Dieses Werk gehört zu den wenigen, deren Lektüre ich schließlich abgebrochen habe. Die Gründe dafür sind:
1. Dieses Buch beinhaltet wohl die größte Anzahl an Tippfehlern, die mir je untergekommen ist. Auf jeder zweiten bis dritten Seite war dies auffallend. Ein Beispiel: Eine der Protagonisten des Romans ist die Frau Halima, die aber auch häufig Hamila geschrieben wird. Fallweise wechselt dies auf einer einzigen Seite mehrfach. Fazit: Dieses Buch ist praktisch nicht lektoriert worden.
2. Historische Ungenauigkeit. Ein Rezensent einer vorhergehenden Auflage schrieb hier bei Amazon, das Buch sehr historisch korrekt. Aber: Zwischenzeitlich verzehren die Romanfiguren ein Maisgericht. Da wir uns im 12. Jahrhundert befinden und Amerika noch nicht entdeckt wurde, ein Fehler, der vermeidbar gewesen wäre. Ein anderes Beispiel: Bei der Beschreibung des Raymond von Toulouse hat der Autor weder über den Templerorder noch über den Katharismus recherchiert, so dass praktisch nichts von dem stimmt, was er über dutzende von Seiten schreibt. Der oben genannte Rezensent schrieb auch, wie hervorragend der Autor es verstanden habe, die mittelalterliche Kultur und ihre Überlegenheit gegenüber dem damaligen Okzident zu schildern. Der Autor hat offenbar jedoch den Historiker Osama Ibn Munqid nicht gelesen (wenngleich dieser in seinem Roman auftaucht) - dieser äußerte sich recht gegenteilig und hob sogar eine ganze Reihe von Vorzügen der westlichen Kultur hervor; so z.B. deren Rechtssystem, welches dem orientalischen überlegen sei. Ebenso das Steuersystem, welches im wesentlichen frei von Willkür war.
Fazit: Ein schlecht recherchiertes und nicht lektoriertes Buch, dessen Kauf man sich sparen kann.