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Das Ende der Geduld: Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter [Taschenbuch]

Kirsten Heisig
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (203 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

23. Juli 2010
Die Gewalttäter werden jünger, brutaler, skrupelloser und die Gesellschaft mit diesem Problem hilfloser. Die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig war nicht bereit, das hinzunehmen. So wollte sie nicht akzeptieren, dass bei Jugendlichen zwischen Straftat und Gerichtsverhandlung viele Monate vergehen und entwickelte das Neuköllner Modell. Hier findet nach einfachen Delikten von Jugendlichen innerhalb von drei Wochen die Gerichtsverhandlung statt. Die schnellen Strafen haben damit einen größeren Wirkungseffekt bei Tätern und Opfern. In ihrem Buch »Das Ende der Geduld« erläutert sie das Modell und deren Durchsetzungsweg, beschreibt Lebensläufe jungendlicher Krimineller, schildert Straftaten und Verfahren, benennt die Situationen an Schulen, Jugendämtern und der Polizei. Heisig liefert Fakten und aber auch Lösungsvorschläge, wie z.B. die Vernetzung von Polizei, Staatsanwaltschaft, Jugendamt, Schulen, Behörden, Institutionen und Eltern funktionieren sollte. Dabei wirft sie auch einen vergleichenden Blick ins europäische Ausland. Im ihrem Buch fordert die Richterin die Beseitigung von Handlungsdefiziten und eine ehrliche und notwendige Debatte in der Bekämpfung von Jugendkriminalität. Kirsten Heisig verstarb unerwartet Ende Juni 2010 in Berlin.

Wird oft zusammen gekauft

Das Ende der Geduld: Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter + Neukölln ist überall + Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen
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Pressestimmen

"Und Das Ende der Geduld ist eine Provokation. Denn Kirsten Heisig hat auf Missstände hingewiesen, auf die Trägheit der Justiz, auf Versäumnisse der Schulen und der Jugendämter, auf Ressortdenken und mangelndes Engagement." (Die Zeit 20101222)

"Heisigs Buch ist ehrlich, authentisch, nicht darauf aus, gezielt zu provozieren. Das, was sie beschreibt reicht aus, um sich wirklich Sorgen zu machen." (Giessener Allgemeine 20101224)

Über den Autor

Kirsten Heisig, geb. 1961, verstarb Ende Juni 2010 in Berlin. Sie war Jugendrichterin, das von ihr wesentlich initiierte sog. »Neuköllner Modell« zeichnet sich vor allem aus durch Prävention, Abschreckung, Konsequenz und Schnelligkeit.

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690 von 710 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Ende von Schweigen und Beschönigen 27. Juli 2010
Format:Taschenbuch
Ein großartiges Buch einer großartigen Frau.

Kirsten Heisig schildert sehr differenziert verschiedene Wege von Jugendlichen ganz unterschiedlicher Herkunft in die Kriminalität. Es geht in dem Buch nicht nur um Neukölln. Auch ihre Erfahrungen aus anderen Bezirken werden geschildert, so aus Pankow, wo es Anfang/Mitte der 90er Jahre viele Probleme mit rechtsorientierten Gewalttätern gab.
Der Leser kann nachvollziehen, wie die mangelhafte Kooperation von Schulen, Jugendamt, Gerichten und Justiz kriminelle Jugendliche geradezu zu Straftaten ermuntert, weil sie entweder gar nicht bestraft werden oder zu spät und zu mild.
Nie aber werden die Jugendlichen als Monster gezeichnet, sondern immer auch als Opfer, vor allem ihrer eigenen Eltern. Eltern, die überfordert und unfähig sind zu grundlegender Erziehung. Und auch von Eltern, die die kriminelle Karriere ihrer Kinder in Kauf nehmen oder sogar - wie im Falle arabischer Großfamilien - aktiv voran treiben.

Bis vor wenigen Jahren war es in der gesamten Bundesrepublik, und in Berlin besonders, üblich, dass über die weit überproportionale Kriminalität von Jugendlichen aus türkischen und besonders arabischen Familien geschwiegen oder nur sehr beschönigend und abwiegelnd gesprochen wurde.
Die Medien und die Politik handelten hier in ebenso seltener wie grundfalscher Einmütigkeit. Die Berliner Justizsenatorin von der Aue versetzte einen Oberstaatsanwalt, der sich öffentlich über jugendliche Gewaltkriminalität äußerte, während die Polizei zunehmend frustrierter über das Versagen von Politik und Justiz war.

Kirsten Heisig schildert in dem Buch, wie sie das "Neuköllner Modell" entwickelte und auf den Weg brachte - und damit, gegen den Widerstand vieler Kollegen in der Justiz, als Erste einen konkreten und messbaren Beitrag leistete, Jugendliche nicht weiter in die Kriminalität abrutschen zu lassen und die Straßen von Berlin etwas sicherer zu machen.

Kirsten Heisigs Buch ist konkret, ist engagiert und bewegend. Es spricht die unschönen Wahrheiten aus und es zeigt Wege, wie die Zunahme der Gewalt endlich eingedämmt werden kann. Ich hoffe, dass dieses Buch der Anfang ist vom Ende des Schweigens und Schönredens.

Danke, Frau Heisig. Sie fehlen.
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401 von 420 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Richterin klagt an! 27. Juli 2010
Von Martin
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Es ist unglaublich und unfassbar, welche Zustände offensichtlich in der Berliner Jugendarbeit herrschen. Wegsehen als Prinzip. Man feiert sich auf Partys als die großen Multikulti-Protagonisten - aber auf Kosten der Jugend und zulasten der ganzen Gesellschaft. Ganze Generationen von Jugendlichen aus problematischen Vierteln werden sich selbst überlassen, werden von vornherein aufgegeben. Aus ideologischen Gründen darf nicht sein, was längst Realität ist.

Kirsten Heisig weist aber einen Weg zur Lösung, der überzeugend wirkt. Hoffentlich lesen viele berliner Verantwortliche ihr Buch und nehmen es sich ehrlich zu Herzen.

Anstatt eine solche engagierte und kompetente Frau wie Kirsten Heisig zu unterstützen und zu fördern, wird sie von Berliner Politik und Behörden alles andere als positiv begleitet. Die Brutalität des Umgangs mit kritischen Stimmen, nicht nur bei Kirsten Heisig, ist erschreckend. Bleibt nur zu hoffen, dass die Umstände ihres unvermittelten Todes restlos aufgeklärt werden.
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152 von 160 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diagnose und Therapie eines drängenden Problems 26. Juli 2010
Von Tom Kadi VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Kirsten Heisig war eine Berliner Jugendrichterin zunächst zuständig für die Ostberliner Bezirke Pankow und Freidrichshain, in den letzten Jahren für Neukölln, eine der Kriminalitätshochburgen der Stadt. Sie weiß, wovon sie spricht, kennt das gesamte Spektrum von jugendlichen Gewalttäter: Von verwahrlosten Deutschen, die in die rechtsradikale Szene abdriften, von verwöhnten Mittelstandssprößlingen und Linksradikalen "Erste-Mai-Randalierern" bis hin zu außerhalb von Recht und Gesetz lebenden Migrantenkindern. Sie war keine "Richterin Gnadenlos", wie manche sie in der Öffentlichkeit abstempelten. Was sie umtrieb war ein ineffektives politisches System und eine häufig ängstliche Verwaltungspraxis, die es zuließen, dass Kinder in einem Zustand der Verwahrlosung aufwuchsen. Und sie begann, Modelle für eine Veränderung zu entwickeln. Das Buch enthält eine realistische Zustandsbeschreibung - gewonnen aus einer tagtäglichen engagierten Arbeit, eine Darstellung, was Jugendrichter leisten können und welche Mittel ihnen dazu zur Verfügung stehen, einen Blick über die Grenzen, wie anderen Orts - in Oslo, London oder Rotterdam - mit dem Problem umgegangen wird und Vorschläge, welche dringend notwendigen Änderungen eingeleitet werden sollten. Diese laufen letztlich auf eine Linie hinaus, die jeder Praktiker in diesem Feld nur aus vollem Herzen unterschreiben kann: Es muss rasch und konsequent gehandelt werden, unsere Rechts- und Werteordnung muss entschlossen durchgesetzt werden. Wenn wir es tolerieren, dass Eltern ihre Kinder nicht zur Schule schicken, ihre Söhne zu kleinen Machos erziehen und ihre Töchter systematisch unterdrücken, wenn wir es zulassen, dass Schüler mehr oder weniger sanktionslos Lehrer attackieren dürfen, dass Polizeibeamte sich bei Festnahmen plötzlich mit einem Rudel gewaltbereiter Landsleute auseinandersetzen müssen, wenn arabische Großfamilien ihre Kinder auf den U-Bahnhöfen harte Drogen verticken können, ohne dass den Eltern das Sorgerecht entzogen wird, wenn weggeschaut wird, wenn in den Familien die Kinder misshandelt werden, dann wird unsere Gesellschaft den Kampf gegen die Jugendgewalt verlieren. Die Autorin betont dabei zu Recht, dass präventive, unterstützende Maßnahmen an erster Stelle stehen sollen. Werden diese aber nicht angenommen, dann ist es notwendig auch konsequent und rasch mit repressiv zu reagieren und Signale zu setzen. Dieses Buch sollten alle, die in diesem Bereich arbeiten, lesen und es so sollte außerdem zur Pflichtlektüre der Politiker werden, damit sich die Verhältnisse endlich ändern, bevor es zu spät ist!
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Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen Stimmt sehr nachdenklich
Was wohl alle wissen oder zumindest vermuten wird in diesem Buch beschrieben. Wie brauchen keine neuen Gesetze, nur müssen wir endlich anfangen die vorhandenen Gesetze... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Tag von Joachim Janke veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Das Ende der Geduld: Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter
Habe ich komplett gelesen und es war seeeehr interessant.

Das Ende von Kirsten Heisig ist das töten einer deutschen Richterin.

War sowas in den medien? Lesen Sie weiter...
Vor 7 Tagen von matthias burmeister veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen einfach ein muss
dieses buch sollte für andersdenkende ein muss sein, vorallem wer die welt verändern möchte. finde es schade, dass diese frau in vergessenheit geraten ist. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Zahme veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Düster
Sicher braucht es auch das Aufdecken des Unangenehmen,
allerdings sollte man darin nicht stecken bleiben.
Nun sollten positive Wirkungen kommen.
Vor 1 Monat von E. R. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Über den Tellerrand hinausblicken
Erst hatte ich gedacht, es würde nur Richterin "Gnadenlos" vorgestellt, aber sie hat echt gute Ansätze ... sehr lesenswert ...!!
Vor 1 Monat von Sebastian Nolte veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Super
Habe ich vor dem "Sensationsbuch" des Herrn Sarrazin (waren die nicht auch als Hugenotten mal Flüchtlinge in D) gelesen und war schlichtweg begeistert. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Klaus Lemacher veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Ein wichtiges Buch
Kirsten Heisig liefert tiefe Einblicke in diese komplexe Materie. Sie schildert Probleme, die in unserem von Gutmenschen geprägten Alltag nicht vermittelt werden und für... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Bortfeld, Manfred veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sehr zufrieden
Alles Bestens. Ein guter Kauf. Ich würde bei Ihnen immer wieder einkaufen und kann den Artikel nur empfehlen. Vielen Dank.
Vor 3 Monaten von Lutz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wo bleibt die Betroffenheit unserer Politiker....
... wenn eine Frau so plötzlich sebstgemordet wird ? Wenn eine Frau, die Unbequemes sagt, denkt, schreibt sich kniend erhängt. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Contessa veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Kriminalität von Kindern in Neukölln
Ich glaube nicht an den Selbstmord dieser mutigen Frau, sondern an die schlechte Aufklärung der Berliner Polizei
Die Polizei sollte viel energischer gegen diese... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Dr. Frank Schneider veröffentlicht
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