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Pusch hat an diversen Beispielen gezeigt, wie Männer sich der Sprache bedienen, regelrecht geschickt die Frauen zwar angeblich miteinbeziehen, aber sie nicht meinen. So meinte Rehagel einmal "Ungesunde Menschen (!) können keine drei bis sechs Wochen auf Frauen (!) verzichten" (oder so ähnlich). Menschen sind Männer, da sie ja nicht normalerweise mit Frauen verkehren (Ausnahme sind natürlich Lesben).
Die Berichte sind teilweise lustig, locker geschrieben (anders als man es vielleicht von einem Linguistinnentext erwartet hätte) und Pusch lässt sich auch einiges einfallen um dem Menschen und den Frauen (Ironie muss sein) zu zeigen, wo es an der deutschen Sprache hapert. So kommt ein sächliches Ausserirdisches Wesen zum Worte welches entdeckt das hier was schief läuft oder in einem Text wird permanent die weibliche Form benutzt, der Mann aber immer schön mitgemeint. Spätestens bei diesem Text kann man sehen, wie locker oder wie gespalten man zu diesem Thema steht. Ich gebe zu, ich hatte schon meine gewisse Probleme damit.
Am Ende hatte sie auch einige ihrer Glossen veröffentlicht, welche sie für die Zeitschrift Courage schrieb. Zwar fehlt zu einigen der Bezug, da sie aus den achtzigern stammen und man und frau sich natürlich dann fragt, wer war denn der Busengrabscher denn war, da kein Namen genannt wird.
Negativ fand ich eigentlich nur, dass einige Linguistenspezifische Begriffe benutzt wurden, die LaieInnen nicht unbedingt verstehen. Da hätte eine Begriffserklärung sicherlich gut getan. Oder auch die englischen Texte. Denn ich kenne leider viele, die nur brüchig oder gar kein Englisch können und hier Probleme hätten. Eine Übersetzung im Anhang hätten dem ganzen vielleicht auch gut getan. Daher auch ein Stern abzug.
Alles im allen werden hier Frauen und Männer sicherlich ihren Spaß haben und auch tolle Informationen bekommen, die sich für dieses Thema interessieren. Empfehlen möchte ich es aber in erster Linie denen, die das "Political Correctnes" auf die Nerven gehen und am liebsten alle Feminisierung abschaffen möchten. Die brauchen mehr als alle anderen entsprechende Informationen, dass das eine falsche Forderung ist. Gerade wenn es von Frauen gefordert ist.
Fazit: Vielleicht nicht immer verständlich, trotzdem sollte es eine Pflichtlektüre sein, besonders in den Schulen.
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