Francis, der tollkühne Kater mit den schwarzen Samtpfötchen, ermittelt wieder: Diesmal stößt der etwas in die Jahre gekommene Meisterdetektiv auf einen strangulierten Artgenossen, der an einem Wasserhahn baumelt. Kein Wunder, dass dieser Anblick unserem tapferen Helden so sehr zusetzt, dass dieser gar nicht anders kann, als augenblicklich die Ermittlungen aufzunehmen.
Fast zeitgleich taucht der junge und auffallend schöne Drahthaar-Kater Adrian im Revier auf. Der neunmalkluge Schönling scheint ebenfalls detektivische Fähigkeiten zu besitzen und macht Francis auf einige Ungereimtheiten aufmerksam. Ist der Neuling etwa schlauer als unser alter Freund? Und was hat überhaupt Fabulous, die atemberaubend schöne Katzendame, mit dem Ganzen zu tun?
Natürlich dauert es nicht lange, bis Francis auf die nächste Katzenleiche stößt und dabei feststellt, dass in seinem Revier etwas ganz und gar nicht mit rechten Dingen vor sich geht...
Akif Pirincci hat erneut einen spannenden und fesselnden Krimi zu Papier gebracht. Im Gegensatz zu den Romanen „Francis" und „Felidae" ist die Hauptfigur, der Kater Francis, nun ein wenig in die Jahre gekommen. Dennoch ist er wild entschlossen, den mysteriösen Mörder auch diesmal zu fassen.
Bei seinen Ermittlungen stößt der Kater immer wieder auf Ungereimtheiten und stellt mehrere wilde Mordtheorien auf. Dass es letztendlich so kommen muss, wie es auch kommt, ist ab einem gewissen Zeitpunkt relativ vorhersehbar. Trotzdem tut das der Spannung keinen Abbruch.
Am Schluss übertreibt Pirincci jedoch etwas. Die Erklärung, die er dem Leser für die Morde präsentiert, wirkt weit hergeholt und ist in meinen Augen zu konstruiert. An manchen Stellen konnte ich mir das Geschehen nicht mehr anschaulich vorstellen. Ich glaube, dass Pirincci mit einer herkömmlicheren Erklärung hier mehr erreicht hätte.
Insgesamt aber auf jeden Fall ein sehr gut lesbares Buch, dass wie immer flüssig geschrieben ist und den Leser schnell in die Welt der Katzen entführt.