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Produktinformation
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Detailliert beschreibt der Autor die mannigfachen, sich häufig wechselseitig verstärkenden Ursachen für den Fortbestand extremer Armut inmitten größten Wohlstands. Und er lässt es nicht bei der Zustandsanalyse bewenden, sondern zeigt auf, welche konkreten, praktischen Maßnahmen nötig und tatsächlich auch möglich sind, um diese Armut zu überraschend geringen Kosten nachhaltig zu überwinden. Auch der entwicklungsökonomischen Methodik eröffnet Sachs interessante Perspektiven. Seine "klinische Ökonomie" will der Komplexität wirtschaftlicher Systeme durch eine sorgfältige Differentialdiagnostik ähnlich wie in der Medizin Rechnung tragen. Hierfür hat Sachs eine siebenstufige Checkliste ausgearbeitet, die er jedem "klinischen Ökonomen" für die "ärztliche Voruntersuchung" eines verarmten Landes an die Hand geben möchte, weil nur auf der Grundlage einer sorgfältigen Diagnose ein für den konkreten Einzelfall angemessener Behandlungsplan erstellt werden kann.
Gewiss: Entwicklungspolitik kostet Geld. Doch zeigt sich Sachs überzeugt, bereits mit der Anhebung des von den Geberländern von ihrem Bruttoinlandsprodukt bereitgestellten Anteils von derzeit 0,14 auf 0,7 Prozent bestünde "die realistische Chance, extreme Armut bis zum Jahr 2025 zu beseitigen". -- Lesenswert! -- Andreas Vierecke
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1995 schließlich wendet sich Jeffrey Sachs einem völlig neuen Thema zu: den Problemen den extrem armen Staaten, von denen die meisten in Afrika liegen. Sachs glaubte, schon alles gesehen zu haben was Unterentwicklung betrifft. Das Ausmaß der Armut in Afrika schockierte ihn aber. Sachs bemerkte auch, dass er eigentlich gar nichts wußte. Im Grunde hatte Sachs nur ein paar Klischees im Kopf, zB: „jedes Jahr fliessen Milliarden und Aber-milliarden in die Entwicklungshilfe, und trotzdem wird immer alles schlimmer!“ Sachs machte sich die mühe und rechnete das ganze nach und fand heraus, dass die größe der Entwicklungshilfe völlig überschätzt wird.
Die USA etwa geben 30x mehr für Rüstung aus als für Entwicklungshilfe. Und die Hilfsgelder werden zu einem Großteil für teure westliche Experten und Prestigeprojekte ausgegeben. Beim einzelnen armen kommen nur ein paar Cent an! Sachs nennt auch einen Preis: pro extrem armen Menschen muss man ca. 70 Dollar im Jahr ausgeben, für Landwirtschaft (Bewässerung, Dünger) Bildung (einfache Volksschulen) und Gesundheit (zB AIDS und Malariaprogramme. Dafür müssten die reichen Staaten ca. 0,7% ihres Volkseinkommens spenden!
Schockierend auch das Ausmaß von AIDS! Jedes Jahr sterben 2-3 Millionen Menschen in Afrika daran, Tendenz stark steigend! Übrigens sterben auch Millionen an Tuberkulose und vor allem an Malaria. Und auf jeden Malaria-Toten kommen –zig Malaria-Schwerkranke, die tage- und wochenlang arbeitsunfähig sind. Und hier kommt wieder der Ökonom ins Spiel: Sachs beweist, dass die Krankheiten nicht nur menschliches Leid verursachen, sondern auch die wirtschaftliche Entwicklung erschweren oder sogar verunmöglichen! Afrika kann sich nur entwickeln, wenn mehr Geld in Gesundheit und Bildung gesteckt wird! Und die Gelder müssen als Spenden fließen, nicht als Kredite!
Eine Verbesserung im Gesundheits- und Bildungswesen würde übrigens das Bevölkerungswachstum nicht vergrößern. Sachs beweist, dass überall dort auf der Welt, wo sich Wohlstand, Bildung, Ernährung und Gesundheit verbessert haben, die Anzahl der Kinder, die pro Frau geboren werden, drastisch zurückgeht! In Europa war es so, in Südkorea, in Indien, sogar im Iran! In einer Gesellschaft, in der die Menschen davon ausgehen können, dass ihre Kinder auch überleben werden, muss man weniger Kinder in die Welt setzen! Mädchen, die eine Schulbildung bekommen, sind selbstbewußter und lassen sich nicht so leicht in eine Frühehe zwingen. Selbstbewusste Frauen bestimmen selber wen und wann sie heiraten und wie viele Kinder sie bekommen!
1995 schließlich wendet sich Jeffrey Sachs einem völlig neuen Thema zu: den Problemen den extrem armen Staaten, von denen die meisten in Afrika liegen. Sachs glaubte, schon alles gesehen zu haben was Unterentwicklung betrifft. Das Ausmaß der Armut in Afrika schockierte ihn aber. Sachs bemerkte auch, dass er eigentlich gar nichts wußte. Im Grunde hatte Sachs nur ein paar Klischees im Kopf, zB: „jedes Jahr fliessen Milliarden und Aber-milliarden in die Entwicklungshilfe, und trotzdem wird immer alles schlimmer!“ Sachs machte sich die mühe und rechnete das ganze nach und fand heraus, dass die größe der Entwicklungshilfe völlig überschätzt wird.
Die USA etwa geben 30x mehr für Rüstung aus als für Entwicklungshilfe. Und die Hilfsgelder werden zu einem Großteil für teure westliche Experten und Prestigeprojekte ausgegeben. Beim einzelnen armen kommen nur ein paar Cent an! Sachs nennt auch einen Preis: pro extrem armen Menschen muss man ca. 70 Dollar im Jahr ausgeben, für Landwirtschaft (Bewässerung, Dünger) Bildung (einfache Volksschulen) und Gesundheit (zB AIDS und Malariaprogramme). Dafür müssten die reichen Staaten ca. 0,7% ihres Volkseinkommens spenden!
Schockierend auch das Ausmaß von AIDS! Jedes Jahr sterben 2-3 Millionen Menschen in Afrika daran, Tendenz stark steigend! Übrigens sterben auch Millionen an Tuberkulose und vor allem an Malaria. Und auf jeden Malaria-Toten kommen –zig Malaria-Schwerkranke, die tage- und wochenlang arbeitsunfähig sind. Und hier kommt wieder der Ökonom ins Spiel: Sachs beweist, dass die Krankheiten nicht nur menschliches Leid verursachen, sondern auch die wirtschaftliche Entwicklung erschweren oder sogar verunmöglichen! Afrika kann sich nur entwickeln, wenn mehr Geld in Gesundheit und Bildung gesteckt wird! Und die Gelder müssen als Spenden fließen, nicht als Kredite!
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