| ||||||||||||||||||||||||
|
Entdecken Sie den Campus-Shop. |
Produktinformation
Möchten Sie die Produktinformationen aktualisieren oder Feedback zu den Produktabbildungen geben?
Ist der Verkauf dieses Produkts für Sie nicht akzeptabel? |
Mit seinem Buch hat Rifkin die Debatte um die Zukunft der Arbeitsgesellschaft wesentlich mitgestaltet. Nicht umsonst wurde der Titel in die Liste der hundert wichtigsten Managementbücher in der Campus-Management-Enzyklopädie aufgenommen.
Nun hat der Campus Verlag eine aktualisierte und erweiterte Neuauflage des Buches auf den Markt gebracht, erfreulicherweise nahezu zeitgleich zur ebenfalls in diesem Jahr erschienen amerikanischen Ausgabe. Neben dem schonend aktualisierten Originaltext enthält das Buch eine rund 40-seitige Einleitung zur Neuausgabe, in der der Autor seine Kritik erneuert -- pointiert, wie gewohnt. "Das Industriezeitalter bereitete in den USA der Sklavenarbeit ein Ende", schreibt Rifkin, "das Informationszeitalter wird der massenhaften Lohnarbeit den Garaus machen." Das "Urgestein kapitalistischer Wirtschaftstheorie" sei erodiert; man müsse einen "dem Herzen des Kapitalismus inhärenten Widerspruch" zur Kenntnis nehmen, denn weniger Arbeit produziere weniger Einkommen, weniger Konsumnachfrage und letztlich weniger Wachstum.
Auch bei seinen Vorschlägen für die Gestaltung der Zukunft der Arbeit legt Rifkin nach, denn dies sei in der Erstausgabe etwas vage geblieben, hatten Kritiker bemängelt. Ob er sie besänftigen kann, bleibt indes fraglich. Rifkin setzt weiter auf den dritten Sektor, fordert Arbeitszeitverkürzungen und bringt die Wasserstoffwirtschaft als neuen Jobmotor ins Spiel. Ein Patentrezept für die Lösung dieser "kritischen Frage unserer Epoche" indes kann er auch nicht präsentieren, dafür aber reichlich Nachschub an Diskussionsstoff. --Winfried Kretschmer
Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten(Was ist das?)Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
|
Die Alternative zu dieser düsteren Zukunftsvision besteht in der gerechten Verteilung von Arbeit und der Erschließung und Stärkung des Dritten Sektors (neben Wirtschaft und Staat), also des Gemeinwesens oder sogenannten "Non-profit"-Bereiches, in der die Menschen sich sozial engagieren und Bürgerpflichten wahrnehmen, und somit der Entsolidarisierung der Gesellschaft entgegenwirken. Dies könnte die Grundlage eines neuen Gesellschaftsvertrages sein. Rifkin setzt hierbei auf die Bürger, deren Wille, sich in Freiwilligenorganisationen zusammenschließen, in den USA besonders ausgeprägt ist.
Rifkin stellt u.a. folgende Thesen im Gegensatz zu herkömmlichen Meinungen auf: Erstens, der Dienstleistungssektor kann die aus der Industrie und der Landwirtschaft freiwerdenden Arbeitsplätze nicht aufnehmen. Und zweitens, Wirtschaftswachstum schafft nicht unbedingt neue Arbeitsplätze (siehe Miegel).
Demographische Betrachtungen, wie sie zum Beispiel Miegel anstellt, kommen bei Rifkin nicht in Betracht; lediglich im Nachwort schreibt der deutsche Journalist Martin Kempe, daß das Problem der Unterbeschäftigung durch den Eintritt der geburtenschwachen Jahrgänge in das Erwerbsleben nicht gelöst werden kann.
Meinhard Miegel, der in seinem Buch "Die deformierte Gesellschaft" den Fokus auf Deutschland lenkt, denkt an vielen Stellen anders oder einfach auch kurzfristiger und gibt folgendes zu bedenken: Erstens, es gibt genug Arbeit, nur nicht genug Arbeitsplätze. Zweitens, diese Arbeitsplätze zu schaffen, also Arbeitgeberfunktionen wahrzunehmen, ist auch Sache der Arbeitnehmerhaushalte, die Dienste in Anspruch nehmen könnten, diese stattdessen aber in Eigenleistung selbst verrichten.
Der Wirtschaftsjournalistist Jeremy Rifkin präsentiert kompetent und eingehend wie sich die Industriegesellschaft verabschiedet. Seine Argumentation ähnelt der des zehn Jahre früher erschienenen Buches "Risikogesellschaft - Auf dem Weg in eine anderen Moderne" von Ulrich Beck und dem Bericht an den Club of Rome "Wie wir arbeiten werden" (Orio Giarini, Patrick M. Liedtke) aus dem gleichen Jahr. Als Journalist schreibt Rifkin auch in diesem Buch viel eingängiger.
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|