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am 16. September 2013
"Etwas erzählen? Aber ich weiß nichts!" So beginnt Thomas Mann die Geschichte vom Eisenbahnunglück. Man sieht ihn dabei die Achseln zucken und die Brauen heben, vielleicht sogar mit dem etwas spöttischem Ausdruck im Gesicht, mit dem er diese fein ziselierte, dennoch knappe Erzählung vorzutragen scheint. Denn er weiß durchaus von Menschen, ihren Motiven, ihren verborgenen Gedanken, ihrer Haltung, die so oft den Emotionen widerspricht, ihren kleinen und großen Ängsten, denen keiner entkommt.
Der schon betagte Thomas Mann nimmt sich Zeit, jedes Wort findet eine passende Betonung, und wie raffiniert ist diese! Man hört sich schier in die Lautsprecher hinein, um nichts davon zu verpassen. So voller Ironie, Selbstironie und durchtriebenen Witz schildert er eine Reise im Zug, die mit einem großen Schrecken durch ein Unglück endet. Passagiere, Zugpersonal, er selbst, er führt uns ein Panoptikum an Zeitgenossen des angehenden 20. Jahrhunderts vor das Ohr und das innere Auge, in dem sich jeder wiedererkennen kann, und jeder nebenbei überlegen kann: Wie hätte ich mich verhalten?

"Das Wunderkind" ist ein klavierspielender kleiner Junge, der abgeklärt Puplikum und Kritiker betrachtet und beurteilt. Dabei bewahrt er Gelassenheit und Konzentration und gibt professionell seine Kunst zum Besten.

Auf dieser CD geht es sicher nicht darum, zwei Kleinode an erzählerischer Kunst kennenzulernen, sondern um das Kennenlernen von Thomas Mann. Er stellt seine Figuern dar mit Hilfe seiner schon brüchigen Stimme, die fein betont, jede Regung, jede Reflektion der Handelnden erlebbar macht. Aber sich immer Zeit nimmt, Schalk durchblitzen zu lassen oder Belustigung über die allzumenschlichen Schwächen, gegen die niemand gefeit ist.
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