Das beste Buch zum Thema Universum bzw. Multiversum, das ich bisher (in den letzten ca. 30 Jahren) gelesen habe!
Gut gegliedert, schön aufgebaut, sich steigernd bis zum Schluss, mit Register und Anmerkungen, redaktionell perfekt. Sehr gut übersetzt ins Deutsche. Man kann es kaum weglegen!
Inhaltlich überragend: Es werden fast ohne Formeln aber auf physikalisch anspruchsvollem Niveau nahezu alle bisher von Menschen gedachten Universen bzw. Modelle dafür beschrieben, die mir größtenteils neu waren, jedoch bleibt es dem Leser selbst überlassen, welche Modelle er favorisiert.
Der Autor zeigt, dass wir vermutlich in einem Multiversum leben, also unser Universum nur ein kleiner Teil von allem, vielleicht sogar des unendlichen, ist. Sich aufblasende Quantenfluktuationen werden zu Universen...
Von unserer gewohnten Struktur der Welt in Raum und Zeit läßt der Autor nicht viel übrig, sie wird geschreddert, verknotet und ins unendliche gezogen mit Quantenmechanik, Relativität, Stringtheorie, M-Theorie, höherdimensionale Topologie, Philosophie...
Das Standardmodell kommt dabei zu recht unter die Räder, da es sich dabei ja nur um eine über freie Parameter justierte völlig abstrakte Beschreibung der Wirkungen zwischen messbaren Objekten (Elementarteilchen) handelt. In den neueren Theorien entfallen Naturkonstanten, aber dafür beschreiben sie ALLE Universen, nicht nur den Spezialfall des unsrigen - das ist leider vielen Leuten nun auch wieder nicht recht.
Das ist vielleicht die größte Botschaft des Buches:
Wahrscheinlich gibt es keine Erklärung für uns und alles, alles muss einfach sein. Was wir sehen, ist reiner Zufall. Wie wir uns und "unser" Universum sehen (wollen), bleibt letztlich subjektiv. Alle physikalischen Beschreibungen sind nur Modelle, keine Erklärungen. Dies erfordert ein enormes Umdenken!
Leute, sucht euch den Sinn selber, es gibt keinen Gott!
An der Stelle meine Weltformel: <Z> = <A> (Zufall ist Alles) => Eine Lösung dieser Formel ist unser Universum. Oder die Lottozahlen :-)
Viel Spaß beim Lesen!