Osho hat auch in diesem Buch wieder absolut Recht. Es geht um die Erziehung, die den Menschen ein Leben lang in Schemen presst und ihm einen Stempel aufdrückt. Wären die Eltern bewusst bei der Sache und würden sie sich bewusst daran erinnern, was ihre Eltern mit ihnen gemacht haben, dann würden es die Menschen nicht so schwer mit dem Erwachen haben, denn aus der Opferrolle der Erziehung kann sich später kaum ein Mensch lösen.
Die Ansätze zur anthroposophischen Kindererziehung hat sicherlich Rudolf Steiner gelegt und Osho geht hier noch einen Schritt weiter. Er erklärt die Notwendigkeit der Bewusstheit und der Selbsterkenntnis, nicht um den Kindern ein schönes Leben zu bescheren, sondern um ihnen eine Chance zur Weiterentwicklung ihres wahren Selbst zu geben.
Die Umsetzung ist sicherlich nicht einfach, denn wo eine Selbstentwicklung gepriesen wird, da entwickelt sich auch des Öfteren eine Zügellosigkeit, die wir gerade in den Siebzigern durch das Kommunenleben erfahren konnten. Auch in Poona wurden die Kinder eher sich selbst überlassen, was dazu geführt hat, dass sie nur in die Schule gehen brauchten, wenn sie es wollten.
Hier muss sicherlich ein goldener Mittelweg gefunden werden und man sollte die Gründe der Faulheit untersuchen, anstatt mit dem Gegenpol zu winken.
Zusammengefasst ein großer Helfer für den Umgang mit Kindern und auch ein Wegbegleiter für sich selbst.