aufzeigen, wie ein Paradigmenwechsel zu einer Gesellschaft ohne Geld gelingen könnte.
Wie das genau geschehen soll, und wie vielleicht die vielen Fragen des skeptischen Rezensenten, wie denn Menschen, die von klein auf Geld und seinen Besitz und seine mögliche Vermehrung geprägt werden, wie denn das alles in einem globalisierten Rahmen geschehen soll, aufgegriffen werden, das wollen die beiden Autoren in einen schon angekündigten Folgeband mit dem Titel "Geldlos - demokratisch -glücklich. Leben in der Wissensgesellschaft" aufzeigen.
Ich jedenfalls bin sehr skeptisch.