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Das Buch der von Neil Young Getöteten, [Unbekannter Einband]

Navid: Kermani
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: Zürich, Ammann 2002, (2002)
  • ASIN: B003TKSNQQ
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)

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Navid Kermani
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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Vater sein dagegen sehr... 19. August 2002
Von Imrahil02
Format:Gebundene Ausgabe
und ich dachte, ich wäre der einzig bekennende Neil Young Fan des zentralen Rheinlands, und dann schreibt N. Kermani das Buch, das man immer schon selber schreiben wollte! Ich habe das Buch aufgeschlagen, angelesen, aufgelesen und versucht, meiner Partnerin, die in 2 Monaten mein erstes Kind zur Welt bringt (der geneigte Leser wird wissen, was ich meine)zu erklären, das alles gut wird.
Das Buch ist ein Muß für alle Neil Young Fans, und damit kommen wir zum Problem: Für nicht Neil Young Fans hat das Buch zwar einiges zu bieten (Leidenschaft zur Musik zum Fußball zur Frankfurter Schule zur Mystik etc.), aber es ist nun mal ein Buch, was trotz der oben erwähnten Kriterien den Musiker und Menschen Neil Young beschreibt.
Wenn man allerdings Zeit seines Lebens versucht hat, seinem Partner zu erklären, warum gerade jetzt dieses oder jenes Stück Musik gespielt werden MUSS, wenn man es endlich schaffen möchte, diese Zwangsläufigkeit zu erläutern und nicht mit Unverständnis konfrontiert werden möchte, dann hat das Buch auch für nicht Neil Young Fans seinen Zweck erfüllt.
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27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Peter-Thilo Hasler HALL OF FAME REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Was bringt einen in Köln lebenden deutsch-iranischen Islam-Wissenschaftler dazu, zwei augenscheinlich weit voneinander abgelegene Forschungsgebiete wie Neil Young und islamische Mystik miteinander zu vergleichen? Die Antwort ist einfach: Die Geburt seiner Tochter bzw. die sich kurz danach einstellenden Blähungen, von Medizinern harmlos als frühkindliche "Drei-Monats-Koliken" bezeichnet, die dem Autor (und seiner Frau!) das Leben zur Hölle machten und ihn auf der verzweifelten Suche nach Erleichterung zum CD-Player greifen und seine Lieblingsscheibe einlegen ließen, eben Neil Youngs 1969 erschienenes "Last Trip to Tulsa". Die trotz des Gitarrenlärms vernehmbare, schlagartige Stille seiner Tochter war für den Autor ebenso überraschend wie das Phänomen, dass sich das Baby eben nur mit Neil Young besänftigen ließ - weder Mahlers Vierte noch Pop aus Afrika vermochten da weiter zu helfen - so wurde zur Not dasselbe Stück eben bis zu 16-mal hintereinander abgespielt.

Auch vom Lärm, der zunächst "viel zu laut für ein Baby" aus den Boxen dröhnt, lässt sich das Neugeborene keinesfalls beeindrucken, im Gegenteil, scheint es doch vollkommen in der Musik aufzugehen, und das, obwohl "Last Trip to Tulsa" nicht etwa eines der "vielen harmonischen, selbst Frauen und Kindern zugänglichen, mitunter zugegeben seichten, vereinzelt ... peinlichen Lieder" ist, sondern vielmehr eines, das die Liedstruktur "von innen zertrümmert". Während Kernani in schweren Ausfallschritten schwankend stolziert und seine Tochter wie ein "betrunkenes Kamel" herumschwenkt, kommen ihm über die Jahre die haarsträubendsten Assoziationen und die kuriosesten Welterklärungsmodelle, von Heidegger über Adorno, von der ersten Nassrasur bis zu dem Gefühl, einen "euphorischen, kosmischen Orgasmus" erlebt zu haben.

Kernani ist ein Young-Fan erster Güte, der früher vielleicht geglaubt haben mag, "dass man Neil Young immer braucht, aber inzwischen denkt, man kommt die ersten paar Tage auch ohne ihn über die Runden". Seine Liebe zu Young gipfelt im Lob der sprachschöpferischen Raffinesse einer fünfzeiligen Strophe, die aus nichts als dem 15-maligen tantra-artigen Wiederholen des Wortes "Helpless" besteht. Trotz seiner witzigen Selbstironie ist Kernani objektiv genug, Young einige Schwächen zu attestieren, so z.B. im Gitarrenspiel, seinen Bibel-Kenntnissen oder seinem schwer verständlichen Gebrabbel in Jim Jarmuschs Film "The Year of the Horse" - doch, sind wir ehrlich, wissen wir alle, dass das akustische Verständnis der Texte Neil Youngs ohnehin nicht wichtig ist, weiß man doch sowieso, worum es geht. Dadurch bleibt das Buch lesbar, ohne sich in Fachsimpeleien oder gar Verklärungen des Idols zu ergehen und sogar der musikalische Laie erhält einen gründlichen Einblick in das Werk des Kanadiers.

Gleichzeitig gibt Kernani in seinen Interpretationen immer auch ein großes Stück von sich selber preis. Dadurch stellen sich seltsame Deja-vu-Erlebnisse beim Lesen ein, ja man ist vielfach versucht, Kernani sofort zu schreiben, so sehr spricht er einem von der Seele. Vor allem wenn er die Erklärung für den skurrilen Titel gibt, den er von einer Handschrift, dem „Buch der vom Koran Getöteten", ableitet, worin von Mystikern die Rede ist, die den Koran gehört haben und darüber gestorben sind, was für Kernani keineswegs kurios oder unglaubwürdig ist, da er selbst all seine Wünsche und Erfahrungen der letzten Jahre auf einen einzigen, flüchtigen Moment ausrichtet, nämlich auf den, wenn Neil Young das abschließende "Dead" von "Down by the River" ruft. So ist das "Buch der von Neil Young Getöteten" ein leidenschaftliches, ein fesselndes Buch, aus dem man am liebsten seitenweise zitieren möchte. Es ist voller Enthusiasmus für das Werk eines der größten Gitarristen, es ist das Beste, was je über Neil Young geschrieben worden ist und es ist sicherlich einer der besten Wegweiser über die Leidenschaft zur Rockmusik und ihren Auswirkungen auf das Leben.

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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wunderbar... 15. August 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Ein wunderbares, kleines Büchlein eines jungen Islam-Wissenschaftlers über seine und seiner neugeborenen Tochter Beziehung zu Neil Young und dessen Musik, Stimme, Werk und Wirken auf Erden... Sehr persönlich, sehr gut zu lesen, ÄUSSERST WERTVOLL!!! --- In der Tat spricht mir der Autor in vielen seiner Worte so sehr aus dem Herzen und aus der Seele, dass ich kaum glauben kann, dass das jemand anderes, ein mir persönlich völlig Unbekannter ist! Und zu erfahren, dass ein neugeborenes Mädchen intuitiv mehr als positiv auf Neil Young (und nur auf ihn) reagiert, bestätigt meine eigenen Erfahrungen mit meinem (mittlerweile allerding schon fast fünfjährigen) Sohn, der seit Jahren schon hartgesottener Neil Young-Fan ist (mit einer der jüngsten wahrscheinlich, die Neil auf der EUROTOUR 2001 mit Crazy Horse live erlebt haben!), der ebenfalls niemand anderes als Neil Young als Musikerlebnis akzeptiert...
Wie gesagt, ein wunderbares Buch... Danke, Navid!
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Die neuesten Kundenrezensionen
Lynyrd Skynyrd hilft auch!!
Sorry, ich habe über einen SPIEGEL-Artikel gerade erst von der Existenz dieses Buchs gehört und will es mir demnächst besorgen - darum hier keine Buchkritik, aber... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von dnc veröffentlicht
bloß Kunst oder schon Offenbarung?
Was sagt mir dieses Buch? Ich, der ich Neil Young zwar kenne, aber nicht SEHR gut kenne, ich, der ich Neil Young zwar mag, aber nicht SEHR mag, hätte, wäre es wirklich... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von K.E. veröffentlicht
Ich hatte keine Ahnung wer Neil Young ist...
...bis meine Mutter mir dieses Buch schenkte. Noch während ich es las, besorgte ich mir alle möglichen Lieder von Neil Young. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Januar 2010 von sternentaumel
Dieses Buch ist so ungewöhnlich wie sein Titel
Dieses Büchlein ist ein Knaller! Das ungewöhnlichste Werk, das ich je gelesen habe. Für Normalsterbliche eine Offenbarung - für Neil-Young-Fans ein Muss! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. September 2009 von Werner Ferdinand Schmidt
Rock and Roll will never die!
Vorweg: eins in diesem Buch provoziert meinen Widerspruch: dass Frauen angeblich Neil Young nicht mögen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. November 2008 von Susi
Ein Fan erzählt über sich und über Neil
Gut ein Dutzend Bücher über Neil Young sind momentan erhältlich. Navid Kermani hat das ungewöhnlichste geschrieben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. September 2006 von junior-soprano
the same things that make you live will kill you in the end
Der Titel dieses Buches ist ebenso hintersinnig wie ein guter Neil-Young-Song, denn man fühlt sich beim Lesen immer wieder versucht, dem Autor zu schreiben und ihm... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Januar 2005 von "pauline-in-berlin"
Nur für Neil-Young Fans. Oder ... ?
Worum geht es in dem Buch? Um die kleine Tochter des Autors, die an schweren Koliken leidet. Um die Bibel geht es, um den Koran. Um das Leben und das Sterben und den Tod geht es. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Dezember 2004 von jfobg
Verständnis auf einer tiefen Ebene
Es ist furchtbar: Das Kind schreit immer. Da ist es ein äußerst schwacher Trost, sich einzureden, dass das Brüllen immerhin die Lungen der kleinen Kreatur... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Januar 2004 von Bernhard Lassahn
Persönlich, klug, einfühlsam und amüsant
Kermanis Anlass ist ausgesprochen persönlich (WIE persönlich und grausam die Leiden des eigenen Kindes sind, weiß JEDER Vater! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. November 2003 von Jörg R.
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