Als ich neulich auf diesen Titel stieß, klickte ich schnell weiter, weil mir meine Ausreden wichtig sind, um mein Leben vermeintlich stressfreier zu leben. Aber irgendwie blieb 'Das Ende der Ausreden' in meinem Unterbewußtsein hängen: produzieren nicht doch etliche meiner wohlgepflegten Ausreden letzten Endes mehr Stress als sie vermeiden?
Als ich dann zufällig (???) im Lufthansa-Magazin auf ein Interview mit der Autorin stieß, endschied ich mich definitiv, das Thema nicht mehr mit einer Ausrede wegzuschieben.
Inzwischen bin ich mitten im Buch und mitten in der Arbeit: zuerst braucht man schon einigen Mut, sich diesem Thema zu nähern. Aber einmal angefangen und mit einer geschickt aufgebauten Storyline, öffnet die Autorin mit ihrem flotten und 'hinterhältig' leichtem Stil sehr schnell die mutigen Gehirnregionen. Sie führt einen auf einen spannenden und hilfreichen Entdeckungsweg in einen mit Ausreden gut gepanzerten Gehirnbereich. Da liegt so Vieles, von dem man eigentlich weiß, daß man daran arbeiten sollte.
Die Autorin hat es mit ihren Fragen, Hinweisen und Schilderungen geschafft, daß ich mich über meine ersten Erfolge freuen kann. So zum Beispiel über das Schreiben dieser Rezension: ich habe Lust, meine Meinung öffentlich kund zu tun und 'Danke' zu sagen und habe es wegen der Bedenken, eventuell dafür Kritik zu ernten, mit der Ausrede 'Das interessiert ja Niemanden' dann früher doch nicht getan. Was offensichtlich falsch ist, denn Sie lesen ja anscheinend diesen Text bis hier!
Fazit:
Danke, Frau Roser, daß Sie mich auf diesen Weg gebracht haben - aber Ihr Buch wird mich wohl noch eine ganze Weile kräftig beschäftigen!
PS: Und Weihnachten werden es einige Freunde bereuen, daß ich jetzt an meinen Ausreden arbeite: ich werde ihnen dieses Buch schenken und ihnen sagen, daß deren Ausreden mich manchmal kräftig nerven!