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Das Buch Saladin.
 
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Das Buch Saladin. [Taschenbuch]

Tariq Ali
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  


Produktinformation

  • Taschenbuch: 424 Seiten
  • Verlag: Heyne (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453193539
  • ISBN-13: 978-3453193536
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.013.974 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Held dieses Romans ist Saladin, Sultan von Ägypten und Syrien, der die fränkischen Kreuzritter schlug und Jerusalem unter muslimische Herrschaft brachte. Tariq Ali erzählt die Geschichte seines Lebens, seiner amourösen Abenteuer sowie seiner Triumphe und Niederlagen auf dem Schlachtfeld.

Über den Autor

Tariq Ali wurde 1943 in Lahore (Pakistan) geboren. Als 20-Jähriger emigrierte er nach London, wo er Politik und Philosophie studierte und Ende der sechziger Jahre zu einem der wichtigsten Führer und Vordenker der internationalen Studentenbewegung wurde. Heute arbeitet Tariq Ali als Schrifsteller, Filmemacher und Journalist. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zur Weltgeschichte und -politik, Bühnenstücke, Drehbücher und Romane.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ideale Reiselektüre, 17. November 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Buch Saladin (Taschenbuch)
Stellen Sie sich vor sie sitzen mit einem Freund beim Abendessen und Gerhard Schröder kommt vorbei. Genau dieses Mißgeschick erlebt der Erzähler des Buches Saladin. Er versucht aus der Affäre zu ziehen und findet sich eine Woche später im Palast als Sekretär des Sultans wieder. Seitdem folgt er dem Sultan nach Damaskus, zu den Hörern von Hattin und nach Jerusalem.

Dabei erfährt er die Geschichte eines Mannes der gerissen und mutig, die Herrschaft der Fatimiden in Kairo beendet, den Nahen Osten eint und die Kreuzfahrer besiegt. Tarik Alis Saladin hat trotzdem mit dem Mythos dieses "berühmtesten Kurden" der Weltgeschichte nur den Namen gemein.

Der Erzähler ist dabei, aber er ist nicht wichtig genug in die Handlung einzugreifen, im Gegenteil mehr als einmal muss er aus zweiter Hand berichten. Das Buch verbindet die historischen Tatsachen geschickt mit der Phanasie des Autors. Zum Beispiel ist über Saladins Privatleben nichts bekannt. Das Buch Saladin ist die ideale Reiselektüre für Leute die Ägypten,Jordanien und Syrien bereisen möchten.

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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Verführung durch Worte, 23. März 2002
Rezension bezieht sich auf: Das Buch Saladin. (Taschenbuch)
Diese Buch hat es geschafft, in mir das Interesse für die Kultur der Araber in Andalusien zu wecken, was das Stöpern im Internet und in vielen anderen Büchern zur Folge hatte.Ich habe nur noch davon geträumt,selbst in diesem Land und in dieser Zeit zu leben. Kein anderer Schriftsteller hat mich mit seinen Lebensweisheiten so angesprochen, wie es Tariq Ali in diesem Buch geschafft hat.Wenn man sich in ein Buch verlieben kann, so ist es mir bei diesem so ergangen.Von diesem Mann und seiner Kunst, kann man süchtig werden.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Atmosphärisch und einfühlsam., 7. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Das Buch Saladin. (Taschenbuch)
Die Geschichte beginnt damit, dass Isaac Yakub ganz überraschend von dem überaus natürlich und menschlich erscheinenden Sultan Yussef Salah al-Din Ibn Ayyub, kurz Saladin, zum Schreiber seiner Memoiren gemacht wird. Eigentlich saß er mit seinem Freund dem Heilkundigen Ibn Maymun an einem kalten Winterabend zusammen, sie tranken Tee und unterhielten sich, als plötzlich ein unerwarteter Gast eintraf, nämlich eben jener Sultan Saladin, der wie ein ganz normaler Mensch zu einem Besuch bei einem Freund auftaucht. Schon bei der leichten Tischkonversation kam mir der Gedanke an einen gutmütigen und weisen Großvater, so einen, wie man ihn sich immer wünscht und das Gefühl sollte ich auch bis zum Ende des Buches nicht mehr verlieren. Jedenfalls kam es dazu, dass Isaac Yakub kurzerhand vom Sultan eingestellt wurde.

Schon am nächsten Tag ist Ibn Yakub beim Sultan im Palast und während der Sultan beginnt von seiner illustren Jugend zu erzählen, bestaunen wir mit Ibn Yakub die Bibliothek und bald schon den Palast und erfahren ganz alltägliche Dinge für den Sultan, wie z. B. die Regierungsgeschäfte üblicher Weise verlaufen und auch von Frauen ist hier nicht nur hinter vorgehaltener Hand die Rede.

Da das Buch Ibn Yakub als Erzähler verwendet, bekommen wir eine ehrfürchtige, aber auch sehr ehrlich erscheinende Geschichte, die auch mit gutmütiger Kritik nicht geizt und neben tragischen Momenten auch unheimlich viele erheiternde Stellen aufweist. Grade die Ecken und Kanten Saladins machen ihn dabei glaubwürdig, menschlich und sympathisch.

Zunächst war ich durchaus skeptisch, Saladins Erzählungen über seine Vergangenheit lesen sich manchmal fast wie Sachbuchabschnitte, dazu kommen die Erzählungen seiner Freunde, mit denen man am Anfang oft nicht sofort warm wird und die Geschichten aus dem Harem sowie andere Anspielungen sexueller Natur, die fast zu reichlich und deutlich erscheinen, für das was man sich heutzutage vom Islam vorstellt. Doch die vorgestellten Charaktere wachsen einem schnell ans Herz und man wird emotional von ihren Geschichten berührt. Auch die Religion wird nicht fanatisch dargestellt, bestes Beispiel dafür ist Saladin selbst, der gerne einen Ausspruch des Propheten beherzigt: "Vertraue auf Allah, aber binde zuerst dein Kamel an." - und die Frauen im Harem werden nie minderwertig dargestellt. Dazu eröffnet sich einem das Bild von einer wesentlich fortschrittlicheren Kultur, als Europa sie zu der Zeit zu bieten hatte. Mit großen Gelehrten, guten Ärzten und überaus fähigen Männern, bei deren Geschichten man selbst schnell auf die Idee kommt, auf "unsere" Kreuzritter als ungebildete "Barbaren" herunter zu schauen.

Das Buch hat eine etwas eigensinnige Struktur, alle Kapitel sind kurz und mit prägnanter Überschrift versehen, die gleichzeitig schon eine Inhaltsangabe darstellt. Zunächst kommt ein langer Teil in dem Saladin von sich und seiner Vergangenheit erzählt, während man aber auch schon von aktuellen Begebenheiten hört. Der Teil ist mit sehr vielen Informationen gespickt und wenn man sich noch nicht sonderlich mit der Kultur des Orients beschäftigt hat, kann einen dieser schnelle Wechsel von historischen Informationen, Hintergrundmaterial und Romangeschichte schon fast überfordern. Dann kommt jedoch der Mittelteil, in den auch die Eroberung Jerusalems fällt und die Geschichte wird flüssiger, da man nicht mehr zwischen Vergangenheit und Gegenwart springt. Hier hat man sich dann auch schon an die vielen ungewohnten Charaktere gewöhnt und bekommt mehr von ihnen zu wissen. Dabei ergeht sich der Autor auch nicht in ewig langen Kriegsbeschreibungen, was mich zunächst sehr gewundert hat, da die meisten Autoren grade Kämpfe als Spannungshöhepunkt benutzt hätten, sondern beschreibt kurz und prägnant, nicht zuviel und nicht zu wenig. Die historischen Tatsachen werden Bekannt, sich darüber großartig etwas auszudenken wäre müßig, dafür bleibt der Autor lieber bei den zwischenmenschlichen Handlungen. Dann kommt der unliebsame letzte Teil. Er besteht nur noch aus Briefen von Ibn Yakub an Ibn Maymun, sehr zusammengefasst wird hier noch die kurze Geschichte Saladins nach der Eroberung von Jerusalem geschildert. Dieser Abschnitt deckt sich Stilistisch hervorragend mit der Empfindung des Lesers, der hier, wo Saladin Niederlagen einstecken muss und schlussendlich stirbt, gar nicht mehr so viele blumige Worte um das Ende dieses großen Mannes hören möchte.

Soweit ich die Geschichte Saladins nachgeschlagen habe, finden sich alle historisch belegten Tatsachen in diesem Buch wieder und obwohl dies "nur" ein Roman ist, halte ich ihn für sehr gut recherchiert und durchaus glaubhaft. Das beruht aber nicht nur auf meiner eigenen unzureichenden Meinung, sondern auch daher, dass ich dieses Buch aus der 2000/2001 erschienenen Storica Sammler Edition habe, für die Philipp Vandenberg eigenhändig ausgesprochen gute historische Romane zusammengestellt hat. Wer Philipp Vandenbergs akribisch recherchierte Werke nun etwas kennt, der darf annehmen, dass er auch bei seiner "Lieblingslektüre" sehr viel Wert auf Authentizität legt.

Fazit: Ich fand das Buch ausgesprochen gut, nicht fantastisch, aber wirklich gut. Es war kein Buch mit viel "Action" und Spannung, aber es vermittelt ein tieferes Verstehen, es ist berührend, oft lustig und manchmal tragisch. Es ergreift keine Partei, obwohl es aus orientalischer Sicht geschrieben ist und erzählt lediglich die Geschichte eines wirklich großen Mannes, ohne ihn dabei aber gleich zu verherrlichen. Das Buch ist ausgewogen, bodenständig und soweit belegt auch historisch korrekt. Wer sich also für den Orient oder die Kreuzzüge interessiert, der darf sich dieses ungewöhnliche Buch wirklich nicht entgehen lassen.
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