Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Franklin-Expedition mal aus anderer Sicht, 8. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Das Eiskind (Gebundene Ausgabe)
Glaubt man nur dem Klappentext, wäre die Geschichte um Jo und Sam schnell erzählt. Die Rollenverteilung ist klassisch, der Mann mit der jüngeren Geliebten, die böse Ehefrau und der Sohn aus erster Ehe mit ungeklärter Vaterbeziehung. Aber der Roman bietet wesentlich mehr. Es gibt noch zwei weitere Erzählstränge: zum Einen lernen wir Gus kennen, der Schiffsjunge auf einen der Schiffe der Franklin-Expedition ist, die 1845 zur Entdeckung der Nordwest-Passage aufbrach. Schiffe und Besatzung verschwanden im ewigen Eis, niemand hat die Expedition überlebt, auch die Schiffe wurden nie gefunden. Der Leser begleitet Gus und den Rest der Mannschaft ins ewige Eis bis in den Tod. Und dann ist da noch die Eisbärin mit ihrem Jungen, die auf den Spuren des Franklin Trails gesichtet wird. Durch den von Wechsel von Gegenwart in die Vergangenheit wird das Buch unglaublich spannend. Die Autorin hat wirklich hervorragend recherchiert und bringt dem Leser durch den -fiktiven - Schiffsjungen Gus die ganze Dramatik der Expedition näher. Wenn man überlegt, dass diese Expedition vor über 150 Jahren mit minimaler Technik und wissenschaftlichen Erkenntnissen gestartet ist (und sie war nicht die erste!), kann man nur staunen und den Mut dieser Menschen bewundern. Elizabeth McGregor gelingt es zum Schluss auch sehr gut, die verschiedenen Erzählstränge zusammen zu fügen. Und durch die Geschichte um die Erkrankung von Sam weist sie auch noch einmal auf die Wichtigkeit von der Registrierung als Knochenmarkspender hin. Alles in allem ein gut gelungener Roman einer Autorin, die sich eigentlich als Verfasserin von Kriminalromanen einen Namen gemacht hat.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unterhaltung der Extraklasse !, 25. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Das Eiskind (Gebundene Ausgabe)
*** INHALT *** "Das Eiskind" beinhaltet zwei große Erzählstränge. Ein Erzählstrang spielt in der heutigen Zeit und handelt von der Journalistin Jo Harper, die sich beruflich mit der Franklin-Expedition auseinandersetzt. Der zweite Erzählstrang (ca. 2/5 des Buches) beschreibt die Franklin-Expedition: Sie fand in der Mitte des 19. Jahrhunderts statt. Ziel dieser Expedition war es, einen Seeweg zu finden, der Atlantik und Pazifik verbindet und zwischen dem nordamerikanischen Kontinent und der Arktis verläuft. *** SCHREIBSTIL *** Elizabeth McGregor hat einen schönen Schreibstil. Sie beschreibt Situationen und Ereignisse auf eine Art, als würde der Leser zusammen mit der Romanfigur denken, fühlen, sich freuen und weinen. Durch die Beschreibung von Gedanken, Gesten und Mimiken ist die Geschichte sehr lebendig. Zudem ist sie spannend geschrieben. Meistens wechselt bei einem neuen Kapitel der Erzählstrang und man möchte am liebsten das folgende Kapitel überspringen, um zu wissen, wie's weitergeht. *** HINWEIS *** Wer mit Expeditionsbeschreibungen oder Berichten über die Arktis und das Leben dort nichts anfangen kann und dies langweilig findet, sollte dieses Buch nicht lesen, da die Beschreibungen ca. 2/5 des Buches ausmachen. Obgleich diese Beschreibungen detailreich und spannend geschrieben sind. *** FAZIT *** Dieses Buch kann ich jedem empfehlen, der Wert auf einen schönen Schreibstil legt und/ oder sich für Expeditionsbeschreibungen bzw. das Leben in arktischen Verhältnissen interessiert.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spannend und ungewöhnlich geschrieben, 5. Januar 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Eiskind (Gebundene Ausgabe)
Jo Harper ist Reporterin und um eine Reportage zu schreiben, muss sie das Thema mit dem sie sich befassen soll, auch richtig interessieren. Als sie daher zum ersten mal von Douglas Marshall hört und das der berühmte Forscher vermisst wird, hat sie keine Lust die Story zu übernehmen. Absolut nichts reizt sie an dem Thema. Ihre Freundin jedoch überzeugt sie davon, den Fall zu recherchieren. Und bald erfährt Jo, das Douglas Marshall, ein berühmter Archäologe, sich seit Jahren mit der legendären Franklin-Expedition befasst, die 1845 aufbrach, die Nord-West-Passage zu erforschen und bei der alle Männer starben. Die Geschichte um die Franklin-Expedition beginnt auch Jo in den Bann zu ziehen, aber als sie versucht näheres über Douglas Marshall herauszufinden, stößt sie auf eine Mauer aus Schweigen. Seine Frau will nicht mit ihr reden, der Sohn scheint eh eine komische Beziehung zum Vater zu haben und ansonsten kümmert es niemanden, das er im Eis als verschollen gilt. Kurze Zeit darauf wird er jedoch lebend gefunden und Jo trifft den charismatischen Mann zum ersten Mal. Sie schreibt eine Reportage über ihn und seine Arbeit und es bleibt nicht aus, das die beiden sich trotz des großen Altersunterschiedes ineinander verlieben. Das Leben könnte gar nicht schöner sein. Kurz darauf jedoch, als Jo und Douglas heiraten will, kommt er bei einem Unglück ums Leben. Zwei Jahre später, als Jo glaubt ihr Leben wieder im Griff zu haben, schlägt jedoch das Schicksal noch einmal grausam zu und es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. "Das Eiskind" ist wirklich eine ungewöhnliche und fesselnd geschrieben Geschichte, jedoch muss ich fairerweise sagen, das ich solche dramatischen Romane normalerweise nicht lese. Daher kann ich das Buch nur aufgrund seiner faszinierenden Geschichte bewerten. Die Autorin beginnt praktisch mit dem Ende der Story, um dann in Rückblenden alles zu erzählen. Außerdem gibt es im Buch ständig Sprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit, denn das Schicksal der Franklin-Expedition, wird ebenfalls erzählt. Wer auf der Suche nach einem ungewöhnlichen Buch ist, kommt an "Das Eiskind" nicht vorbei, denn alles in allem verspricht der Roman ein Bestseller zu werden.
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