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Das Bush-Imperium: Wie Georg W. Bush zum Präsidenten gemacht wurde
 
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Das Bush-Imperium: Wie Georg W. Bush zum Präsidenten gemacht wurde [Taschenbuch]

James H. Hatfield , Michael Schiffmann
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 425 Seiten
  • Verlag: Atlantik; Auflage: N.-A, Nachdruck. (Dezember 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3926529423
  • ISBN-13: 978-3926529428
  • Originaltitel: Fortunate Son
  • Größe und/oder Gewicht: 21,5 x 15,1 x 3,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 495.504 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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James H. Hatfield
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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Dubioses über Bush und das System
James H. Hatfields Biographie des Präsidenten
Seit je eignet sich der Präsident der USA zum Gegenstand von Diskussionen und Publikationen. Das liegt nicht zuletzt an der Machtfülle, die der Mann im Oval Office geniesst: Laut Gesetz ist er Staatsoberhaupt und Regierungschef, kombiniert also zwei Rollen, die in parlamentarischen Herrschaftsformen meist getrennt sind. Bringen Nachforschungen eines hartnäckigen Reporters den Exponenten in Misskredit, verfolgt die globale Zuschauergemeinde, durch Watergate sensibilisiert, das Drama wie den möglichen Niedergang eines Helden Shakespeares – und genüssliches Schaudern dominiert. Heikel wird es aber, wenn die Glaubwürdigkeit des Rechercheurs in Zweifel zu ziehen ist. Denn dann geraten mehr als nur Einzelheiten ins Zwielicht. Dies gilt auch für James H. Hatfields Buch über George W. Bush. Ein Buch mit Geschichte Der Band, eine unautorisierte Biographie, konzentriert sich auf die Jahre Bushs in Texas, wo der 1946 geborene Patriziersohn 1994 Gouverneur wurde, ehe er 1998 die Wiederwahl gewann, um bald darauf den höchsten Posten der Vereinigten Staaten anzustreben. Hatfield nennt eine Reihe pikanter Details. Während jedoch zum Beispiel bekannt ist, dass Bush bis zum 40. Lebensjahr dem Alkohol sehr zusprach, will der Verfasser von drei anonym bleibenden Quellen erfahren haben, der Texaner sei 1972 wegen Kokainbesitzes verhaftet worden. Damit nicht genug: Vater Bush habe Seilschaften genutzt, um den Vorgang aus den Akten zu tilgen. 1999, kurz nach Auslieferung der Studie, kam heraus, dass Hatfield wegen Anstiftung zum Mord fünf Jahre in Haft gewesen war. Der Journalist beteuerte, man bringe ihn mit einem Namensvetter durcheinander – einen Beweis blieb er schuldig. Und folglich beseitigte die New Yorker St. Martin's Press die 90 000 Exemplare des Titels. Ärger gab es ferner mit der andernorts herausgegebenen Neuauflage im Jahr 2000, wegen der von zwei Publizisten formulierten Einleitung. Ein weiteres Mal erschien die Arbeit – mit renoviertem Prolog – im Juni 2001, was wohl trotz allem eine Genugtuung für den Urheber war. Das Druckhaus der jetzt erhältlichen deutschen Ausgabe, der Bremer Atlantik-Verlag, teilt indes mit: Hatfield, «beruflich ins Aus gesetzt und wirtschaftlich ruiniert», hat sich am 18. Juli 2001 umgebracht. Kritik an Protektion Der Vorwurf des Drogenmissbrauchs, der auf breite Resonanz stiess, ist krass, und manche andere Anschuldigung klingt fadenscheinig – unter anderem weil selbst Zitate nirgends genau belegt sind; stattdessen gibt es eine inkomplette Bibliographie, die extra zu bestellen oder online zu betrachten ist. Mithin wirken ellenlange Ausführungen darüber, wie Bush von Kindesbeinen an protegiert worden sei, eher von Sozialneid motiviert denn vom Wunsch, in nachvollziehbarer Weise Unredliches zu offenbaren. Dabei befasst sich die Veröffentlichung gewiss mit Bereichen der Neuen Welt, die kritikwürdig sind. Kaum jemand leugnet etwa, dass es jungen Leuten möglich war, kraft connections dem Vietnamkrieg zu entgehen. Man weiss: Die Absolventen der Elitehochschulen placieren ihren Nachwuchs gern ebendort. Niemand heisst es gut, wenn sich in einem Staat Konzerne über Spenden politischen Einfluss sichern. Und wer in diesen Breiten hätte gedacht, dass noch im Jahr 2000 im Hightechland USA archaische Wahlzettel zum Einsatz kommen (darauf rekurriert der Autor David Cogswell im Postskriptum)? Die Angriffe auf Einzelne – das gesamte Umfeld der Bushs gerät schliesslich unter Beschuss – sind freilich letztlich Unterstellungen; deshalb verpufft die damit oft verbundene Systemkritik. Jean Zieglers Lob Gänzlich ärgerlich wird es, wenn simple Angaben falsch sind: So ist die Courage des bewunderten Vietnamveteranen und Senators John McCain umstritten; so zählte das renommierte Internat Andover nie zu den Universitäten der Ivy League; und so ist Ewan McGregor kein amerikanischer, vielmehr ein schottischer Schauspieler. Ausserdem missfallen neben etlichen spröden Sprachgefügen die Kreationen blumiger Schülerpoesie, spürbar beispielsweise im Satz: «Der anhaltende Applaus der Menge schien die kalte, feuchte Luft zu erwärmen, die die Zeremonie der Amtseinführung einhüllte.» Derlei hielt Jean Ziegler, Uno-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, nicht davon ab, die mit zahllosen Schmähungen versehene Schrift in einer kämpferischen Vorbemerkung als «akribisch recherchiert» und «grossartig» zu bezeichnen. Keine Frage: Der Atlantik-Verlag hat sich mit ungewöhnlichen Texten, etwa mit vergessenen Romanen Schwarzamerikas, einen Namen gemacht. Diesen setzen die Verantwortlichen allerdings mit dem «Bush-Imperium» nun aufs Spiel. Thomas Leuchtenmüller

Pressestimmen

"Hattfield hat ein packendes Buch geschrieben. Die Geschichte ist überzeugend und verständlich dargelegt und mit Bergen von Fakten untermauert. Hattfield hat der Demokratie einen wichtigen Dienst erwiesen". (David Cogswell, American Book Review)

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67 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein hartumkämpftes Buch - zum Glück doch noch erschienen!, 23. Mai 2002
Rezension bezieht sich auf: Das Bush-Imperium: Wie Georg W. Bush zum Präsidenten gemacht wurde (Taschenbuch)
Ist es die Macht des Öls, sind es die Seilschaften in den Großkonzernen, in der US-Armee und in der CIA, die aus dem Ölspekulanten George W. Bush zunächst den Gourverneur von Texas und dann den Präsidenten der USA gemacht haben - oder welche Strukturen stecken hinter dieser Entwicklung und welche Ziele verfolgt das Machtzentrum, dem Bush entspringt? James H. Hatfield ist diesen Fragen seit Jahren nachgegangen. The Making of an American President. Der amtierende Präsident der USA ist nicht durch eine korrekt durchgeführte demokratische Wahl, sondern durch den politischen und ökonomischen Einfluß seiner Familie und eine politische Entscheidung des Obersten Gerichtshofes der USA an die Macht gekommen. Dieses Buch verfolgt den Werdegang von George W. Bush historisch und politisch und belegt alle Fakten und Hintergründe, die auch verstehen helfen, wieso dieser Mann, der noch vor kurzem wegen seines rhetorischen und politischen Dilettantismus verlacht wurde, nun als "Führer der freien Welt" anerkannt wird. Von James H. Hatfield erfahren wir, wie dieser Präsident "gemacht" wurde, der sich enthusiastisch für die Liberalisierung des Waffengesetzes, für die Ausweitung der Todesstrafe, die Einschränkung des Abtreibungsrechts, die Mißachtung des weltweiten Umweltschutzes und das Herunterspielen des Rassismus hervortut.

Die Vorgeschichte des Buches. Nachdem 2 große Auflagen des Buches mit insgesamt 120.000 Exemplaren in den USA durch juristische Einsprüche aus dem Verkauf genommen und eingestampft werden mußten, ist der Titel nun seit Juni 2001 in den USA auf dem Markt. Der Autor hat sein Werk dafür noch einmal gründlich überarbeitet -ohne es in irgendeiner Weise zu entschärfen- und nach der Regierungsübernahme durch George W. Bush aktualisiert. Im Januar 2002, ein Jahr nach Bushs Amtsantritt, ist der der Titel auch in England erschienen.

Der Autor James H. Hatfield hatte als Journalist während seiner Arbeit an diesem Buch Zugang zu allen Quellen und zu den Kreisen um die Familie Bush und das Beraterteam des Präsidentschaftskandidaten. Nachdem deutlich wurde, daß er die Recherchen mit professioneller Akribie und kritischer Distanz verfolgte, bekam er mehr und mehr Schwierigkeiten. Schließlich wurde eine Kampagne gegen ihn geführt, die ihn öffentlich bloßstellen sollte, und die Herausgabe des Buches juristisch zunächst verhindert.

James H. Hatfield hat das Erscheinen seines Buches in den USA nur kurz überlebt. Unter starkem Druck und wirtschaftlich ruiniert nahm er sich im Sommer 2001 das Leben.

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31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Fortunate Son, 14. Juli 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Bush-Imperium: Wie Georg W. Bush zum Präsidenten gemacht wurde (Taschenbuch)
Dieses Buch öffnet die Augen. Über Geoerge W. Bush und seine Karriere als Firmengründer, der Startkapital aus dem Umfeld der bin Ladins geniesst, und als Gouverneur von Texas über 1,5 Wahlperioden. Bush entpuppt sich nach den Schilderungen des Autors als lächelnder, die Schulter klopfender, beinharter Rechtsliberaler. Erschütternd sind die Kapitel, in denen über seine Begnadigungsmasstäbe bei zum Tode Verurteilten berichtet wird. Bush erwirbt sich einen Ruf nahe eines Rassisten und christilichen Extremisten (nach deutschen Masstäben, die texanischen sind wohl auch extremer).
Hatfield schildert den Unterschied zwischen Bush senior und junior: Während Vater Bush als Ölunternehmer seine erste Million verdiente, legte der Junior mit einigen dubiosen Aktiengeschäften, die den Vorwurf des Insiderhandels trotz gegenteiligem Abschlussberichtes der SEC Behörde nicht völlig ausräumen, den Grundstein für seinen Reichtum.
Wer wissen will, wesen Geistes Kind der derzeitig mächtigste Mann der Welt ist, sollte dieses Buch lesen.
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47 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die andere Seite der Medaille, 7. Oktober 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Bush-Imperium: Wie Georg W. Bush zum Präsidenten gemacht wurde (Taschenbuch)
Erschreckend brutal kommen in diesem Buch die Verknüpfungen zwischen Multi-Milliarden-Wirtschaft und Politik in Amerika zum Vorschein. Nicht nur die auf persönlichen Profit begründete Loyalität mehrerer Generationen der Bush Familie zu späteren Feinden des Landes wird offen gestellt, nein auch die Rigorosität, mit der in den höchsten Politikkreisen des Landes gegen Andersdenkende vorgegangen wird. Am Ende des Buches angelangt ist es schwer zu glauben, dass der Autor sich selbst das Leben genommen haben soll.

Ein ganz besonders aufschlussreiches Dokument ist im Anhang des Buches beigelegt: der Versuch der Erläuterung des Urteils des Obersten Bundesgerichtes der USA, das, obwohl das Ergebnis der Wahl anders lautete, letztlich den heutigen Präsidenten des Landes ins Amt gehoben hat. Konfus, widersprüchlich und in erster Linie eine Ausheblung der geltenden Gesetze. Schon dieses Dokument ist es Wert, sich dieses Buch anzueignen.

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