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Das Buch der von Neil Young Getöteten.
 
 
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Das Buch der von Neil Young Getöteten. [Taschenbuch]

Navid Kermani
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de


Buchnotiz zu : Die Tageszeitung, 14.08.2002
"Unorthodox, aber eindrücklich" kommt für Gerrit Bartels das Buch von Navid Kermani daher, der mit großer Sympathie liest, wie die Musik Neil Youngs dem Töchterchen Kermanis über die schwierige Phase der Dreimonatskolik hinweghalf. Alles habe Kermani bei seinen Meditationen über die Musik wiedergefunden: die Vertreibung aus dem Paradies etwa oder den festen Glauben an ein besseres Leben. Der Autor betreibe "intensive Songstudien", und streue dabei immer wieder Gleichnisse aus der islamischen Mystik in seinen Text ein. Ihm gehe es dabei, merkt Bartels an, wie auch Neil Young "um alles: um Leben und Tod, ums Werden und Vergehen, um das Heideggersche und Adornitische, um Bettler und Prinzen". Das Pathos, das da anklingt, stört den Rezensenten nicht, vielmehr sei das vielleicht genau der richtige Zugang zu Young, meint Bartels. Denn schließlich gelinge es dem Autor mit diesem ihm eigenen Mix aus autobiografischen Details und Faktenanalyse, dem widersprüchlichen Neil Young "auf die Schliche zu kommen".

© Perlentaucher Medien GmbH

Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 16.09.2002
Auch wenn Navid Kermani in seinem "nahezu ekstatischen Essay" bei der Interpretation der Musik von Neil Young oft nicht viel weiter vordringt als der gewöhnliche Fan, steht für Christoph Bartmann fest: "Eindringlicher, witziger und aufrichtiger hat über die Verwicklungen zwischen Leben und Musik lange keiner mehr geschrieben." Bei der Lektüre erfährt der Leser, dass Youngs Musik durchaus gegen frühkindliche Dreimonatskoliken helfen kann. Ob und wie weit Youngs Texte sich allerdings an die persische Mystik anlehnen, wie Kermani beweisen will, ist für den Rezensenten nicht so eindeutig zu beurteilen. Denn obgleich der Autor "in Sachen Sufismus" ein Kenner sei, bei der Interpretation der Liedtexte sei Kermani ebenso auf Spekulationen angewiesen wie jeder Zuhörer. Aber genau in dieser "Amateurhermeneutik" liegt für Bartmann auch der Reiz des Buches, verdeutlicht Kermani doch etwas, "was wir alle aus unserem musikalischen Leben kennen: unsere hilflose, aber fiebrige Begeisterung von einem Stück, das uns in Flammenschrift irgend etwas fürs Leben bedeuten will.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Eindringlicher, witziger und aufrichtiger hat über die Verwicklungen zwischen Musik und Leben lange keiner mehr geschrieben." SDZ)
"Am Ende ist dieses schöne, kluge Büchlein ein großes Lob des Spielens - auf der Bühne im Leben" (Die ZEIT)
"Man liest das Buch und denkt sich, vielleicht zum ersten Mal in vielen Jahren eigener Neil-Young-Bewunderung: So muss man es machen!" (FAZ)

Kurzbeschreibung

Wenige Tage nach der Geburt trägt ein junger Vater seine schreiende Tochter durch die Wohnung. Nichts scheint sie zu beruhigen, nichts scheint gegen die allabendlich wiederkehrenden Bauchkrämpfe zu helfen. In seiner Verzweiflung greift der Vater in sein Plattenregal und legt Neil Young auf. Mit den ersten Gitarrenklängen entspannt sich das Kind, und es beginnt eine wundersame Reise, die tief in die Musik Neil Youngs führt und doch vom Leben erzählt. Auf eine einzigartige Weise verbindet Navid Kermani die grandiosen wie verstörenden Erlebnisse, die ihm Neil Young bescherte, mit persönlichen Entwicklungsschritten. In den Reaktionen seiner Tochter spürt er dem Verhältnis von Musik und Alltag nach. Ein Buch, das mit großer Zärtlichkeit von den Nöten und Sorgen eines jungen Vaters erzählt und uns dabei zu den verlorenen Illusionen und flüchtigen Augenblicken des Glücks führt.

Der Verlag über das Buch

»Eindringlicher, witziger und aufrichtiger hat über die Verwicklungen zwischen Musik und Leben lange keiner mehr geschrieben.« Süddeutsche Zeitung

Über den Autor

Navid Kermani, geboren 1967, promovierter Islamwissenschaftler und Publizist, gilt als führender Iran-Experte in Deutschland und hat zwischen 1995 und 2000 für die Frankfurter Allgemeine Zeitung die Entwicklung in Iran verfolgt. Für das Studienjahr 2000/2001 ist er an das Wissenschaftskolleg in Berlin berufen worden. 2010 wurde Navid Kermani mit der "Buber-Rosenzweig-Medaille 2011" ausgezeichnet und 2011 erhielt er den "Hannah-Arendt-Preis" für seine "lagerüberwindenden, religionswissenschaftlichen und politischen Analysen".
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