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Das Ende des Bösen: Die Naturwissenschaft entdeckt das Gute im Menschen
 
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Das Ende des Bösen: Die Naturwissenschaft entdeckt das Gute im Menschen [Gebundene Ausgabe]

Rolf Degen
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Bisher hat die Wissenschaft kein gutes Haar am Menschen gelassen. Nach der Lehre der Evolutionsbiologie gilt das Recht des Stärkeren, aus der Sicht der Ökonomie geht es dem Homo oeconomicus um Maximierung des Nutzens, die Psychologie sieht den Menschen als selbstsüchtige Kreatur auf der Suche nach Lust. Warum ist der Mensch trotzdem nett, hilfsbereit, solidarisch, gar moralisch? Die Naturwissenschaft entdeckt derzeit das Gute im Menschen und kommt zu einem folgenschweren Ergebnis: Die Moral steckt in den Genen. Rolf Degen fasst in seinem grundlegenden Buch erstmals den neuesten Stand der Forschung zusammen und zeigt das aufregende Panorama unserer moralischen Gefühle sowie die faszinierende kooperative Natur des Menschen.

Über den Autor

Rolf Degen, geboren 1953, studierte Psychologie, Soziologie und Publizistik. Er lebt als freier Wissenschaftsjournalist in Bonn und schreibt unter anderem für die »Zeit«, die »Frankfurter Allgemeine Zeitung«, für »Bild der Wissenschaft« und »Psychologie heute«. Seine Berichte wurden von der Deutschen Gesellschaft für Psychologie mit dem Preis für Wissenschaftsjournalistik ausgezeichnet.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Gute ist in uns 29. Oktober 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Was ist Moral, wie entsteht sie und was bewirkt sie? In seinem neuen Buch kommt Rolf Degen zu erstaunlichen Antworten: Moral, so das Fazit seiner Analyse, kann den Menschen nicht beliebig von außen überstülpt werden. Sie kann nicht beliebig erfunden und anerzogen werden. Moralisches Handeln und Urteilen ist immer an Emotionen gefesselt, stützt sich auf ein 'angeborenes unausrottbares Bauchgefühl', das aus einem Repertoire urzeitlich geformter Gefühle stammt. Moral ist Bestandteil einer Überlebensstrategie, die sich in den Genen verankert hat. Zum moralischen Handeln gehören das Bestreben, Schaden zu vermeiden, der Wunsch nach Gerechtigkeit, die Neigung, fremden Besitz zu achten oder auch die Bereitschaft, zu vergeben. Rolf Degen erklärt eindringlich, warum dies tief verwurzelte Motive des Menschen sind und welche Rolle dabei unsere Emotionen spielen, diese Motive auszuleben. Wer kein Mitleid empfindet, dem wird der Schaden eines anderen gleichgültig sein, wer keine Schuldgefühle hat, der wird sein Handeln auch nicht als ungerecht wahrnehmen.
Wer die Moral eines Menschen beeinflussen will, der muss auf seine Gefühle einwirken. Rolf Degen grenzt sich mit Nachdruck von der Vorstellung ab, die Moral des Menschen gründe sich auf den Verstand. Auch wehrt Degen sich entschieden gegen die Doktrin von der Vorherrschaft des Eigeninteresses und der Triebsteuerung. Ebenso wenig sei der Mensch ein rein rational entscheidender und abwägender Homo Sapiens. Es sind die im Laufe der Evolution entstandenen Gefühle, schreibt Degen, die nicht zulassen, dass Menschen immer rein rational und auf Gewinnmaximierung bedacht handeln können.
Der Autor hat ein aufschlussreiches und fesselndes Buch geschrieben, das dem Leser eine neue Tür aufdrückt, sein eigenes moralisches Urteilen und Handeln und das einer ganzen Kultur besser zu begreifen. Mit zahlreichen Beispielen bringt er uns die psychologischen Mechanismen nahe, die uns dazu verleiten, die Welt so zu bewerten, wie wir es tun. Dabei wird eines klar: Der Mensch muss nicht erst alles lernen, was 'gut' und 'böse' ist. Die Natur hat ihn bereits mit Anlagen ausgestattet, die ihn in vielen Situationen leiten, Gutes zu tun. Viel Gutes steckt also bereits in ihm.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schön wär's! 14. März 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Der Titel wurde dem Autor wohl vom Verlag aufgedrückt. Vom "Ende des Bösen" kann nämlich keine Rede sein, und auch im Buch ist das nicht der Fall. Vielmehr geht es darin um die Tatsache, daß genetisch nicht nur Anlagen zum Bösen (Aggression, rücksichtsloser Egoismus), sondern eben auch zum Guten (Kooperation, Hilfsbereitschaft, Mitleid) vorhanden sind. Sehr überraschend und bestürzend ist die Erkenntnis, daß sich religiöse Menschen nicht oder kaum moralischer verhalten als nicht religiöse. Die in den letzten Jahrzehnten so sehr gestiegene Kriminalität kann also kaum etwas mit dem Rückgang der Religiosität zu tun haben. Es ist wohl doch in erster Linie der Siegeszug der Gewaltmedien, der die bösen Anlagen weckt und die guten verdrängt. Man darf nun hoffen, daß auch das Gegenteil möglich wäre; aber dafür müßte sich sehr vieles ändern.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Heilsam..... 27. Mai 2009
Format:Gebundene Ausgabe
.... für den sich selbst gegenüber grausam ehrlichen Menschen.

Die Erkenntnnis, Charaktereigenschaften zu besitzen, die auf gesellschaftlich eher verpönten Gefühlen fussen, ist eine Einsicht, die einen schon derartig in die Defensive drängen kann,dass man diesen Umstand nicht nur nach aussen leugnet, sondern auch vor sich selbst am liebsten verdrängen würde.

Die Einsicht, dass niemand gänzlich frei davon ist,und auch diese Gefühle essentiell wichtig sind für den Fortschritt der geistigen Evolution, mag einen trösten.

Die Einsicht jedoch, dass auch als allgemein negativ bewertete und ebenso empfundene Gefühle (kann differieren ;-)) ebenso ein zwangsläufiges Ergebnis evolutionärer Selektion sind,die in jedem denkbaren allgemeinen Gemütszustand eine gleichsam nützliche Funktion - besonders im komplexen Beziehungmiteinander - erkannt hat, sollte auf jeden Fall zum zwingenden Anlass genommen werden, nicht nur Wertesysteme in sich zu hinterfragen, sondern kann auch helfen, den Weg in eine wahrhaft tolerante und auch etwas weniger hysterische Gesellschaft zu ebnen.

Wo kein Licht, da kein Schatten.

Ein sehr gutes Buch.
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