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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Dank Angela Winkler besser als das Buch,
Von Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen (#1 HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 50 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Das Delta der Venus. 9 CDs (Audio CD)
"Ein Dollar die Seite." So lautete das Angebot eines unbekannten Auftraggebers für erotische Geschichten. Und die inhaltliche Vorgabe war ebenso klar: "Am liebsten nur Sex, ohne poetischen Firlefanz". Dass unter diesen Voraussetzungen überhaupt ein Werk wie "Das Delta der Venus" entstehen konnte, deutet bereits auf das grosse schriftstellerische Talent hin, das Anaïs Nin dann in ihren Tagebüchern entfalten konnte. Die merkwürdigen Rahmenbedingungen, unter denen Anaïs Nin ihre 15 erotischen Geschichten schrieb, entschuldigen auch die nicht ausgemerzten Schwächen, über die sich Literaturwissenschaftler gerne hermachen. Obwohl die Erzählungen bereits in den 40er Jahren entstanden, wurden sie erst 1977 veröffentlicht. Das Echo war gewaltig. Auch weil erotische Literatur vorher als klare Domäne der Männer galt. Ich kann mich jedenfalls gut daran erinnern, was die Lektüre damals bei mir auslöste. Ich war vom pornografischen Inhalt fasziniert und gleichzeitig schockiert, dass eine Frau so lasziv, sinnlich und direkt über Sexualität schrieb. Ob das nun literarisch war oder nicht, interessierte mich nur unter dem Aspekt der gesellschaftlichen Akzeptanz.
Fast dreissig Jahre später schaffte ich mir nun dieses Hörbuch an. Und wenn Henry Miller damals schrieb, dass Anaïs Nin ein schamlos schönes Buch schrieb, verwende ich dieses Kompliment für die Sprecherin Angela Winkler. Diese bedeutende deutsche Schauspielerin hat eine schamlos schöne Stimme. Sie liest die erotischen Geschichten von Anaïs Nin mit einer Tiefe und Erotik, die glauben lässt, das Buch habe erst heute die Erzählerin gefunden, die es wirklich zum Leben erwecken könne. Mein Fazit: Eine phantastische Angela Winkler liest 15 erotische Geschichten aus den 40er Jahren, als seien sie für die Fortsetzung von "Tausend und eine Nacht" geschrieben worden. Anaïs Nin würde mir wohl zustimmen, dass die Hörfassung ihrer Erzählungen genau so sein müsse. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4.0 von 5 Sternen
In kleinen Dosen konsumiert ein langer Genuss,
Rezension bezieht sich auf: Das Delta der Venus. 9 CDs (Audio CD)
Die erste moderne Sammlung von Erotika aus weiblicher Sicht, ein Klassiker, ungekürzt vorgetragen von einer bekannten Schauspielerin: Das 11-CD-Hörbuch aus der Klassiker-Reihe des Argon-Verlags in der dunkelroten Box mit umfangreichem Booklet weckt hohe Erwartungen - und vermag sie zu erfüllen.
Die 15 Kurzgeschichten sind sinnlich, mit Henry Millers Worten "schamlos schön" und sehr explizit, weil für einen Auftraggeber geschrieben, der ausdrücklich keine Poesie wünschte - erstaunlich, wie viel sich davon trotzdem finden lässt. Weil Nin aus einem großen Fundus an Situationen und Obsessionen schöpft, entsteht - trotz mancher Klischees und ähnlicher Charaktere - kaum einmal der Eindruck von Wiederholung. Angela Winkler verleiht den Geschichten eine Stimme, die von neugierig erregt bis tief berauscht nichts auslässt. Leicht gibt sich der Zuhörer der Illusion hin, Anaïs Nin selbst würde ihr Werk vortragen und lässt sich bereitwillig entführen in ein Reich von Sehnsüchten, Orgien, Opiumhöhlen und erotischen Träumen. Wer das Delta der Venus in kleinen Dosen konsumiert, wird lange Genuss daran finden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Ein schwerer Schock!,
Rezension bezieht sich auf: Das Delta der Venus. 9 CDs (Audio CD)
Erotik auf literarischem Niveau, noch dazu von einer Frau - was könnte besser sein? ...dachte ich und wurde schon nach wenigen Hörminuten von einer heftigen Übelkeit befallen, die sich nicht mehr legen wollte: Ausschweifend und unablässig musste ich die Anatomie unterschiedlichster Männer über mich ergehen lassen. Wieder und wieder! Von "dicken Schwengeln" und "harten Schwänzen" sollte ich hören und dergleichen mehr. Also: Wenn Sie keine Frau oder nicht zufällig Guido Westerwelle sind, bitte meiden sie dieses Werk. Der männliche Heterosexuelle wird davon garantiert nicht erbaut sein.
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