Endlich mal ein vernünftiges Buch für Junghexen, das die Leute, die ihren Weg (magisch oder anders) nicht sofort auf Wicca einzuschwören versucht. Wie schon die Werke Aschers, die sich an ein erwachsenes Lesepublikum wenden, wird hier Raum gelassen für die eigene Entwicklung eines Glaubens - wenn man das möchte. Falls nicht, kann man auch so weiterarbeiten, ohne erhobenen Zeigefinder oder schlechtes Gewissen.
Das Buch ist sinnvoll aufgebaut mit Ritualvorschlägen für verschiedenste Gelegenheiten und sehr praxisorientiert. Die Zutaten sind auf den jugendlichen Geldbeutel zugeschnitten und kommen größtenteils aus der heimischen Küche oder dem Supermarkt (falls Mami was dagegen hat, so gibt es auch hier konstruktive Tips zum Handling widerborstiger Eltern...).
Die Grundbereiche der Magie werden in diesem schmalen Bändchen abgehandelt, so daß man loslegen kann, ohne durch einen Wust an Material erschlagen zu werden. Positiv auch, daß nur Angaben zur "Divination light" gemacht werden, mit einer Abwandlung des schamanischen Steinorakels.
Ein sehr guter Einstieg in die Magie für sehr junge Leute und auch das einzige Buch, daß ich dieser Klientel empfehlen würde.
Eins jedoch noch zum Schluß: Wer Instant-Lösungen und -Zauber erwartet, ist hier falsch. Ascher macht unmißverständlich klar, dßa man sich Magie erarbeiten muß und daß es nichts nützt, ein fix und fertiges Ritual einfach nur herunterzubeten.