„Selbstgespräche" nennt er seine öffentlichen Auftritte. Denn: „Was hier spricht und da zuhört ist dasselbe. Da gibt es keine Trennung, nur ein Selbst". Die Talks des Berliner Künstlers Karl Renz - das Buchcover zeigt eins seiner Gemälde - knüpfen inhaltlich an Advaita, an die indische Philosophie der „Nicht-Zweiheit" an. Doch von solchen Lehren muss man nichts wissen, um von diesem Buch gefesselt zu sein. Denn ob es nun um Liebe oder Tod, Ego oder Erleuchtung geht, alle bisher angesammelten Meinungen werden mit Sicherheit erschüttert. Übrig bleiben Verblüffung und nackte Klarheit. Der Autor zeigt auf unsere wahre Natur, die vor jeder Vorstellung, ja noch vor Zeit und Raum „ist". Seine Antworten auf Fragen kommen, wie er sagt, spontan, ohne Absicht und Kontrolle. Die Dialoge bringen nicht selten die Hilflosigkeit unseres Verstandes angesichts des Unbegreiflichen zum Ausdruck. Bestsellerautor Dietmar Bittrich hat mit seiner feinfühligen Bearbeitung der Tonbandmitschnitte Tief- und Un-Sinn, Witz und Spannung der Gespräche verdichtet. Ein radikales Buch, das neue Maßstäbe setzt.