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Das Doppelleben des Vermeer
 
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Das Doppelleben des Vermeer [Gebundene Ausgabe]

Luigi Guarnieri , Maja Pflug
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Kunstmann; Auflage: 1. (4. März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3888973813
  • ISBN-13: 978-3888973819
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 14,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 411.324 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Als die Beamten des holländischen Sicherheitsdienstes im Mai 1945 an der Tür des bekannten Kunstsammlers Han van Meegeren läuten, wollen sie eigentlich nur eine Auskunft über die Herkunft eines Gemäldes von dem als jähzornig verschrieenen Mann. Immerhin hatte ein „geschätzter Kollege“ des Sammlers in seinem Auftrag Vermeers berühmtes Gemälde „Christus und die Ehebrecherin“ verkauft -- ausgerechnet an den deutschen Reichsmarschall Hermann Göring, der damit den Kunstschatz der Nazis mehrte. Im Gespräch allerdings verliert van Meegeren seine Selbstsicherheit, verwickelt sich immer mehr in Widersprüche und blickt am Ende nur noch schweigend an die Decke. In der Haft enthüllt er das Geheimnis dieses Bildes und vieler anderer „Vermeers“. Denn er, van Meegeren, hat es selbst gemalt, als „Vermeers moderne Reinkarnation“.

Natürlich ist schon der Titel von Luigi Guarnieris Romanbiografie -- Das Doppelleben des Vermeer -- eine (im übrigen überaus raffinierte) Fälschung. Denn es geht weniger um die ja tatsächlich sehr rätselhafte Biografie des großartigen Malers aus Delft und seine teils stark allegorischen Interieurs aus dem niederländischen Alltagsleben, sondern um jenen Mann, der Vermeers überaus schmales Oeuvre dreihundert Jahre nach seinem Tod um einige herausragende Werke bereichert hat. Aber damit bespiegelt der Titel nur das Vexierspiel zwischen Tatsachenbericht und Roman, das der italienische Autor vor den Augen des staunenden Lesers entwirft. Angefangen von dessen schwerer Kindheit und Jugend zeichnet Das Doppelleben des Vermeer das schillernde Porträt eines talentierten Mannes und „verkannten Malers“ nach, der vom vermeintlichen Kollaborateur zum Helden Hollands aufstieg, obwohl er das Zeug zum Helden kaum hatte. Ein kleines Meisterwerk: Atmosphärisch klug komponiert und ausgewogen ausgeleuchtet wie ein Gemälde des Meisters selbst. --Stefan Kellerer

Kurzbeschreibung

Die Wellen der Empörung schlagen hoch, als man nach 1945 in Holland entdeckt, dass ein Hauptwerk des Malers Vermeer in Hermann Görings Privatsammlung gelangt ist. Als Drahtzieher des Verkaufs wird der verkrachte Maler Han van Meegeren verhaftet. Er gesteht, dieses Bild sowie sechs weitere, erst unlängst "wiedergefundene" Vermeers, gefälscht zu haben. Der nun folgende Prozess um den Meisterfälscher erschüttert die Kunstwelt in ihren Grundfesten. Wie konnten sich die Experten so täuschen lassen? Van Meegeren - bankrott, krank, drogenabhängig - triumphiert. Denn obwohl er mit seinen Fälschungen ein Vermögen verdiente, war sein Ziel vor allem Rache an einer Kunstwelt, die seine eigenen traditionalistischen Bilder belächelte.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kunst - Fälschung 26. April 2005
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch von Luigi Guarnieri hat ein äußerst interessantes Thema. Die Geschichte eines Fälschers im Holland der Vorkriegs- und Nazizeit, dem es gelingt , die ganze Welt an der Nase herumzuführen, indem er Vermeer-Bilder (und andere große Meister) genial fälscht und ebenso dreist wie gekonnt im Markt plaziert. Interessant vor allem folgende Aspekte: 1) Was bringt einen Mann dazu, Fälscher zu werden? Im konkreten Falle - neben den vermutlich vorhandenen materiellen Interessen - die gekränkte Eitelkeit, da sein eigenes Werk nicht anerkannt wird. 2) Der Mechanismus des Kunstmarktes: Wer bestimmt ob ein Bild gut oder echt ist? Die Kritik? Und dann beginnt eine selbsterfüllende Prophezeiung. Das Versagen der Kritiker und Experten und die Gier des Marktes nach Sensation werden in diesem Buch plastisch und humorvoll herausgearbeitet. 3) Die handwerkliche Seite des genialen Fälschers, der auf Basis seiner erstklassigen akademischen Ausbildung als Maler alle Register der Kunst, oder vielmehr der Fälschung, zieht, um die Fachwelt hinters Licht zu führen. Schließlich wird er gefasst, wird aber in den Niederlanden in der Nachkriegszeit zum Volkshelden. Gut zu lesen, informativ, humorvoll und kurzweilig.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Krimi für Kunstliebhaber 14. April 2005
Von G. Wehrli
Format:Gebundene Ausgabe
Der Maler van Meegeren, liegt nach dem Zweiten Weltkrieg in der Popularität gleich hinter dem holländischen Premierminister. Wie hat er das erreicht? Um sich bei den Kritikern zu rächen, arbeitet er in Abgeschiedenheit an einem Bild, das genausogut von Vermeer aus dem 17. Jahrhundert stammen könnte. Er stellt Farben nach alten Rezepturen her und lässt seine Werke in einem selbstgebauten Ofen altern. Nach vier Jahren ist er mit dem Resultat zufrieden. Der Plan gelingt und er kann aus "seinem" Vermeer ein Vermögen schlagen. Es folgen weitere Werke, die wohl heute noch als echt gelten würden, wenn nicht eines der Bilder für 1.6 Mio Gulden an Hermann Göring weiterverkauft worden wäre. Es fällt in die Hände der Alliierten. Van Meegeren wird entdeckt und muss nun seinerseits beweisen, dass es sich nicht um Raubkunst handelt. Er triumphiert und die Kunstmafia ist desavouiert. Die Biographie ist detailliert und spannend zu lesen. Ein Muss für den Kunstliebhaber.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Reinhard Busse TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
*Dank der Kunst sehen wir nicht nur eine einzige Welt, nämlich die unsere, sondern eine Vielzahl von Welten; so viele wahre Künstler es gibt, so viele Welten stehen uns offen: eine von der anderen stärker verschieden als jene, die im Universum kreisen, senden sie uns Jahrhunderte noch, nachdem der Fokus erloschen ist, von dem es ausging, ob er nun Rembrandt oder Vermeer hieß, ihr spezifisches Licht.* [ Marcel Proust, 1927 ]
~~~~~~~~~~
Zum Inhalt: Jan Vermeer ist einer der außergewöhnlichsten und rätselhaftesten Maler der Kunstgeschichte. Sein Leben ist bis heute im Dunkel geblieben, die Zuschreibung seiner Werke unsicher. Erst 200 Jahre nach seinem Tod wird Vermeer wiederentdeckt, beginnt der Ruhm der *Sphinx von Delft* ins Maßlose zu wachsen.
Daher schlagen die Wellen der Empörung hoch, als man nach 1945 in Holland entdeckt, daß ein Hauptwerk Vermeers in Hermann Görings Privatsammlung gelangt ist. Als Drahtzieher des Verkaufs wird der verkrachte Maler Han van Meegeren verhaftet. Van Meegeren gesteht - doch nicht den Landesverrat, den Ausverkauf nationaler Kulturgüter. Er hat das Bild gefälscht, und mit ihm sechs weitere, erst unlängst "wiedergefundene" Vermeers, mit denen sich die bedeutendsten Museen und Privatsammlungen der Zeit schmücken.
Der nun folgende Prozeß um den Meisterfälscher erschüttert die Kunstwelt in ihren Grundfesten. Wie konnten sich die Experten über Jahre so täuschen lassen? Wie gelang es dem Autodidakten van Meegeren, alle technischen Analysen auszutricksen und seine Mär von einem untypischen "anderen Vermeer" durchzusetzen?
Van Meegeren - bankrott, krank, drogenabhängig - triumphiert. Denn obwohl er mit seinen Fälschungen ein Vermögen verdiente, war sein Ziel vor allem Rache an einer Kunstwelt, die seine eigenen traditionalistischen Bilder belächelte. Der Künstler, der in die Haut eines anderen schlüpfte, um Anerkennung zu finden, wird vom Hochverräter zum Volksheld, vom Opfer der Kritiker zu ihrem Meister. Denn auch nach seinem Geständnis halten viele an der Überzeugung fest, ihr 'van Meegeren' sei in Wahrheit doch ein echter Vermeer ...
~~~~~~~~~~
Fazit: Eine wahrlich atemberaubende Rekonstruktion der berühmtesten Fälschergeschichte aller Zeiten, in der alles wahr und nichts erfunden ist.
Diesen Roman muß man einfach lesen !!!
Dem Kunstmann-Verlag sei Dank !
Es grüßt ein beeindruckter - Reinhard Busse
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