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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eines der Bücher, die m a n gelesen haben sollte,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Deutsche als Männersprache: Aufsätze und Glossen zur feministischen Linguistik (edition suhrkamp) (Taschenbuch)
Tja, sie schaut eben genau hin, die Frau Pusch und sie nimmt es genau als Linguistin. Es ist ihr nicht egal, welche Redewendungen, Verallgemeinerungen, Formulierungen und Bezeichnungen so verwendet werden - sie untersucht es in Bezug auf eine "Männersprache" und eine "Frauensprache" (die es als solche nicht gibt). Für Männer ist es schön bequem, die vorherrschende Sprache als eben solche anzusehen und daran nur ja auf Dauer nichts zu verändern. Denn dann müssten sie sich womöglich umstellen, verändern und die Bequemlichkeit verlassen ...Zum Beispiel die "Damenwahl" ... meine Tochter hatte am Wochenende Abschlussball vom Tanzkurs und mein Mann und ich wunderten uns, warum sie mit einem Jungen tanzt, den sie nicht kennt. Hinterher sagte sie uns, der Junge habe den Begriff "Damenwahl" eben so ausgelegt, dass er die Dame auswählen könne ... Blödes Beispiel? Finde ich nicht, denn ich finde, es zeigt doch deutlich, wie wenig Frauen zu melden haben ... Haben Sie denn schon einmal was von einer "Herrenwahl" gehört? 1984, in der Blüte der Frauenbewegung, musste dieses Buch einfach geschrieben werden! Luise F. Pusch hat sich mit diesem Buch unter ihren männlichen Kollegen nicht viele Freunde gemacht, doch ihr Buch hat seitdem dazu beigetragen, dass sich auch Frauen mit ihrer Sprache mehr identifizieren können, als bislang. Zum Beispiel, dass sie sagen dürfen: "Ich bin Lehrerin" und nicht "Ich bin Lehrer". Und wo stehen wir heute? Viele stören sich an der zwanghaften Feminisierung von Wörtern und lehnen es aus Gründen der Bequemlichkeit erneut ab, eine weibliche Endung zu bilden. Bei uns im Betrieb gibt es sogar eine Dienstanweisung auf die weibliche Form zu verzichten und im Vordruck steht bei mir nach wie vor "Sachbearbeiter". Ich kann nicht anders - ich muss dahinter immer noch ein kleines "in" setzen, auch wenn ich demnächst eine Abmahnung kassiere ... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Lasst uns die deutsche Sprache auseinander rupfen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Deutsche als Männersprache: Aufsätze und Glossen zur feministischen Linguistik (edition suhrkamp) (Taschenbuch)
So oder zumindest so ähnlich könnte man das Buch kurz beschreiben. Pusch beschreibt in diesem Buch anhand von Beiträgen, die sie in diversen Zeitschriften veröffentlicht hat, dass Frauen, auch wenn es gerne behauptet wird, nie mitgemeint werden. Pusch hat an diversen Beispielen gezeigt, wie Männer sich der Sprache bedienen, regelrecht geschickt die Frauen zwar angeblich miteinbeziehen, aber sie nicht meinen. So meinte Rehagel einmal "Ungesunde Menschen (!) können keine drei bis sechs Wochen auf Frauen (!) verzichten" (oder so ähnlich). Menschen sind Männer, da sie ja nicht normalerweise mit Frauen verkehren (Ausnahme sind natürlich Lesben). Die Berichte sind teilweise lustig, locker geschrieben (anders als man es vielleicht von einem Linguistinnentext erwartet hätte) und Pusch lässt sich auch einiges einfallen um dem Menschen und den Frauen (Ironie muss sein) zu zeigen, wo es an der deutschen Sprache hapert. So kommt ein sächliches Ausserirdisches Wesen zum Worte welches entdeckt das hier was schief läuft oder in einem Text wird permanent die weibliche Form benutzt, der Mann aber immer schön mitgemeint. Spätestens bei diesem Text kann man sehen, wie locker oder wie gespalten man zu diesem Thema steht. Ich gebe zu, ich hatte schon meine gewisse Probleme damit. Am Ende hatte sie auch einige ihrer Glossen veröffentlicht, welche sie für die Zeitschrift Courage schrieb. Zwar fehlt zu einigen der Bezug, da sie aus den achtzigern stammen und man und frau sich natürlich dann fragt, wer war denn der Busengrabscher denn war, da kein Namen genannt wird. Negativ fand ich eigentlich nur, dass einige Linguistenspezifische Begriffe benutzt wurden, die LaieInnen nicht unbedingt verstehen. Da hätte eine Begriffserklärung sicherlich gut getan. Oder auch die englischen Texte. Denn ich kenne leider viele, die nur brüchig oder gar kein Englisch können und hier Probleme hätten. Eine Übersetzung im Anhang hätten dem ganzen vielleicht auch gut getan. Daher auch ein Stern abzug. Alles im allen werden hier Frauen und Männer sicherlich ihren Spaß haben und auch tolle Informationen bekommen, die sich für dieses Thema interessieren. Empfehlen möchte ich es aber in erster Linie denen, die das "Political Correctnes" auf die Nerven gehen und am liebsten alle Feminisierung abschaffen möchten. Die brauchen mehr als alle anderen entsprechende Informationen, dass das eine falsche Forderung ist. Gerade wenn es von Frauen gefordert ist. Fazit: Vielleicht nicht immer verständlich, trotzdem sollte es eine Pflichtlektüre sein, besonders in den Schulen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zeitlos,
Rezension bezieht sich auf: Das Deutsche als Männersprache: Aufsätze und Glossen zur feministischen Linguistik (edition suhrkamp) (Taschenbuch)
Auf dem Weg zur Umsetzung der Gleichwertigkeit der Geschlechter, ist dieses Buch ein muss.Luise F. Pusch bringt die Leserin und den Leser mit sehr prägnanten Beispielen zum um- und nachdenken über die Problematik der Unsichtbarkeit und Ignoranz des Weiblichen in der Sprache und die Auswirkung auf das Leben der einzelnen/des einzelnen. Da eine massive Rückentwicklung der Gleichwertigkeit der Geschlechter besteht und der Sexismus in allen Medien verbreitet ist, ist das 1984 erschienene Buch aktueller denn je. Der Inhalt des Buches sollte in jedem Deutschunterricht Bearbeitungspflicht sein um Bewusstsein und Verständnis im Miteinander der Geschlechter zu fördern. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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