Erstmal vorweg: Für jedes der (heidnischen) Jahreskreisfeste ist beschrieben, was wichtig ist: Wie heißt der Feiertag in anderen Kulturen, welche Gottheiten werden angebetet, Assoziation zu dem Fest, Deko für Altar und Tempelraum, Bräuche und Rituale, Räucherwerk, Speisen und Getränke, Edelsteine, Runen, Musik und Tänze, Meditation und "Kostümierung".
Und da fängt das Buch an, albern zu werden. Ein paar Beispiele:
- Der Autor schlägt doch allen ernstes vor, sich an Ostara als Hase, Ei oder Blume zu verkleiden. Oder an Imbolc als Schaf. Etwas lächerlicheres hab ich noch nie gehört.
- Der Autor spricht von FETEN. Sorry, aber die Jahreskreisfeste sind eigentlich keine Feten, sondern ernst zu nehmende Feierlichkeiten zu Ehren der Großen Göttin und des Gottes. Nach dem Ritual kann man gerne ausgelassen feiern...
- Auch hab ich so meine Probleme mit einigen Vorschlägen für Lieder und Gebete. Die Jahreskreisfeste sind heidnischen Ursprungs, da kann ich doch keine christlichen Lieder singen oder den Herrn der Christen anbeten! Schließlich haben die Christen die Heiden verfolgt und nahmen ihnen ihre Religion (zumindest versuchten sie es und hatten dabei auch Erfolg).
Wer Vorschläge für richtige Ritualabläufe sucht, der ist hier fehl am Platz. Davon seht keine Silbe im Buch.
Nach den Jahreskreisfesten folgen Vorschläge für die Vollmonde der einzelnen Monate und den 13. Mond. Dieses Kapitel ist etwas knapp ausgefallen: Es wird zwar die Herkunft der Namen "Mond des Wolfes" oder "Mond der Kräuter" gemacht, aber sonst gibt es nur Vorschläge für Meditationen. Ich hätte mir noch einen Vorschlag für ein richtiges Vollmondritual gewünscht. Auch hier sucht man wieder vergebens.
Zum Schluß werden noch die wichtigsten Feste der Weltreligionen kurz angeschnitten: Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus, Zoroastrismus, Sikkhismus und Bahai-Religion.
Ach ja, und nicht zu vergessen die Film-Tips für "fette Feten". Finde ich total fehl am Platz.
Alles in allem sehr unvollständig und albern.