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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erschütterndes Zeitzeugnis,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Echolot-Projekt: Das Echolot - Barbarossa '41 - Ein kollektives Tagebuch - (1. Teil des Echolot-Projekts): TEIL 1 (Taschenbuch)
Für mich eines der großartigsten Bücher überhaupt. Im Brennpunkt stehen die Geschehnisse aus dem zweiten Halbjahr 1941 beginnend mit dem Überfall Hitlers auf die Sowjetunion. Was das Buch so einzigartig macht, ist dass es die Ereignisse nicht abstrakt aus der Vogelpespektive des Historikers schildert - sondern anhand von Aufzeichnungen (i.w. aus Tagebüchern, Feldpostbriefen) unterschiedlichster Menschen rekapituliert. So stehen neben den Notizen von z.B. Politikern und Schriftstellern (Thomas Mann, Ernst Jünger,...)die Aufzeichnungen einfacher Soldaten unterschiedlichster Nationalitäten, die Zeugnisse von Deportierten, von im Ghetto eingeschlossenen Juden, der belagerten, hungernden Bürger Leningrads, der um ihre Männer sich sorgenden Frauen,... Diese Dokumente vermitteln ein eindringliches, von anderen historischen Darstellungen kaum zu übertreffendes Bild von den Schrecken des Krieges. Ein ergreifendes, fesselndes Zeitzeugnis. Und eigentlich ein Buch, das als Pflichtstoff in den Geschichtsunterricht gehört !!!
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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Geschichte hautnah und persönlich,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Echolot-Projekt: Das Echolot - Barbarossa '41 - Ein kollektives Tagebuch - (1. Teil des Echolot-Projekts): TEIL 1 (Taschenbuch)
Natürlich gibt es in Kempowskis Textsammlungen immer wieder Texte, die ich überflüssig finde, mit denen ich nichts anfangen kann. Aber vielleicht ein anderer Leser? Das was für mich bleibt, halte ich für so wichtig dass ich diese Bücher (ich habe alle Echolote gelesen) keinesfalls missen möchte. Sie vermitteln diese Zeit, die ich glücklicherweise nur als Geschichte kenne, hautnaher und unmittelbarer als die meisten anderen Texte. Da sind die lapidaren, teilweise verwunderten Schilderungen deutscher Soldaten über die unvorstellbare Abschlachtung von Juden in den eroberten Gebieten. Die beklemmenden Tagebucheintragungen eines langsam verhungenrnden 17-jährigen Leningraders, der so grässlich mit seinem Gewissen kämpft, weil er den noch immer geliebten Familienmitgliedern einen Teil ihrer 125 Gramm Brotration wegisst. Da sind die Schilderungen zivilisierter Menschen, Russen wie Deutscher, über die Barbareien der jeweils anderen Seite. Das Schwadronieren Hitlers und seiner Riege. Mit nüchternen, indirekten Analysen nicht zu vergleichen.
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35 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hitler marschierte langsamer als Napoleon....,
Von Mag Wolfgang Neubacher "wolfgang_neubacher" (A - 5203 Köstendorf) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Das Echolot-Projekt: Das Echolot - Barbarossa '41 - Ein kollektives Tagebuch - (1. Teil des Echolot-Projekts): TEIL 1 (Taschenbuch)
.. liest man in einem der vielen Briefe, die in diesem Buch abgedruckt sind: Wobei Napoleon 1812 wenigstens an der Front war (auch wenn er beim Rückzug seine Truppen schmählich im Stich ließ), während Hitler im warmen Führerhauptquartier bzw. in Berlin saß und von den Leiden seiner Soldaten (mehr Ausfälle durch den russischen Winter als durch den Gegner) nichts wissen wollte. Dieses Buch sollte zur Pflichtlektüre (nicht nur) aller "Nachgeborenen" gehören - zeigt es doch den ganzen Irrsinn der Verbrecherclique um Hitler, die Unfähigkeit (keine Winterkleidung für die Soldaten!) der militärischen Führung - und vor allem die Tatsache, dass der Krieg eigentlich schon im Dezember 1941 verloren war.Das Buch besteht aus unendlich vielen "Stimmen": meist (aber nicht immer) sind es Auszüge aus Briefen oder Tagebüchern. Verfasser können ein unbekannter Soldat an der Front vor Moskau, aber auch Schriftsteller im Exil wie Bert Brecht oder Thomas Mann sein. Besonders gewichtig sind die "Stimmen" aus dem belagerten Leningrad - hier spielten sich wohl die größten Tragödien ab (Hunger). Diese "Stimmen" berichten über jeden einzelnen Tag vom 22. Juni 1941 (Angriff auf die Sowjetunion) bis zum 8. Juli 1941 (mit vielen Siegen); aber auch über die Tage vom 7. bis zum 31. Dezember 1941 (mit Rückzug, großer Kälte und Niederlagen). Nur ein typisches Detail: Weil die deutsche Führung unfähig war, ihre Truppen mit Winterkleidung auszurüsten, sammelte man in der Heimat Wintersachen für die Front. Göring gab 2 alte SA-Uniformen, ein paar Tennisschuhe und eine Segelmütze. Gleichzeitig besaßen er und seine Frau 29 (!!!) Pelzmäntel... Summa summarum: Ein grandioses, tausendstimmiges Werk, das man nicht vergessen kann. Danke, Walter Kempowski! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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