Also wer es mit Rosen hat oder jemanden kennt, dem Rosen nicht gleichgültig sind, der sollte sich schon mal dieses Buch beschaffen, für sich selbst oder zum Verschenken. da kann man nicht viel verkehrt machen, denn die Lektüre ist kurzweilig und voller Abwechslung. Frau van Cronenburg fächert ihr Thema weit auf und führt den Leser in überraschend interessante Gefilde. So steht zu Beginn eine Exkursion zu den Ursprüngen der Rose an, in eine Zeit, wo von Kultivierung dieser sehr alten Pflanze nioch keine Rede sein konnte. Aber dann Zweistromland und die alten Chinesen, eine Universalgeschichte. Beliebtheit und Anziehungskraft der Rose ließ sie zu einem Symbol in Mythologie, Ritual und Kunst werden. Philosophen, Mystiker und Geheimbündler sahen mehr als nur eine Pflanze in der Rose, auch fand sie Eingang in die Heilkunst. Na ja, und dann das ganze Ding um die Liebe, Herz und Schmerz, die Dichtung (wer hat nicht die Rose besungen?), Leben und Tod. Eine mögliche Kulturgeschichte der Rose, unterhaltsam und lebendig, nicht zuletzt durch die vielen Erzählungen und Geschichten, die sich unproblematisch aneinanderreihen, ohne beliebig zu wirken.