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Das Echolot-Projekt: Das Echolot - Ein kollektives Tagebuch - (2. Teil des Echolot-Projekts): Ein kollektives Tagebuch Januar und Februar 1943: Ein kollektives Tagebuch. 1.1. - 28.2.1943: 4 Bde.
 
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Das Echolot-Projekt: Das Echolot - Ein kollektives Tagebuch - (2. Teil des Echolot-Projekts): Ein kollektives Tagebuch Januar und Februar 1943: Ein kollektives Tagebuch. 1.1. - 28.2.1943: 4 Bde. [Taschenbuch]

Walter Kempowski
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 3070 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (1. November 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442720761
  • ISBN-13: 978-3442720767
  • Größe und/oder Gewicht: 22,4 x 15,2 x 11,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 120.833 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Dies ist eine ganz und gar einzigartige Dokumentation! Man kann Walter Kempowski gar nicht genug danken für die Sisyphosarbeit, von der das 1993 erstmals erschienene "kollektive Tagebuch" Zeugnis gibt: 15 Jahre hat er Biografien, Tagebücher, Briefe, Fotos, Akten und Notizen gesichtet, ausgewählt und geordnet, um uns mit ihrer Hilfe einen ganz besonderen, originären Einblick in ein außerordentliches Kapitel Zeit- und kollektive Seelengeschichte zu ermöglichen. Der Dokumentar enthält sich jeden Kommentars und lässt die Texte der Berühmten, Berüchtigten und der zahllosen Unbekannten für sich selber sprechen. Allein die Zu- und Anordnung, von der aufwändigen Recherche einmal ganz abgesehen, ist eine Meisterleistung und macht aus dem archivarischen Konvolut große Literatur.

Das Echolot für die Monate Januar und Februar 1943, dem Kempowski mittlerweile mit Fuga Furiosa, 12.1.-14.2.45 und Barbarossa '41 weitere Bände hat folgen lassen, ist ein Werk, das den Leser unweigerlich mit in die Tiefe zieht. Funksprüche stehen hier neben Liebesbriefen, Frontberichte neben Einträgen in Terminkalender, literarische Arbeitsnotizen neben Klassenbucheinträgen. Kempowski selbst hat einmal gesagt, wer sich mit dem Echolot zu befassen beginne, habe "kaum eine Chance zu entkommen". So ist es!

In den montierten Stücken verliert man sich, hier und da erschrickt man, wundert und empört sich oder grübelt einem Gedanken nach -- jenem etwa, den Albert Camus unter dem Datum 10. Februar 1943 notiert hat: "Das ganze Problem des Absurden müßte sich auf eine Kritik des Werturteils und des Tatsachenurteils konzentrieren lassen." An manchen Stellen muss man sogar einmal lachen. Wenn etwa ein Zensor aus einem beanstandeten Brief zitiert: "Liebe Inge! Wenn Du wüßtest, wie es mir geht, Dir stünde der Arsch voll Tränen."

Meist jedoch überwiegt ein Gefühl der Bestürzung: Bestürzung darüber, was man den Autoren allesamt voraus hat: das Wissen um das Ende -- um die Hinrichtung etwa, die Sophie Scholl nur wenige Tage nach dem 17. Februar bevorsteht, als sie an ihre Freundin Lisa Remppis schreibt: "O, ich freue mich wieder so sehr auf den Frühling." So verschlingt man Band um Band und taucht am Ende aus dem Meer fremder Erinnerungen mit einem anderen Blick auf die Vergangenheit und mit geschärften Sinnen für die Gegenwart wieder auf.

Als Walter Kempowski für sein Gesamtwerk, insbesondere aber für Das Echolot 1994 mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgezeichnet wurde, hat Gerd Langguth in seiner Ansprache gesagt, dies sei ein "auch im wörtlichen Sinne großes Werk von ebenso zeitgeschichtlicher wie literarischer Bedeutung -- wohl einzigartig in der Literatur unseres Jahrhunderts". Dem ist nichts hinzuzufügen! --Andreas Vierecke

Pressestimmen

"Das ist das schockierend Geniale von Kempowskis Collage: die totale Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen; alles passiert auf einmal: Verbrechen und Schunkeln, Wohlleben und Sterben, Läppischkeit, Zynismus und Mord." (Fritz J. Raddatz, Die Zeit)

"Vielleicht wird sich 'Echolot' als eines der letzten großen literarischen Wagnisse dieses Jahrhunderts erweisen. (Volker Hage, Der Spiegel)

"Ein literarisches Großwerk, das bis weit in die Zukunft einzigartig dastehen dürfte." (Focus)


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Walter Kempowski widmet sich im "Echolot, Ein kollektives Tagebuch" einem der prägnantesten Zeiträume des II.Weltkriegs, der Zeit vom 1.1.43 bis 28.2.43. In diese Wochen fallen u.a. Hitlers Befehl zur "totalen Mobilisierung" (13.1.), die Konferenz von Casablanca (24.2.-26.1.), auf der Roosevelt und Churchill die "bedingungslose Kapitulation" Deutschlands als Kriegsziel definieren, die Kapitulation der seit mehr als zwei Monaten in Stalingrad eingeschlossenen 6.Armee unter Generalfeldmarschall Paulus, sowie die Proklamierung des "totalen Kriegs" durch Goebbels im Berliner Sportpalast (18.2.).
Zu Wort kommen dabei im "Echolot" Junge und Alte, Deutsche und Nicht-Deutsche, prominente und einfache Bürger, Militärs und Zivilisten, Täter und Opfer, intellektuelle und einfachere Menschen, überzeugte Nazis und Widerstandskämpfer, Freie und Eingekerkerte, verblendete Fanatiker und kühl beobachtende Chronisten, kurz gesagt: zu Wort kommen Menschen aller Eigenschaften.
All deren Ansichten zum aktuellen Zeitgeschehen, aber auch all deren Gedanken zu den kleinen, oftmals banalen Problemen des eigenen Lebens komponiert Kempowski zu einem Panoptikum des Gleichzeitigen, dessen fesselnder Sog, dessen beeindruckende Intensität den Leser sofort in seinen Bann schlägt und bis zum Schluß nicht mehr losläßt. Indem er sich eines jeden Kommentars enthält und auf tendenzielle Gewichtungen völlig verzeichtet, gelingt es Kempowski, ohne Anklagen und Wertungen auszukommen; jeder (noch so kleine) Beitrag ist gleich wichtig und, weil aus sich geraus wahrhaftig, ein gleichberechtigter Teil dieses großen Mosaiks.
Aber dennoch: wie auch immer der einzelne Leser es betrachten mag, an einem läßt das "Echolot" keinen Zweifel: Humanismus und Menschlichkeit sind die ersten Opfer eines irrwitzigen, zynische geführten Krieges. Eine Botschaft, die heute, 60 Jahre nach Ende der Kämpfe um Stalingrad, vielleicht aktueller denn je ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von J. Lacker
Ich habe schon die Teile 1 und 5 des Echolot gelesen und bin schlichtweg begeistert. Wer sich für die Menschen interessiert, die während des Zweiten Weltkriegs gelebt und gelitten haben, findet hier eine einzigartige Sammlung von Tagebucheinträgen, die den Leser in das Zeitgeschehen schnell mit einbeziehen.

5 Sterne Plus für das Echolot von Walter Kempowski, dessen Leistung, diese Tagebücher zusammengetragen zu haben, nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.
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