Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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86 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
sehr gutes Modell zur Analyse von Störungen und deren Folgen, 22. Mai 2006
Das Buch erscheint - seit 1989 - nunmehr in dritter Auflage. Überabreitung und Erweiterung beziehen sich im Wesentlichen auf präzisere Fassungen bisheriger Kenntnisse, nicht auf grundlegend Neues. Gleichwohl stellt Burisch ein nach wie vor sehr gutes Modell zur Analyse von Störungen und deren Folgen bereit, in meinen Augen das seit langem beste Buch zur Erklärung von Burnout (im deutschsprachigen Raum).
Der Autor, ein mit dem Forschungsgebiet sowohl aus der Lehre als auch aus eigener Erfahrung vertrauter Professor, will Burnout in erster Linie verstehbar machen - und das gelingt sehr gut. Er analysiert Störungen und deren Folgen und liefert ein für diagnostische Zwecke im Rahmen von Beratungen gut einsetzbares Modell. Natürlich kann das Buch individuelle Beratung nicht ersetzen. Zudem ist Lebenshilfe" nicht das Anliegen dieses Buches, auch wenn manche schon von den Klärungen und Erklärungen profitieren und hilfreiche Anregungen gewinnen können.
Burisch bietet dichte Information, eben eine profunde Theorie, die er anschaulich entwickelt und leicht lesbar präsentiert. Im Mittelpunkt steht ein integriertes Burnout-Modell, das unterschiedlichste Formen von Burnout einordnen kann und dennoch ähnliche Phänomene abzugrenzen erlaubt. Der Autor orientiert sein Modell an der inneren Realität der von Burnout Betroffenen, an dem, was diese Menschen bewusst oder unbewusst erleben und beschreibt eine Nahaufnahme des Burnout-Prozesses. Danach diskutiert er persönliche und Umweltfaktoren, die den Prozess begünstigen.
In seinem Ansatz nimmt er Theorien und Ergebnisse verschiedener Forschungsansätze benachbarter Disziplinen auf und liefert auch dadurch einen guten Überblick über Entstehung und Entwicklung der Burnout-Forschung, die sich indes seit geraumer Zeit in einer Sackgasse bewegt - eine Einschätzung, mit der der Autor keineswegs allein steht.
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30 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
informativ und anschaulich zugleich!!, 31. Oktober 2002
Von Ein Kunde
Leider ist es nicht selbstverständlich, dass ein Fachbuch, wie dieses es tut, gleichzeitig viel Information bietet und diese dann auch noch in einen anschaulichen und lebendigen Schreibstil gebettet ist. Mehr noch: Der Schreibstil schließt unnötig gestelzte Ausdrucksweise aus, manchmal kann man sogar grinsen - und das ist noch weniger selbstverstänlich! Inhaltlich bietet das Buch einen prima Überblick auf den aktuellen Stand der Forschung und veranschaulicht die Mechanismen, die zu Burnout führen können u.v.m. Weniger Informationen bietet es zum Thema "was man tun kann, wenn das Kind schon im Brunnen liegt", aber das verspricht der Titel ja auch nicht. Weiterzuempfehlen!!
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59 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Ausschließlich für Fachpublikum, 10. Oktober 2002
Von Ein Kunde
Mich hat ein Interview mit dem Autor im ZDF-Morgenmagazin sehr beeindruckt und ich habe mir spontan das Buch bestellt in der Hoffnung, eine praktische Hilfe zur Analyse und Bewältigung meiner eigenen Situation als Firmeninhaber mit starkem Burnout-Verdacht zu finden.Man merkt diesem Buch an, dass der Autor hohe Kompetenz und Erfahrung hat. Nur leider kann man es Nicht-Fachpublikum schlicht nicht zumuten. Zum einen macht dieses Buch seinem Untertitel "Theorie der inneren Erschöpfung" alle Ehre insofern, als es den Schwerpunkt einerseits auf Theorie legt und andererseits der Leser nach spätestens drei Seiten innerlich erschöpft ist. Zu kritisieren ist hier vor allem ein verbreiteter Mangel, der dem nicht Fachkundigen schlicht die Möglichkeit nimmt, aus einem Fachbuch Nutzen zu ziehen: Es werden fast alle handwerklichen Grundsätze verständlichen Schreibens auf den Kopf gestellt - das ganze typische Akademiker-Programm von endlosen Schachtelsätzen über übertrieben wissenschaftliche Formulierung (damit es auch die Fachkonkurrenten respektabel finden) bis zu einem Feuerwerk an sinnverstellenden Fachtermini macht das Lesen dieses Buches für ein Mitglied der betroffenen Zielgruppe zur Qual. Dabei ist der Stoff, der dahinter zum Vorschein kommt, inhaltlich nicht mal sonderlich schwer verständlich. Es sollten jedoch Verlag und Autor sich bei Konzeption und Vermarktung darüber einig werden, wen dieses Buch eigentlich anspricht - sicherlich nicht die Zuschauer des ZDF-Morgenmagazins, die zwar niveauvolle Fachbücher lesen, sich jedoch nicht mit Dechiffrierung aufhalten wollen. Praktische Lebenshilfe? Für Doktoranden dieses Themas sicherlich.
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