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Das Buch von den Hobbits
 
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Das Buch von den Hobbits [Gebundene Ausgabe]

David Day , Lidia Postma
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Gerstenberg (Gebrüder) (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3806728240
  • ISBN-13: 978-3806728248
  • Größe und/oder Gewicht: 31,6 x 23,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 373.568 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

carpe.com

Der Gelehrte und Tolkien-Spezialist (Tolkien. Die illustrierte Enzyklopädie, 1992) David Day unternimmt es in diesem reich illustrierten Buch, dem Oxford-Professor für Angelsächsisch, nämlich J. R. R. Tolkien, auf die Schliche zu kommen, wie es sich denn mit den Hobbits verhält.

Es ist ja nicht so, als wären die Hobbits die unwichtigsten Figuren in Tolkiens Romanen The Hobbit und The Lord of the Rings (1954/55). Vielmehr ist es ja Bilbo Baggins, der den Einen Ring findet und den Drachen zur Strecke bringt. Und sein Neffe Frodo rettet die Welt, indem er den Einen Ring zur Stätte seiner Zerstörung, dem Schicksalsberg, bringt. (Gollum stürzt dann mit dem Ring in den Feuerschlund des Vulkans, wodurch der Ring zerstört wird.)

In detektivischer Kleinarbeit charakterisiert Day die Hobbits. Als Indizien dienen ihm die sprachlichen Wurzeln des Wortes, das Tolkien erfunden haben will, als er lästige Studienarbeiten korrigieren mußte. Hobbit bedeutet sowohl Höhlen- als auch Hügelbewohner, hat aber auch mit Nabe, Mittelpunkt, zu tun sowie mit zahlreichen alten englischen Bezeichnungen wie etwa "game of hob", dem Ringewerfen (!). Und beinahe ohne Zahl sind die Bedeutungen von "Baggins", dem englischen Namen von Bilbo Beutlin -- nicht zuletzt auch "Dieb" und "Ring-Dieb"!

Day beschreibt die drei Hobbit-Stämme (Harfoot, Stoor, Fallohide) und erklärt die Namen und Ämter der einzelnen Fürsten und Clans, etwa Brandybuck oder Took. Er erklärt, wie Gollum, der frühere Hobbit Smeagol, zu verstehen ist und wie das Auenland (Shire) bzw. Hobbiton zu ihren Namen kamen.

Von Kapitel 13 bis 20 konzentriert sich Day auf die Leute, mit denen die Hobbits auf ihren Abenteuerfahrten zu tun hatten: allen voran die Zwerge, dann Gandalf der Zauberer, schließlich auch Trolle, Orks, Ents und Riesen. Erstaunlich ist Days Resultat seiner Detektivarbeit, wenn es um den Namen von Smaug dem Drachen geht. Bilbo mußte ja den Namen herausbekommen, der ihm eine gewisse Macht über dessen Träger verlieh. Smaug ist nicht nur "der durch das Loch Gekrochene" und der "Verschlagene", er ist auch "smug", also selbstgefällig. Das Schlüsselwort ist "Loch". Denn das Loch in seiner Panzerung machte Smaug, den Goldenen, verwundbar für den Pfeil, den Bard, der Bogenschütze, auf Bilbos Geheiß abschoß -- und so den Sturz des Drachen herbeiführte.

Eine kurze deutsche Bibliographie schließt den Band ab. Ein Stichwortregister fehlt. Sehr wichtig für den ästhetischen Eindruck sind die wunderbaren, großflächig wiedergegebenen Illustrationen von Lidia Postma. Den Höhepunkt davon stellt sicherlich das Ausklappbild von Bilbo und Gandalf dar wie sie dem Pfeiferauchen frönen.

Fazit: Für jeden Hobbit-Liebhaber unverzichtbar, für den ernsthaft interessierten Literaturwissenschaftler eine wertvolle Hilfe, besonders was die Etymologie der Namen und Bezeichnungen sowie der Rätsel anbelangt. Day bringt zahlreiche Hinweise zu den Quellen Tolkiens. So etwa folgt The Hobbit im letzten Drittel, dem Drachenkampf, dem altenglischen Epos Beowulf, wenn auch in etwas ironischer Weise. --Michael Matzer

Über den Autor

David Day hat bereits mehrere Bücher zu Tolkiens Welt veröffentlicht, aber auch mehr als 30 Bücher für Kinder und Erwachsene über Mythologie, Geschichte, über Fantasy und Lyrik.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Sicher, dieses Werk bietet wertvolle Hintergrundinformation und anspruchsvolle linguistische Spielereien, die jeder Tolkien-Fan einfach lieben muß. Die wichtigsten Eigennamen aus Tolkiens "Nebenschöpfung" (so seine eigene Bezeichnung) werden mit den Mitteln der Etymologie unter die Lupe genommen. Doch neben linguistischen Aha-Erlebnissen gibt es leider auch nicht gerade wenige sprachliche Ungereimtheiten; natürlich ist es bei solchen metasprachlichen Überlegungen wie der Rückführung von erfundenen Namen immer schwierig zu übersetzen, und der Rückgriff auf die englischen Originaltermini lässt sich praktisch nicht vermeiden, allerdings ist auch oft geschlampt worden. So ist der fliessende Text nicht konsistent in der Benutzung entweder des englischen Originalnamens oder der deutschen Übersetzung, sondern pendelt unentschlossen (und ohne inhaltliche Motivation) dazwischen hin und her. Darüber hinaus wirkt auch die Rundreise durch "Chambers Concise Dictionary" bisweilen etwas befremdlich. Mit Tolkien selber als renommiertem Philologen, der oftmals seine exakte Motivation für einen Namen samt historischer Ableitung selber überliefert hat, tut eine Assoziation mit sämtlichen ähnlich klingenden Wörtern im Grunde keine Not und wirkt oft etwas an den Haaren herbeigezogen. --Der Ansatz erinnert schon fast an die antroposophische Auffassung, jeder Laut habe eine Urbedeutung, die sich durch die Worte, in denen er vorkommt, fortpflanzt. trotz allem ein durchaus lesenswertes Buch, für das man allerdings schon einen gewissen Narren an Tolkiens Werk und linguistischen Erwägungen gefressen haben sollte; wer nur mal so flüchtig den "Hobbit" gelesen hat, wird an diesem Buch vermutlich keine übermässige Freude haben. Erwähnenswert sind ausserdem die Illustrationen von Lidia Postma, die man mögen kann oder auch nicht; sie sind ein bißchen sehr pastellig und niedlich, aber in jedem Fall durchaus angemessen und fallen nicht aus dem Rahmen. In jedem Fall kann man ihnen zu gute halten, daß sie sehr nah an den Beschreibungen Tolkiens sind und man ihnen jene herzliche Liebe zum Detail anmerkt, die fast jedes Bild schön macht. Fazit: ein Muß für Fans und ein Schmuckstück im Regal, aber so manchem mag schon die Grundüberlegung des Werkes zu weit gehen. David Day hat schon größere und gehaltvollere Meisterwerke für Tolkien-Liebhaber geliefert.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Day versteht es, spannende und unterhaltsame Hintergrundinformationen über Hobbits und ihr Umfeld zu bieten. Mögen einige "Beweise" für Tolkiens Sprachwitz auch nicht notwendig aussagekräftig sein, findet der Tolkien-Leser angenehm aufbereitete Informationen über die etymologischen und historischen Ursprünge der Geschichten und Personen, die auch und gerade für den Laien unterhaltsam zu lesen sind. Lediglich die herausragenden Illustrationen ragen (mit wenigen Ausnahmen) allenfalls negativ heraus und geben diesem Buch oftmals einen unpassenden Beigeschmack von Kleinkindgeschichte. Für ansprechende Illustrationen zu Tolkiens Werken gibt es, v.a. in englischen Ausgaben, wesentlich bessere Beispiele.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wer Tolkien und seine Bücher liebt, für den ist dieses Buch, das einem durch ihn "entdeckten" Volk gewidmet ist, ein echtes Schmuckstück.Allein schon die Aufmachung der wundervollen Illustrationen zeigt sehr viel Liebe zum Detail... und zu den Hobbits! David Day hat sich unglaubliche Mühe gegeben, die linguistischen Wurzeln einer nunmehr bereits seit Jahrzehnten durch die Literatur geisternden Rasse auszugraben. Ob ihm das gelungen ist, kann man als Laie nur schwer beurteilen, aber auf jeden Fall ist die Lektüre seiner Forschungen ein riesiger Lesespaß für alle, denen dieses liebenswerte Auenland-Völkchen ohnehin schon ans Herz gewachsen ist.
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