Zeichnet sich aus durch seine große komische Reichweite von völligst flachem Schuljungen-Slapstick bis zu eloquentem, feinsinnigem Humor. Dieses Spektrum entsteht durch die vier beteiligten Texter Robert Gernhardt (!), Bernd Eilert, Peter Knorr und Waalkes selbst, welcher der optimale Präsentator dieser Gags ist, die jedoch im Buch an Komik verlieren, weil es weder Waalkes' Stimme noch sein musikalisches Talent transportiert - Dafür ist sind die Noten des "Schwamm-Drüber-Blues" abgedruckt, und wer den Autor kennt, hört seine Stimme aus den vielen Sprechblasen sowieso sprechen. Der Verlust der Akkustik wird zudem wettgemacht durch die Nutzung des Mediums Buch: Es enthält etliche Zeichnungen, kommentierte Photos und einen auf die Spitze getriebenen Verkleidungsmarathon des nordischen Autors in Pseudoreportagen, Pseudozeitschriften ("Otto Motor Sport"), Pseudobriefen. Alles und jedes wird auf's Korn genommen, Waalkes nimmt nicht einmal sich selbst ernst ("Ottos Zeichenschule"). Die Witze sind fast durchweg absolut zeitlos. Lediglich die fehlende Kenntnis mancher Prominenter, auf die angespielt wird - etwa Joachim Fuchsberger - könnte eine unwesentliche Minderung des Genusses hervorrufen. Wer seine Bühnenauftritte kennt, wird einiges hier wiederfinden. Wer seine alten Werke nicht kennt, wird erstaunt sein, hier einige landläufige Witze wiederzufinden, deren Waalkeschen Ursprung man nicht erwartet hätte, unter anderem das "English for Runaways - Englisch für Fortgeschrittene". (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)