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Sehr vergnügt erzählen die Bandinis vom Leben und Sterben der Drachen, von ihrem besonderen Verhältnis zu schönen Jungfrauen und ihrer Gier nach Gold. Das Autorenpaar bringt dafür beste Voraussetzungen mit: Ihre Ausbildung in Völkerkunde, Religions- und Kunstgeschichte sowie in Indologie sorgt für einen weiten Horizont. So werden nicht nur die wohl bekannten europäischen Ungetüme behandelt, die von Recken wie dem heiligen Georg oder dem schönen Siegfried erschlagen wurden, auch die Drachen des Orients, chinesische und indische (Pseudo-)Drachen gelangen zu ihrem Recht. Ausführlich erörtern die Autoren darüber hinaus die zahlreichen Drachen, die Kinder- und Fantasybücher bevölkern.
Auch wenn Das Drachenbuch eigentlich ein gründlich recherchiertes Sachbuch ist, so sorgen der lockere Ton und die vielen eingeschobenen Geschichten doch für beste Unterhaltung. Sehr schön ist auch die Bebilderung: Neben zahlreichen Zeichnungen sind auch 16 Farbtafeln der unterschiedlichsten Drachendarstellungen eingefügt. Weiter gehendes Interesse kann mithilfe der langen Auflistung historischer und literarischer Quellen befriedigt werden.
Das Drachenbuch ist eine kompetente Zusammenstellung, die bei allem Augenzwinkern eine große Liebe für die geschuppten, rätselhaften Begleiter der Menschheit erkennen lässt. --Birgit Will
Über das wahre Wesen der Drachen gibt es unzählige Spekulationen. Sind sie reine Fantasiegebilde, nur geeignet, kindlichen Gemütern ein wohliges Schaudern über den Rücken zu jagen? Sind sie eine dämonische Urmacht, Sinnbilder des Chaos, Gegenspieler Gottes? Sind sie, wie Märchenforscher, Mythenkundler und Zoologen darlegen, eine Allegorie der Mondfinsternis, Personifizierungen der Sommerglut, archetypische Symbole, genetisch eingepflanzte Erinnerungen an Tyrannosaurus Rex und Konsorten oder einfach Mumpitz? Sind sie gar, wie Nessie-Sichtungen, alte chinesische Texte und moderne Fantasyliteratur nahelegen, ebenso reale Geschöpfe wie Menschen, Igel, Feen und Götter?
Diesen und vielen anderen Fragen um Wesen und Wirken des schröcklichen Lindwurms, des goldenen Weisheits- und Glücksdrachen, der kosmischen Himmelsschlange, der freundlichen schätzehütenden Unterweltsgottheit und der unzähligen anderen Erscheinungsformen dieses auf der ganzen Welt bekannten "Un-Tiers" gehen Ditte und Giovanni Bandini auf ebenso unterhaltsame wie faszinierende Weise nach.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
DAS Highlight der Drachenliteratur 2002,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Drachenbuch (Taschenbuch)
Das Drachenbuch von Ditte und Giovanni Bandini ist, meines Erachtens nach, DAS Highlight der Drachenliteratur 2002. Aber ich beginne besser am Anfang.Als ich das Buch zum ersten Mal auf der Liste der bald zu erscheinenden Bücher fand, da neigte sich das Jahr 2001 gerade dem Ende zu. Als ich es dann endlich erhielt, war das Jahr 2002 beinahe ebenso weit fortgeschritten. In diesem Fall lässt sich jedoch ohne Bedenken sagen, dass gut Ding Weile hatte! Das Buch ist kein Aufguss bereits bekannter Geschichten, keine Kopie des Buches „Das Große Buch der Drachen" und auch keine völlig abwegige Eigenkreation. Es ist ein Blick auf die Drachen wie sie heute sind und wie sie zu dem wurden als was wir sie heute betrachten. Jedoch beschränken sich die Autoren im Hier und Jetzt nicht einfach auf die Vorstellung Drachen sein blutrünstige Monster, so wie es althergebracht und festgeschrieben steht. Nein, sie versuchen vielmehr zu ergründen, warum die Drachen in unserer Kultur trotz der vermeintlichen Boshaftigkeit und Verschlagenheit einen so hohen Stellenwert erhalten konnte und gehen bei diesem Versuch tiefer, als viele Autoren es vorher jemals versucht haben. Das Buch beginnt für jeden Kritiker freundlich, denn empfangen wird mit der ehrlichen Aussage, dass dasselbige keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt und viele als möglicherweise wichtig erachtete Punkte nur gestriffen werden, um ein möglichst breit gefächertes Bild der Drachen zu ermöglichen. Hut ab! Soviel Ehrlichkeit ist löblich und zeigt, dass sich die Autoren tatsächlich mit der Materie und den Quellen auseinander gesetzt haben und wissen, was sie sich für ein schweres Gebiet ausgesucht haben. So folgt im Drachenbuch zunächst die allgemeine Definition eines Drachen, sowie die grobe Klärung der Frage, was sich eigentlich alles zu einem Drachen zählen darf und was nicht. Nachdem der Leser nun weiß, was er unter einem Drachen zu verstehen hat und wie er diese eventuell unterscheiden kann, ist es natürlich interessant zu erfahren, was Drachen den ganzen Tag lang so treiben und warum sich dieses oder jenes Bild gefestigt hat! Hier beginnt nun endlich der besondere Charme des Buches sich zu entfalten. Nicht nur die althergebrachten Klischees von Gold hortenden, Jungfrauen stehlenden Drachen werden in den Vordergrund gerückt, sondern auch dass, was Drachen in heutiger Zeit so populär macht, nämlich beispielsweise die Suche nach Freunden und Gleichgesinnten. An einen Drachen ebenso fest gebunden wie seine Lebensweise ist sein Tod. Dieser wird hierbei genauso vollständig beschrieben, wie die Drachentöter und Ihre erfolgreichsten Strategien, wobei nicht nur der martialische Waffengang erwähnt wird, sondern auch die vielen kleinen „Hausmittelchen", die Sagen oder antiken Überlieferungen zu Folge geholfen haben sollen einen Drachen zu vertreiben oder zu vernichten. Nachdem der Leser alle Vorkenntnisse über die verschiedensten Drachen, deren Lebensstile und Gepflogenheiten, Feinde und Freunde kennt, folgt der interessanteste Part des Buches, eine Art Drachenkompendium! Hierbei werden viele Begriffe, die teilweise aus Märchen, hauptsächlich aber aus Rollenspielen bekannt sind, beleuchtet und sehr passend, korrekt und stimmig wiedergegeben. Besonders hervorzuheben ist hierbei das Kapitel über Hausdrachen, das zu schreiben sich noch niemand vorher getraut hat, man aber jetzt, wo man es zu ersten Male liest, doch schmerzlich vermisst hat. Der letzte Teil des Buches behandelt schlussendlich den Weg des Drachen vom althergebrachten Ungetüm bis zum heutigen Knuddeldrachen und zum salonfähigen Charakter, der vielerorts, auch im Internet, geehrt wird, sowie ein kurzes Nachwort, welches versichert, dass Drachen noch immer existieren. Kein Buch ganz ohne Schattenseiten, so folgt hier die spärlich gesäte Kritik. Die Aufmachung des Buches an sich ist dem DTV gut gelungen, auch die von Michael Whelan lizensierten Bilder auf Hochglanzpapier wissen zu gefallen. Allerdings hätte bei der Überarbeitung des Buches doch mal irgendjemand auffallen müssen, dass eingewobene Geschichten und Märchenzitate zwar in kleinerer Schrift dargestellt werden, der auf diese Geschichten und Märchen folgende Text aber immer wieder normal geschrieben werden müsste. So beginnt und endet manchmal eine Geschichte und wird einfach Typographisch weiter geführt, bis irgendwann mal wieder die andere Schriftart verwendet wird. Bei den Geschichten bin ich auch gleich an meinem einzigen wirklichen Kritikpunkt angelangt. Sie sind teilweise zu kurz oder werden unterbrochen, um Platz für weiterführende Kommentare der Autoren zu geben. Ein wenig mehr hätte hier bei weitem nicht geschadet! Besonders positiv ist aber zu erwähnen, dass die Autoren ein sehr ausführliches Literaturverzeichnis angelegt haben, welches viele Quellen aufweist und nur erneut zeigt, wie gut sie sich mit der Materie befasst haben. Ach ja, das Zitat auf der letzten Seite des Buches stammt nicht vom Museum für Drachen zu Furth im Wald, sondern aus dem Buch „The Flight of dragons" von Peter Dickins Ich kann nur abschließend noch einmal betonen was ich schon wusste nachdem ich das Buch das erste Mal gelesen hatte. Das Buch ist einmalig, deckt bereiche ab, in die sich noch kein Autor vorher gewagt hat und geht dabei mit soviel Witz und Charme zur Sache, dass man es gar nicht mehr aus der hand legen möchte. Das Drachenbuch von Ditte Bandini hat sich einen Ehrenplatz in jedem Liebhaberregal verdient und ist meines Erachtens nach das beste Sachbuch über Drachen 2002. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Endlich ein umfangreiches Buch zu Drachen,
Rezension bezieht sich auf: Das Drachenbuch (Taschenbuch)
Dieses Buch ist, wie ich finde, eines der wohl gelungensten Bücher zum Thema Drache. In dem Buch wird die Geschichte des Drachen genau beleuchtet, die Autoren untersuchen den Ursprung und betrachten dabei das Bild des Drachen aus vielen Ländern und sie besprechen nicht nur die Geschichte und den Ursprung, sondern auch die heutige Rolle des Drachen, wie er in Filmen (Dragonheart) oder Fantasy-Literatur (z. B. Anne McCaffrey's Drachenreiter von Pern) und Fantasy-Rollenspielen (wie "Das Schwarze Auge" vorkommt und die häufig darin zu findende Wandlung der Drachen von Grauen erregenden Bestien, die in früheren Zeiten oft mit dem Teufel gleichgesetzt wurden zu unseren heutigen, meist liebenswürdigen und gutmütigen Drachen. Außerdem ist am Ende des Buches ein umfangreiches Quellenverzeichnis, wo auch ein paar schöne Internetadressen zum Thema Drache zu finden sind."Das Drachenbuch" ist ein durch und durch gelungenes Buch, das ich sehr aufschlussreich und interessant finde und daher unbedingt empfehlen kann. Kurz gesagt: Ein Muss für jeden, der sich für Drachen interessiert! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wissenschaft verknüpft mit einer ordentlichen Portion Humor!,
Rezension bezieht sich auf: Das Drachenbuch: Sinnbilder - Mythen - Erscheinungsformen (Gebundene Ausgabe)
Die Autoren gehen trotz des wissenschaftlichen Ansatzes mit einer gehörigen Portion Humor an das Thema heran. Die benutzte Sprache ist sehr gut verständlich. Vorbildung zum Thema ist nicht notwendig, mag aber zum Einordnen der abgedruckten Informationen praktisch sein.Das Buch behandelt wirklich so ziemlich jede Fragestellung zum Thema, jeder Hintergrund ist abgedeckt. Ursprung der Drachenmythen; Was sind überhaupt Drachen; Drachen-Eigenschaften, Geschichten/Märchen/Sagen; Drachen in der Fantasy; Drachen in der Kinderliteratur; Drachen gestern und heute und mehr. Interessant und genau so schwer wie bei Elfen und Zwergen ist dabei die Begriffsdefinition des Drachen. Es ist erstaunlich, welche Bandbreite es gibt und welche Tiere als Drachen bezeichnet wurden. Mal ähneln sie eher Schlangen, dann Echsen, mal Chimären und heutzutage eher Dinosauriern. Und meistens wurde zwischen den Fabeltieren und realen Tieren unterschieden, die angeblichen Vorbilder waren oft genug zeitgleich bekannt. Warum also die Unterscheidung früher? Gab es „damals" wirklich noch Drachen? Eine interessante Wandlung gibt es auch dabei, wer Drachen tötet. Waren es vormals meist Zauberkundige oder Verbrecher, wobei letztere „gerechterweise" beim Töten des Drachens auch ihr Leben verloren, so schritten später durch das Christentum geprägt dann Heilige und Jungfrauen zur Tat. Sehr informativ und nachvollziehbar wird dieses Thema beleuchtet. Fazit: Ein lohnenswertes Buch, das gekauft und gelesen werden sollte von allen, die an Drachen interessiert sind. Das es nun im edleren und vor allem stabileren Hardcover daher kommt, ist verdient und passend. Für Drachenfans eine Kaufempfehlung. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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