Das Drogentaschenbuch von Dr. med. Ralph Panefjord kommt im Outfit der medizinischen Fachliteratur von Thieme und dem Aufdruck 'Flexibles Taschenbuch' (merkt man auch ohne Hinweis) daher. Aber es ist alles andere als trocken geschrieben. Der Autor, der als Psychiater im Beruf wahrscheinlich mehr mit Drogen zu tun hat, als ihm lieb ist, beschreibt zahlreiche Drogen, nennt die 'Straßennamen', Art und Instrumente der Einnahme, was man in holländischen Koffie-Shops so alles bekommt, wie viele Drogen einst als Genußmittel (Coca-Cola) vertrieben und sogar vom Papst belobigt wurden ('Vin Mariani', enthält Kokain). Lediglich 'Selbermacher' kommen nicht ganz auf ihre Kosten, denn das letzte Drittel des Herstellungsrezeptes fehlt regelmäßig. Mit der Boshaftigkeit eines Beipackzettels beschreibt der Autor nicht nur die Wirkungen, sondern auch die Nebenwirkungen und die Gesetzeslage. Er erklärt, wie man Drogen nachweist ('Screening') oder wo Drogenhändler häufig murksen, um mehr zu verdienen.