Paulo Coelho mit seinem Weltbestseller "Elf Minuten" ist Literaturfreaks ganz sicher ein Begriff, und die Entstehungsgeschichte sicher zum Teil auch.
Es ging darum, das Mariana Brasil auf sich aufmerksam machte, sie hielt ein Schild hoch beim Literaturfestival in Mantua, worauf stand: »Lassen Sie meinen Traum wahr werden und widmen Sie mir eine Minute Ihrer Zeit« Dieses Schild sollte Paulo Coelho zu seinem Weltbestseller inspirieren.
Nun hat Frau Brasil ihre eigene Geschichte herausgebracht, und wer "11 Minuten" gelesen hat, der wird natürlich sehr interessiert sein an der Hintergrundgeschichte von Mariana Brasil.
Ich habe das Buch verschlungen und warum das so war, werde ich euch jetzt in meiner Rezi beschreiben.
Inhalt und Gliederung:
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Das Buch ist in:
Vorwort
16 Kapitel und
Nachwort (Der schmale Grat zwischen geistiger Klarheit und Wahnsinn)
gegliedert, wobei die einzelnen Kapitel jeweils mit Datum, Ort und Überschrift versehen sind. Innerhalb der Kapitel gibt es immer noch weitere Überschriften, die den Text vom Inhalt der Geschichte gliedern.
kurzer Inhaltsabriss:
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Das Vorwort ist von Mariana Brasil und beschreibt ihre Gedanken, warum sie das Buch schrieb und wie das Treffen mit Paulo Coelho verlief.
Die Geschichte beginnt bei ihrer Kindheit und dem Leben in einer Familien mit 8 Familienmitgliedern, die in armen Verhältnissen lebte. Sie wurde schwanger und war noch sehr jung. Um das Kind ernähren zu können, musste sie Geld verdienen, sie verkaufte sich und ihren Körper, es blieb ihr nichts anderes übrig. Dann geht es weiter in der Schweiz und die Prostitution spielt immer eine vorherrschende Rolle in ihrem Leben, sie gerät immer weiter hinein. Sie ist eine Hure, aber sie hat Gefühle und ist eine Frau, die fühlt und auch glücklich sein möchte. Sie hat Träume, die sie für sich und ihre Kinder erfüllt haben möchte.
Und all diese Gefühle und Träume und das "wahre und reale" Leben beschriebt sie so herzergreifend und authentisch, dass man als Leser total gefesselt ist von dieser kraftvollen und mutigen Frau, die für ihre Kinder so viel tut, so wenig an sich denkt und das Leben, welches für sie wahrhaft kein Zuckerschlecken ist, meistert.
Sie schreibt äußerst emotionsgeladen und als Leser spürt man, wie sie beim Schreiben ihr Leben hat Revue passieren lassen. Es geht an die Nieren und auch der Leser kann sich der Faszination nicht entziehen. Man fühlt, leidet und lacht mit ihr und kann sich, aufgrund der wunderschönen bildhaften Schreibweise alle Orte, Begenheiten und Personen sehr gut vorstellen und damit identifizieren.
Das Buch ist keine Anklage gegenüber der Härte in ihrem Leben, gegenüber die Prostitution oder den Männern, die sich benutzten, wie auch immer, sie schreibt trotz aller Emotionen ihre Geschichteauf jeden Fall sehr geistreich und brauch sich keinesfalls hinter Coelho verstecken, und sie schreibt zwar von Herzen aber auch realistisch.
Als Leser erfährt man viel aus der Welt der Prostitution und der Hintergründe, aber auch viel über die Menschen, die mit ihr und von ihr leben.
Der große Paulo Coelho sagte zu Mariana Brasils Buch :
»Ihre Worte sind leise, doch sie durchdringen uns mit aller Macht. Vertraut, intensiv und gewinnend führen sie uns in die Hölle, der wir auf der Suche nach uns selbst begegnen, aber auch zum Paradies der Liebe.«
Und dies ist doch wahrlich ein Kompliment.
Mariana Brasil schreibt sehr bildhaft und verwendet die Ich-Schreibweise und viele erklärende Adjektive, sowie auch die wörtliche Rede, was das Ganze sehr realistisch erscheinen lässt, man kann sich als Leser sehr in die Geschichte vertiefen und die Vorkommnisse miterleben.
kurze Leseprobe:
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Clara kehrte beschwingt aus ihrem Urlaub zurück, sie erwartete ein Kind von Franco und sah einfach umwerfend aus. Meine Freundin war vor Glück völlig aus dem Häuschen, Franco hatte es in Brasilien sehr gut gefallen und er begrüßte mich sogar auf Portugiesisch. Claras Anwesenheit tröstete mich ein wenig. Es tat gut, sie so strahlend und mit dem Leben in Einklang zu sehen. Aber ich war sehr traurig und fühlte mich verlassen. Ich malte mir scshreckliche Dinge aus, wenn ich an Lorenzos gesundheitliche Probleme dachte ...
Die Autorin:
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1966 wurde sie in Parana in Brasilien geboren und wuchs in Sao Paulo auf. Ihr Leben ging weiter in der Schweiz und in Italien, wo sie noch heute lebt. Sie schrieb schon immer ihre Erlebnisse in einem Tagebuch auf.
Sie engagiert sich für die Rechte der Frau auf nationaler und internationaler Ebene.
Zusammenfassend ist dieses Buch eine sehr zu Herzen gehende realistische Biografie einer mutigen Frau und Mutter, ein Leben in bildhaften Worten. Ich empfehle es sehr.