Das Designer-Toolkit von Graham Davis ist ein ebenso nützliches wie praktisches Tool für den täglichen Gebrauch als Grafikdesigner. Zwar wird man die Vorlagen seltener tatsächlich für eigene Designs verwenden. Um jedoch einen raschen, inspirierenden Einblick in den Aufbau eines Layouts zu gewinnen, eigenen sie sich durchaus hervorragend.
In der Einleitung wird neben der Verwendung der Designraster und Stilvorlagen auch erläutert, welche Überlegungen diesen zugrunde liegen und welche Werte dafür verwendet wurden. Die Printlayouts liegen praktischerweise als Daten für die beiden am meisten verbreiteten professionellen Layoutprogramme - InDesign und QuarkXpress - auf der mitgelieferten CD vor, und zwar (abgesehen von abweichenden Formaten für Visitenkarten, Briefumschläge etc.) sowohl in einer A4- als auch in einer US-Letter-Version.
Die Website-Vorlagen hingegen halte ich für weniger nützlich. Zum einen werden überwiegend tabellenbasierte Weblayouts verwendet, die seit nunmehr zehn Jahren schlicht obsolet sind - und zehn Jahre sind immerhin vier Entwicklungszeiträume im Internet. Zum anderen liegt das an der Schnelllebigkeit des Internet selbst und dürfte allgemein für alle Templates gelten: noch bevor sie in einem Buch abgedruckt sind, wirken sie im Auge des internetaktiven Betrachters altbacken und verbraucht. - Hier hätte der Autor sich vielleicht auf einfache gridbasierte CSS-Layouts fokussieren sollen.
Sehr schön ist, dass am Ende des Buches noch einmal alle auf der CD vorhandenen Layouts als Thumbnails abgebildet sind, so dass man sich schneller entscheiden kann, mit welchem Raster oder mit welcher Stilvorlage man arbeiten möchte.
Insgesamt halte ich das Designer-Toolkit für ein sehr gelungenes Arbeitsmittel und empfehle es daher uneingeschränkt.