Zunächst: Die Handlung des Buches ist laut Aussage des Autors reine Fiktion. Jedoch besteht er darauf, dass inhaltlich alles korrekt ist. Im Allgemeinen erzeugt dieses Buch bei mir ein unwohles Gefühl der Zwiespältigkeit. Das liegt in erster Linie daran, dass rein juristisch betrachtet die BRD betreffend tatsächlich vieles im Argen liegt. Deutschland ist "Feindstaat". Aus aktuellem Anlass kann man derzeit auch wieder von den Veto-Mächten des UN-Sichheitsrates "und Deutschland" lesen. Wieso ist dem so? Wieso wird die Feindstaatenklausel nicht gestrichen und stattdessen als "obsolet" hingestellt?
Ja, die offizielle Geschichtsschreibung und somit die "öffentliche" Meinung" versucht zu beruhigen: "Alles in Ordnung. Deutschland ist souverän, alles andere ist Verschwörungstheorie." Und wieder kommen Fragen auf: Wieso ist es notwendig, Autoren als Verschwörungstheoretiker zu diffamieren? Wieso widerlegt man ihre Behauptungen nicht so, dass ihnen keine Argumente mehr bleiben?
Gerade in Zeiten des Internets ist es unheimlich schwierig, wenn nicht unmöglich, sein Wissen bezüglich der Behauptungen des "Deuschland-Protokolls" so zu erweitern, dass es wirklich nur reine Fakten umfasst. Da gibt es Komissarische Reichsregierungen, Antisemitische Hetze, Antideutsche Hetze, Ufologen und Reichsflugscheibentheoretiker. Und sie alle arbeiten subtil, indem sie Fakten heraus greifen und ausschmücken. Und trotzdem, wieso nicht ein klares Wort von Seiten der Siegermächte oder der BRD-Regierung? Wieso nicht einfürallemal Klarheit schaffen? Wieso jeden, der Urteile des Bundesverfassungsgerichts (Wie kann das eigentlich sein? Sollte es nicht Bundesgrundgesetzgericht heißen?) - wenn auch nur unvollständig - zitiert, als Verschwörungstheoretiker hinstellen? Dieser Begriff wird mir persönlich zu inflationär benutzt, eben wie "Nazi", "Neonazi", "Holocaustleugner" oder "Rechtspopulist". Irgendwie wirken solche Bücher schon fantastisch, aber die Reaktionen der Kritiker darauf sind es nicht minder.